Verhalten unseriös?

Hallo,

seit mittlerweile 3 Wochen schlage ich mich nun mit einem mehr oder weniger großen Problem herum. Ich hole mal etwas weiter aus:

Ich bin fast fertig mit meinem Studium und befinde mich ca. 2 Wochen vor Abgabe meiner Diplomarbeit. Parallel suche ich natürlich ebenfalls nach passenden Jobangeboten. Habe diesbezüglich auch keine regionalen Präferenzen. So reise ich also quer durchs ganze Land :smile:.

Nun hatte ich, wie ich zumindest finde, ein interessanten Gespräch. Der Geschäftsführer machte zwar einen leicht gestressten Eindruck (viel zu tun, wie ersagt), schien jedoch sehr interessiert an meiner Person. Wir verblieben dabei, dass ich ihm bzgl. der neuen Position einige Referenzen meiner praktischen Tätigkeiten (IT-Bereich) zukommen lasse und er sich danach bei mir meldet. Eine Woche verging und ich bekam kein Feedback. So versuchte ich es vor Weihnachten telefonisch und wurde von der Sekretärin vertröstet: „nicht da, übermorgen probieren bitte“. Dann am selben späten Abend, eine Email vom besagten Herren mit der Aussage, dass man sich durchaus vorstellen kann mit mir zusammenzuarbeiten, einer konkreten Gehaltsunterbreitung und der Bitte möglichst vor Jahresende einen Vertrag abzuschließen. Das Ganze aber bitte nochmals zwischen den Jahren telefonisch absegnen.

Gewünscht, getan rufe ich den Herren an (wie besprochen), um wieder einmal abgewimmelt zu werden (zu viel zu tun, bitte morgen nochmal). Am nächsten Tag dann der Schlag ins Gesicht. Der GF kann sich noch nicht so Recht entscheiden, wie er das neue Jahr planen möchte und dann gibt es da wohl noch einen Mitbewerber, der noch nicht ganz fest zugesagt hat. Das möchte der Herr noch abwarten und mich dann direkt nach Neujahr kontaktieren. Natürlich ist das bis heute nicht passiert.

Gehe ich nun Recht in der Annahme, dass ich hier a) hingehalten, b) verarscht und c) unseriös behandelt werde? Oder ist so ein Vorgehen heutzutage durchaus üblich und ich als Absolvent habe das noch nicht ganz geblickt?!?

Für Ratschläge, Bewertungen und ähnliche Erfahrungsberichte bin ich bereits jetzt dankbar.

Grüße

peeayoo

Nein

Nun hatte ich, wie ich zumindest finde, ein interessanten
Gespräch. Der Geschäftsführer machte zwar einen leicht
gestressten Eindruck (viel zu tun, wie ersagt),

Er kriegt’s nicht auf die Reihe. Er ist nicht in der Lage seinen eigenen Job zu machen. Denn Personalsachen sind hohe Priorität, müssen also als A-Theme in Ruhe, mit Überlegung und Sachverstand angegangen werden. D.h. auch solche Termine sind WICHTIG und können niemals nebenher (ach kommen sie mal morgen irgendwann nach 17:00 Uhr vorbei) erledigt werden.

praktischen Tätigkeiten (IT-Bereich) zukommen lasse und er
sich danach bei mir meldet. Eine Woche verging und ich bekam
kein Feedback.

Weil er sich selbst keine Termine setzt. Er ist selbst unorganisiert.

So versuchte ich es vor Weihnachten telefonisch
und wurde von der Sekretärin vertröstet: „nicht da, übermorgen
probieren bitte“. Dann am selben späten Abend, eine Email vom
besagten Herren mit der Aussage, dass man sich durchaus
vorstellen kann mit mir zusammenzuarbeiten, einer konkreten
Gehaltsunterbreitung und der Bitte möglichst vor Jahresende
einen Vertrag abzuschließen.

Aber dann muss es plötzlich ganz schnell gehen, weil man Angst hat was nicht erledigt zu haben.

Das Ganze aber bitte nochmals
zwischen den Jahren telefonisch absegnen.

