heute befuhr ich mit dem Fahrrad einen Feldweg und ich holte zwei Reiter auf ihren Pferden ein. Die nahmen mich nicht wahr, pendelten etwas in ihrer Spur und nahmen den ganzen Platz ein. Schließlich bleibt ein Pferd stehen (nicht wegen mir).
Ich wollte dran vorbei, aber wie? Klingeln wollte ich nicht, auch nicht nur ein kurzes ping. Wusste nicht wie Pferde darauf reagieren, war ziemlich nah hinter denen. Ich passte zwischen den Pferden durch, aber mögen die das wenn etwas fremdes zwischen denen ist? Zumal die Reiter mich ja zuerst nicht wahrnahmen?
Menschen haben die Ohren nach vorne gerichtet, das heißt die Reiter können dich nicht von hinten heranfahren hören - das ist auch bei Fußgängern so
Um also weder dich noch die Pferde oder die Reiter in Gefahr zu bringen, bietet es sich an ausreichender Entfernung also mindestens 50 m schon mal laut zu klingeln, damit wenigstens die Pferde dich wahrnehmen und dann langsam heranzufahren und immer wieder zu klingeln und auf eine Reaktion zu warten.
Wenn die Pferde dich wahrnehmen (die können sehr gut nach hinten hören, sie können zum Teil auch nach hinten sehen) bemerken dich auch die Reiter und machen dir sehr wahrscheinlich ausreichend Platz. Wenn Du versehentlich schon zu nah bist, ohne geklingelt zu haben, hilft ein einfaches Rufen „hallo, darf ich bitte vorbei“ dann machen die schon richtig Platz.
Der gefährlichste Ort für einen Radfahrer ist übrigens zwischen zwei Pferden! Ein Pferd hat ohne sich anzustrengen oder zu hopsen eine Reichweite von ca 1,50 m zur Seite um dich vom Fahrrad zu holen - nach hinten sind es drei Meter. Aus diesem Bereich solltest du dich tunlichst fernhalten. Denn wenn sie wirklich erschrecken, kann es sein, sie schlagen erst aus um danach zu schauen, ob du ein Sahelanzeiger bist
Gruß h
…Die schon mal ein Knie opfern musste, weil jemand meinte, nicht klingeln zu müssen… war für den Radfahrer ein teurer Spaß, denn die Krankenkasse hat sich die Kosten wieder von ihm geholt - ob er versichert war, weiß ich nicht - Ich hoffe es für ihn.