Hallo,
bei einem Geschäftspartner, mit dem ich auch mal einen Satz über das Geschäft hinaus wechsele, fielen mir so nach und nach Kleinigkeiten auf, die mich vermuten ließen, daß er ein gesundheitliches Problem hat. Vor einigen Tagen gab es einen Zwischenfall in den auch ein weiterer Geschäftspartner mit einbezogen ist.
Aus allen Fakten, die uns bisher bekannt sind, wird es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine depressive Erkrankung handeln.
Am seinem Arbeitsplatz heißt es nun er wäre im Krankenhaus und niemans wüßte weiteres. Auch das verstärkt unseren Verdacht.
Wir mögen diesen Menschen und möchten gern zeigen, daß wir ihm den Zwischenfall nicht ankreiden, sondern Verständnis für seine Krankheit haben und ihn weiterhin akzeptieren. Wir denken daran ihn in der Klink zu besuchen. Ich will morgen mal die in Frage kommenden psychatrischen Klinken abtelefonieren und schaun, ob ich ihn ausfindig machen kann.
Es besteht aber nun die Frage wie wir uns am sinnvollsten verhalten, denn der Zwischenfall und das wir nun von seiner Krankheit wissen, wird ihm sicher sehr unangenehm sein, besonders da unsere Beziehung eine geschäftliche ist.
Es gibt ja div. Möglichkeiten für uns.
- Warten bis er wieder am Arbeitsplatz ist und so tun als ob nichts war und nur darauf eingehen wenn er selbst damit anfängt.
- Ihn besuchen, damit zeigen, daß wir nichts übel nehmen und ihn weiterhin schätzen, aber darüber hinaus smal-talk halten.
- Offen darauf eingehen und über den Vorfall sprechen, soweit er es nicht ablehnt und Hilfe anbieten.
Was meint ihr Experten, was wichtiger für ihn ist. Seine Krankheit aus der Geschäftsbeziehung herauszuhalten oder ihm in erster Linie menschlich zu begegnen.
Gruß Steffi