Gewünscht, getan rufe ich den Herren an (wie besprochen), um
wieder einmal abgewimmelt zu werden (zu viel zu tun, bitte
morgen nochmal).

hatten wir schon => s.o.

Am nächsten Tag dann der Schlag ins Gesicht.
Der GF kann sich noch nicht so Recht entscheiden, wie er das
neue Jahr planen möchte und dann gibt es da wohl noch einen
Mitbewerber, der noch nicht ganz fest zugesagt hat. Das möchte
der Herr noch abwarten und mich dann direkt nach Neujahr
kontaktieren. Natürlich ist das bis heute nicht passiert.

Er WEISS einfach nicht was er tut. Und das Jahr vorplanen beginnt man gleich nach den Sommerferien im September, wenn nicht schon in der Lafri-Planung einige Jahre zuvor. VORdenken statt nachdenken!

Gehe ich nun Recht in der Annahme, dass ich hier a)
hingehalten, b) verarscht und c) unseriös behandelt werde?
Oder ist so ein Vorgehen heutzutage durchaus üblich und ich
als Absolvent habe das noch nicht ganz geblickt?!?

Nein, das ist einfach das ganz normale Verhalten von mindestens 70 - 90 % aller Vorgesetzten und KMU-Geschäftsführer, die ihre eigene Arbeit nicht im Griff haben, weil sie es nicht können. Die nicht wissen was Delegieren heisst und wie es geht, die ihren Job (Führung) nicht mal kennen geschweige denn tun. Und die sich um allerlei Zeug kümmern, wofür ihre fachlich kompeteten Angestellten eigentlich zuständig sind - wenn man sie denn mal mit Entscheidungskompetenz ausstatten würde.

KMUs haben durchaus ihren Charme, aber leider auch sehr stark die Färbung der wenigen Chefs/Führungskräfte (so sie denn welche sind). Dafür sind die Möglichkeiten und der Durchblick deutlich besser.

Gruß

Stefan

Hey Danke Dir,

sowas in der Art hatte ich erwartet. Trotzdem bin ich geschockt zu lesen, dass du von 70-90% sprichst. Ich dachte nicht, dass es so schlimm ist. Es ist also davon auszugehen, dass der Laden ein Chaos Club ist richtig?

Ich sehe das nicht so negativ. Der GF hat zwei Bewerber, von denen er den anderen wohl bevorzugt. Allerdings würde er dich einstellen, wenn der andere absagt.

Ich halte das nicht für unseriös, sondern für normales Taktieren. Du würdest genauso handeln, wenn Du zwei Jobangebote hättest.

Das sehe ich genauso
Hi

Ich sehe das nicht so negativ. Der GF hat zwei Bewerber, von
denen er den anderen wohl bevorzugt. Allerdings würde er dich
einstellen, wenn der andere absagt.

ist eigentlich logisch, dass der GF sich die andere Tür offen hält. Offensichtlich ist dieser andere Bewerber besser geeignet und er wartet seine Reaktion ab. Was heißt außerdem hinhalten oder unseriös?

Ich glaube kaum, dass der Chef keine anderen Dinge zu tun hat, als dir sofort den Vertrag zu schicken. Und Weihnachten war auch noch. Es geht nun mal nicht alles innerhalb einer Woche. Abwarten und Tee trinken.

LG

Abend!

Er WEISS einfach nicht was er tut. Und das Jahr vorplanen
beginnt man gleich nach den Sommerferien im September, wenn
nicht schon in der Lafri-Planung einige Jahre zuvor. VORdenken
statt nachdenken!

Haste gerade ein Management Seminar gemacht? Viele tolle Ideen ohne
jegliche Realisierungsmöglichkeit.

Nein, das ist einfach das ganz normale Verhalten von
mindestens 70 - 90 % aller Vorgesetzten und
KMU-Geschäftsführer, die ihre eigene Arbeit nicht im Griff
haben, weil sie es nicht können.

Du meinst die Leute die den wesentlichen Anteil unserer gesamten
Wirtschaft in Deutschland darstellen haben ihren Job nicht im Griff.

Führst du ein erfolgreiches KMU?

Die nicht wissen was
Delegieren heisst und wie es geht, die ihren Job (Führung)
nicht mal kennen geschweige denn tun.

Ich denke doch du hattest gerade dein erstes Seminar…

Und die sich um allerlei
Zeug kümmern, wofür ihre fachlich kompeteten Angestellten
eigentlich zuständig sind - wenn man sie denn mal mit
Entscheidungskompetenz ausstatten würde.

Platte Floskeln, ich möchte sehen wie du deinem Angestellten vertraust
wenn gerade mal dein Häuschen, deine wirtschaftliche
Zukunft auf dem Spiel steht.

Gruß
Stefan

Seriös, aber unprofessionell. Lass die Finger davo
Hallo,

Ich bin fast fertig mit meinem Studium und befinde mich ca. 2
Wochen vor Abgabe meiner Diplomarbeit. Parallel suche ich
natürlich ebenfalls nach passenden Jobangeboten. Habe
diesbezüglich auch keine regionalen Präferenzen. So reise ich
also quer durchs ganze Land :smile:.

Sehr gut.
(…)

(viel zu tun, wie ersagt), schien jedoch
sehr interessiert an meiner Person. Wir verblieben dabei, dass
ich ihm bzgl. der neuen Position einige Referenzen meiner
praktischen Tätigkeiten (IT-Bereich) zukommen lasse und er
sich danach bei mir meldet.

Lass mich raten: Er hat kein verbindliches Datum genannt.

Eine Woche verging und ich bekam
kein Feedback.

(…)

Dann am selben späten Abend, eine Email vom
besagten Herren mit der Aussage, dass man sich durchaus
vorstellen kann mit mir zusammenzuarbeiten, einer konkreten
Gehaltsunterbreitung und der Bitte möglichst vor Jahresende
einen Vertrag abzuschließen.
Das Ganze aber bitte nochmals
zwischen den Jahren telefonisch absegnen.

Zu dem Zeitpunkt bist du der einzige Bewewrber in der engeren Wahl.

Gewünscht, getan rufe ich den Herren an (wie besprochen), um
wieder einmal abgewimmelt zu werden (zu viel zu tun, bitte
morgen nochmal).

Plötzlich bist du nur die Nummer 2.

Am nächsten Tag dann der Schlag ins Gesicht.
Der GF kann sich noch nicht so Recht entscheiden, wie er das
neue Jahr planen möchte

Dummes Gefasel, denn:

und dann gibt es da wohl noch einen
Mitbewerber, der noch nicht ganz fest zugesagt hat. Das möchte
der Herr noch abwarten und mich dann direkt nach Neujahr
kontaktieren. Natürlich ist das bis heute nicht passiert.

Du bist als Nummer 2 ausgeschieden.

Gehe ich nun Recht in der Annahme, dass ich hier a)
hingehalten, b) verarscht und c) unseriös behandelt werde?

Du wurdest hingehalten von einem bedauernswerten Menschen, der weder seine Firma noch seinen Job im Griff hat.
Vermutlich hat er -wie viele- mal klein als Fachmann angefangen und nun ist er Geschäftsführer und kann diese Aufgabe nicht ausfüllen.

Du würdest dich sicher nicht wohlfühlen, denn besagtem Herrn wird sein Geschwätz von gestern relativ oft wenig interessieren.

Gruss, Thomas

Killerfrage
Hallo,

Die Ausführungen des Vorredners mögen teilweise praxisfern oder einfach nur unerfahren sein, dennoch sind sie im kern richtig.
(…)

Führst du ein erfolgreiches KMU?

Das ist eine Killerfrage.
Sie eignet sich gut, jede Diskussion abzuwürgen.
Dem halte ich folgende Aussage entgegen, und das meine ich ernst:

So dämlich, um „sein“ KMU nicht halbwegs erfolgreich zu führen, kann kaum ein Mensch sein.
Ich kann das gerne auf Nachfrage per Email näher erläutern.

(…)

Platte Floskeln, ich möchte sehen wie du deinem Angestellten
vertraust
wenn gerade mal dein Häuschen, deine
wirtschaftliche
Zukunft auf dem Spiel steht.

Solltest du gerade von dir selbst gesprochen haben, dann kann man diese Zeilen leicht gegen deine Eignung als Unternehmensführer verwenden.
Gerade in solchen Situationen erweist es sich als existentiell, wenn man seine Mitarbeiter rechtzeitig mit Verantwortung und Kompetenz ausgestattet hat, anstelle immer alles selber zu machen.
Das Mass an vertrauen zu seinen Angestellten von der wirtschaftlichen Lage abhängig zu machen halte ich ehrlich gesagt für dilletantisch.

Gruss,
Thomas

1 „Gefällt mir“

Hi,

na klar kann ich ihn verstehen. Allerdings könnte ich das noch besser, wenn er mir reinen Wein diesbezüglich einschenken würde, statt mir konkrete Zahlen und Termine zu nennen um mich einen Tag später mit einer völlig neuen Situation zu konfrontieren. Der Vorschlag vertraglich zu werden kam schliesslich von ihm und nicht von mir.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Servus!

Habe im März 2006 meine DA abgegeben. Gegen Ende schaute ich mich jobmässig damals auch etwas um, aber noch nicht ernsthaft.
Lass Dir den Tip geben und nimm erstmal ne AUSZEIT :smile:
Dasselbe tat ich ca. ein halbes Jahr und es war herrlich!
(Der blöden Fragerei der Personaler zwecks diesem halben Jahr muss man dann gelassen entgegentreten.)
Im August (Bewerbung im Juni geschrieben)fing ich zunächst als externer MA bei einer Firma an, die mich nun übernommen hat.
Es ist tatsächlich so, dass momentan ein ziemliches Gerödel vorherrscht, aber dieses Verhalten -wie Du beschrieben hast- ist auch eher inakzeptabel. Bei dieser Flut an Bewerbern in der engeren Auswahl…sollte man den Überblick schon noch behalten können

Kopf hoch, es gibt genügend andere Firmen, die viel Arbeit haben und dennoch die Kompetenz in personeller Hinsicht bewahren.

Gruß,Lounger

Hallo,

zunächst mal Glückwunsch, dass es bei dir geklappt hat.
Was den Tip angeht ein halbes Jahr Auszeit zu nehmen…würd ich gerne machen, da ich gerade auf Zielgerade ganz schön ausgelaugt bin. Allerdings kann ich mir ein halbes Jahr Auszeit wohl finanziell nicht leisten. Ich versuche es mit zwei Wochen und hoffe im Anschluß einen großen Bogen um Firmen wie die besagte machen zu können. Schöner wäre es dennoch zu wissen, was mich nach der Diplomarbeit erwartet.

Aber das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert, somit rechne ich mit allem :smile:

Danke dir.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Abend!

Die Ausführungen des Vorredners mögen teilweise praxisfern
oder einfach nur unerfahren sein, dennoch sind sie im kern
richtig.

Nein finde ich nicht.

Führst du ein erfolgreiches KMU?

Das ist eine Killerfrage.

Ja, das war so beabsichtigt. Wer die Fähigkeiten eines
Geschäftsführers auf sein Zeitmanagement (ledernes Time System läßt
grüßen, oder gibt’s heute was anderes) reduziert, muß mit sowas
rechnen.

So dämlich, um „sein“ KMU nicht halbwegs erfolgreich zu
führen, kann kaum ein Mensch sein.

Dann frage mich mich, warum die schon mal des öfteren Insolvenz
anmelden.
Bei kleineren KMUs steht dann da auch meist sofort eine private
Insolvenz des GF/GS dahinter.

Ich kann das gerne auf Nachfrage per Email näher erläutern.

Kannst du auch gerne hier.

Platte Floskeln, ich möchte sehen wie du deinem Angestellten
vertraust
wenn gerade mal dein Häuschen, deine
wirtschaftliche
Zukunft auf dem Spiel steht.

Solltest du gerade von dir selbst gesprochen haben, dann kann
man diese Zeilen leicht gegen deine Eignung als
Unternehmensführer verwenden.

Nein habe ich nicht.

Gerade in solchen Situationen erweist es sich als
existentiell, wenn man seine Mitarbeiter rechtzeitig mit
Verantwortung und Kompetenz ausgestattet hat, anstelle immer
alles selber zu machen.

Es geht nicht darum alles selber zu machen. Wenn du mir
allerdings erzählen möchtest, das existenzielle Aufträge bei denen
du mit deinem privaten Vermögen haftest (ich meine auch hier nicht
mich, ich hafte nur mit meiner Einlage), du einfach so an andere
delegierst, ja dann bist du was Besonderes.
Genau diese Sprüche kenne ich zur genüge von Managementberatern
oder Führungskräfteseminaren, Gott sei dank sind diese Leute nur
Berater und nicht Führungskräfte.

Das Mass an vertrauen zu seinen Angestellten von der
wirtschaftlichen Lage abhängig zu machen halte ich ehrlich
gesagt für dilletantisch.

Die wirtschaftliche Lage von KMUs ist direkt verbunden mit der
wirtschaftliche Lage des GF/GS (zumindest bei den Kleineren). Da
der Cheffe sich noch selbst um Einstellungen kümmert kann der
Laden nicht besonders groß sein.
Dir ist außerdem bewußt, das in einem Laden solch einer Größe
der Geschäftsführer noch direkt von den Kunden angerufen wird wenn
es irgendwo brennt und bei der Auftragsvergabe muß er auch dabei
sein.

Man muß einen Unterschied machen zwischen kleinen Betrieben
(Chef stellt selber ein) mit vieleicht 10 MA, Betrieben mit 50
MA mit meisten einem Personalverantwortlichen, Betrieben mit 500
MA mit einer Personalabteilung und noch größer.

Gruß
Stefan

Abend!

Ich versuche es mit
zwei Wochen und hoffe im Anschluß einen großen Bogen um Firmen
wie die besagte machen zu können.

Ich muß da mal eine Lanze brechen oder so…
Was wäre wenn du ein Vorstellungsgespräch bei deiner ultimativen
Wunschfirma gehabt hättest und der Personaler sagt „ich denke wir
kommen zusammen, ich werde mich anfang des Jahres melden“ und nun
das Gespräch bei besagtem GF und der meint zu dir „OK Jung, laß uns
einen Vertrag machen unterschreib mal hier unten rechts“.

Deine Stammelei hatte ich sehen wollen „Ich muß den Vertrag noch
prüfen lassen“ oder „Jetzt hier, nein ein wenig Bedenkzeit brauche
ich“ oder oder oder…

Schöner wäre es dennoch zu
wissen, was mich nach der Diplomarbeit erwartet.

Hat bei mir damals auch nicht geklappt aber wünschen tu ich es dir.

Viel Erfolg
Stefan

Hi,

ich versuch mal, einen Bogen zur Ausgangsfrage zu schlagen.
Da ist auf der einen Seite jemand mit fast abgeschlossenem Studium, auf der anderen Seite ein GF, dem ich mal unterstelle, dass er eine Tätigkeit zu vergeben hat, die ein Studium erfordert.

Ja was will der GF dem Angestellten bei dieser fachlichen Konstellation denn reinreden?
Der GF hat doch egal in welcher Situation keine andere Wahl, als dem Angestellten zu vetrauen, ansonsten sind wir wieder beim „alles selbermachen“.
Das heisst ja nicht, dass der GF jeden Rat annimmt, sondern nur, dass er sich auf den Angestellten verlassen wollen muss.

Morgen,
heute Nacht glühen die Leitungen, was?
(…)

Was wäre wenn du ein Vorstellungsgespräch bei deiner
ultimativen
Wunschfirma gehabt hättest und der Personaler sagt „ich denke
wir
kommen zusammen, ich werde mich anfang des Jahres melden“ und
nun
das Gespräch bei besagtem GF und der meint zu dir „OK Jung,
laß uns
einen Vertrag machen unterschreib mal hier unten rechts“.

Deine Stammelei hatte ich sehen wollen „Ich muß den Vertrag
noch
prüfen lassen“ oder „Jetzt hier, nein ein wenig Bedenkzeit
brauche
ich“ oder oder oder…

Als Absolvent hätte ich da auch gestammelt.
Heute würde ich klar sagen was Sache ist und besagten Herren fragen, bis wann er spätestens auf meine Rückmeldung warten kann.
Zeigt er dafür kein Verständnis oder wendet gar Druck an, dann sage ich ab. Als Absolvent jedoch würde ich wohl eher zusagen.

Bei besagtem Herren ist die Situation aber etwas anders.
Einerseits führt er ein Geschäft, andererseits sagt er heute Hü und morgen Hott, und das bei einer nicht gerade unwichtigen Personalentscheidung! In solchen Fällen gehe ich davon aus, dass er mit Kunden und Aufträgen ähnlich umgeht, ja, dass evtl. die gesamte Firma von der Hand in den Mund lebt, und zwar systematisch, hausgemacht oder wie man es nennen mag.

Ich würde vor allem Absolventen abraten, sich in solch einen Laden zu begeben, da die lange brauchen um zu merken, dass das nichts ist.

Gruss,
Thomas

Abend!

Ja was will der GF dem Angestellten bei dieser fachlichen
Konstellation denn reinreden?
Der GF hat doch egal in welcher Situation keine andere Wahl,
als dem Angestellten zu vetrauen, ansonsten sind wir wieder
beim „alles selbermachen“.
Das heisst ja nicht, dass der GF jeden Rat annimmt, sondern
nur, dass er sich auf den Angestellten verlassen wollen muss.

Ups, so habe ich das auch nicht gemeint. Selbstverständlich muß ein
GF sich auf seine Mitarbeiter verlassen können.
Bei einer Firma der Größe das der GF noch selber Personal einstellt
ist es allermeistens aber so, das Cheffe auch noch mitarbeitet.

Soll heißen, wenn es irgendwo brennt dann kann er noch mitmischen,
ob sinnvoll oder nicht sei mal dahin gestellt. Wenn es um große
Aufträge oder die Existenz geht dann wird er da auch jeder mitmischen.

Zumindest bei der momentanen Auftragslage im Bereich Elektronik
(speziell Consumer Elektronic) tobt da wirklich der Bär.
So ein bischen Aufschwung kann man in vielen Bereichen merken und
dann ist halt viel zu tun.

Ich stimme allerdings zu, das es wahrscheinlich einen weiteren
Bewerber gibt, den er abwartet aber über Weihnachten sollte man auch
nicht zu viel erwarten.

Gruß
Stefan

Morgen,

Solange ich nicht im Bett war „Abend“!

heute Nacht glühen die Leitungen, was?

Kann nicht schlafen, hab den ganzen Tag nur 16% und 19% rauf und
runter gerechnet watt ein Sch…

Heute würde ich klar sagen was Sache ist und besagten Herren
fragen, bis wann er spätestens auf meine Rückmeldung warten
kann.

Und genau das führt dazu, der 2. Wahl einen Eiertanz vorzuführen. Ob
das nötig, ehrlich oder sinnvoll ist möchte ich gar nicht bewerten,
üblich ist es allemal auch bei großen Unternehmen!

Gruß
Stefan

Hallo peeayoo,

es ist eigentlich eine Zeit- und Ressourcenverschwendung, was Sie da betreiben. Überlegen Sie, wieviel Kraft (auch Nerven und Zeit) Sie in diese ganze Geschichte gesteckt haben…

Gehen wir einmal davon aus, dass Sie den „Job“ bekommen. Werden Sie dann glücklich sein? Können Sie sich drauf verlassen, dass Sie auch Ihr Geld bekommen (Hü, Hot)? Wird Sie der „Job“ ausfüllen und dem gerecht, was Sie sich im Leben vorstellen?

Ich höre in meiner beruflichen Tätigkeit immer wieder von Studenten, dass sie einen „Job“ suchen. Doch was ist das für ein Ziel? Ein „Job“ ist allenfalls etwas, womit man sich zeitweise „über Wasser“ hält. Doch solche „Jobs“ sind meist auch Ausbeuterei, rauben einem Zeit und Kraft - die man eigentlich bräuchte, um sich zielgerichtet beruflich entwickeln zu können.

Wenn Ihnen meine Antwort merkwürdig vorkommen sollte, so frage ich Sie, wo sind Ihre Eigenschaften, die Sie gleich einem „Leuchtturm“ für potenzielle Arbeitgeber sichtbar machen, die Sie verdient haben? Welches sind Ihre Lebenziele und wo finden die sich in diesem „Job“ wieder.

Sie haben nicht recht, wenn Sie sagen „das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert“. Sie bekommen im Leben das, was Sie sich wünschen. Wenn das, was Sie sich wünschen, ohne persönlichen Anspruch ist, dann erhalten Sie genau das. Wenn Sie darauf aus sind, sich nur mit „Jobs“ über Wasser zu halten, dann bekommen Sie genau das.

Wenn Sie sich jedoch eine schöpferische Auszeit nehmen und derweil Ihre Ansprüche dieser Auszeit unterordnen, dann haben Sie bald eine ganz andere Sicht auf Ihre Möglichkeiten. Dann entwickeln Sie ein Selbstwert, der es Ihnen verbietet, Ihre Ressourcen in einem „Job“ zu vergeuden. Dann wird man Sie entdecken und Sie brauchen niemandem hinterher zu krauchen.

Gehen Sie für ein halbes Jahr ins Exil. Brechen Sie alle Zelte hinter sich ab und umgeben Sie sich mit Menschen, die das leben, was Sie sich vom Leben vorstellen. Wenn Sie das nicht wissen, dann nutzen Sie diese Auszeit, um es herauszubekommen.

Oder fahren Sie sich in den burn out und brechen Sie unter der Last Ihres Frustes zusammen.

Steuern Sie sich selbst oder lassen Sie sich von anderen steuern.

Sie entscheiden es selbst!

Herzliche Grüße
Sven Reinhardt
http://www.xing.com/go/invita/6822335/8705

Hallo!

Gehe ich nun Recht in der Annahme, dass ich hier a)
hingehalten, b) verarscht und c) unseriös behandelt werde?

Das weiß nur die Firma selbst.
Allerdings würde ich das nicht so eng sehen, wenn viel zu tun ist, kann es schon mal zu solchen Aussagen kommen, die der Bewerber dann ganz anders versteht, als sie gemeint waren.

Oder ist so ein Vorgehen heutzutage durchaus üblich und ich
als Absolvent habe das noch nicht ganz geblickt?!?

So sieht es wohl aus.

Für Ratschläge, Bewertungen und ähnliche Erfahrungsberichte
bin ich bereits jetzt dankbar.

Ich habe so etwas auch schon erlebt und war dann mit dem JOb sehr zufrieden.

Du willst den Job, also rufe dort an. Wenn Du ihn an der Strippe hast, sage ihm ruhig, dass ja vereinbart war, gleich in KW 1 zu sprechen. Sage ihm, Du hast den Eindruck, das INteresse an Dir sei erlahmt. Frage ihn, ob noch eine realistische Chance besteht, schliesslich musst Du auch planen.

Hält er das dann gegen Dich, weißt Du gleich, dass in dem Laden kein Interesse an einer offenen, ehrlichen und auch mal kritischen gesprächskultur besteht und ich persönlich mich somit dagegen entscheiden würde.

Grüße,

Mathias

Moin -

klingt wie bei uns :wink:

Wie schon von anderer Seite geantwortet, als unseriös würde ich das Verhalten nicht werten… so sind sie halt die Herren Manager und Konsorten (ich weiß, es gibt auch andere…).

Ich würd den Fall ad acta legen. Und wenn die sich tatsächlich noch mal melden und dich haben wollen, denen sagen, dass dein Wert sich in der Zwischenzeit erhöht hat… pokern… letztlich muss das Verhalten von dem Herrn keine Rückschlüsse darauf geben, wie die Zusammenarbeit dann aussieht… aber er klingt nicht besonders aufgeräumt und das könnte dann wiederum später auch stressig werden.

Leider weiß man das vorher nicht.

Gruß
Demenzia