Verhalten von (Ersatz-) Stromquellen im Leerlauf

Hallo,
ich habe mich umfassend mit Strom-/Spannungsquellen auseinander gesetzt, jedoch sind mir dabei einige Fragen aufgekommen, die ich mir leider nicht beantworten kann.
Wäre super, wenn jemand von euch besser bescheid weiß und mir das nochmal erklären kann bzw meine Aussagen verbessern kann!

Meine Fragen:

  1. Beim Umwandeln einer Stromquelle in eine Spannungsquelle sollen ja Leerlaufspannung, Kurzschlussstrom und Innenwiderstand nicht verändert werden. Allerdings hat eine ideale Stromquelle einen Innenwiderstand Ri, der unendlich groß ist. Die Ersatzspannungsquelle müsste dann ja den gleichen, also auch einen unendlich großen Ri haben.
    Dann wäre diese aber keine ideale Spannungsquelle mehr, denn sie müsste normal einen Ri = 0 haben.
    Wo liegt mein Denkfehler?

  2. Warum ist der Leerlauf einer Stromquelle kritisch?
    Also durch den parallel geschalteten Innenwiderstand Ri (unendlich groß)
    ist es schwer einen Strom fließen zu lassen, damit einer fließen kann, wird eine sehr große Spannung an den Ausgangsklemmen aufgebaut, die gegen unendlich geht, dadurch entstehen Überschläge und der gesamte Strom fließt über Ri.
    Wie kann denn ein Strom dadurch fließen wenn der Widerstand unendlich ist?

  3. Warum fließt im Kurzschlussfall der gesamte Strom durch die Kurzschlussbrücke und nicht noch ein kleiner Teil durch den parallelen Innenwiderstand? Kann man das so sagen, weil der Strom immer den Weg des geringsten Widerstandes nimmt und beim Kurzschluss R=0 ist?

  4. Wie groß ist dann die Spannung an Ri? Ist diese gleich dem WIderstand zwischen den Kurzschlussklemmen, also 0?

  5. Wie kann bei einer Spannung von 0V überhaupt ein Strom fließen?
    Wir haben gelernt, dass Spannung die Energie/Arbeit ist, die benötigt wird um eine Ladung zwischen 2 Punkten entlang eines elektrischen Feldes zu bewegen.
    Also kann die Ladung im Prinzip doch gar nicht bewegt werden aber trotzdem fließt Maximalstrom?

So, das waren viele Fragen auf einmal. Ich möchte nochmal betonen, dass ich schon reichlich viele Bücher, Skripte und Internetseiten durchforstet habe aber überall das ganze nur sehr mathematisch ausgedrückt ist aber wenig verständlich dargestellt.
Wäre also sehr dankbar, wenn irgendjemand die ein oder andere Frage beantworten kann.

Viele Grüße.

Hallo Fragewurm,

  1. Beim Umwandeln einer Stromquelle in eine Spannungsquelle
    sollen ja Leerlaufspannung, Kurzschlussstrom und
    Innenwiderstand nicht verändert werden. Allerdings hat eine
    ideale Stromquelle einen Innenwiderstand Ri, der unendlich
    groß ist. Die Ersatzspannungsquelle müsste dann ja den
    gleichen, also auch einen unendlich großen Ri haben.
    Dann wäre diese aber keine ideale Spannungsquelle mehr, denn
    sie müsste normal einen Ri = 0 haben.
    Wo liegt mein Denkfehler?

Du bildest aus einer Spannungsquelle und einem Widerstand eine Stromquelle.
Ri = unendlich bezieht sich auf die Ersatzschaltung, welche sich gerade NICHT wie eine Spannungsquelle verhalten soll.
Achja, die Spannung sollte dabei auch unendlich gross sein.

  1. Warum ist der Leerlauf einer Stromquelle kritisch?
    Also durch den parallel geschalteten Innenwiderstand Ri
    (unendlich groß)
    ist es schwer einen Strom fließen zu lassen, damit einer
    fließen kann, wird eine sehr große Spannung an den
    Ausgangsklemmen aufgebaut, die gegen unendlich geht, dadurch
    entstehen Überschläge und der gesamte Strom fließt über Ri.
    Wie kann denn ein Strom dadurch fließen wenn der Widerstand
    unendlich ist?

Der Strom beträgt 1A :wink:)

U = unendlich
Ri = unendlich
–> U/R = I
–> Unendlich/Unendlich = 1

Allerdings befinden wir uns dabei im Bereich der philosophischen Mathematik. Nicht alle Rechenoperationen mit Null und Unendlich sind mathematisch erlaubt.

  1. Warum fließt im Kurzschlussfall der gesamte Strom durch die
    Kurzschlussbrücke und nicht noch ein kleiner Teil durch den
    parallelen Innenwiderstand? Kann man das so sagen, weil der
    Strom immer den Weg des geringsten Widerstandes nimmt und beim
    Kurzschluss R=0 ist?

Ja.
Das ist halt der Unterschied zwischen der theoretischen Betrachtung von idealen Bauteilen und dem was praktisch machbar ist.

  1. Wie groß ist dann die Spannung an Ri? Ist diese gleich dem
    WIderstand zwischen den Kurzschlussklemmen, also 0?

In der Theorie schon.

  1. Wie kann bei einer Spannung von 0V überhaupt ein Strom
    fließen?

Die Theorie verlangt diesen Zustand so.

Wir haben gelernt, dass Spannung die Energie/Arbeit ist, die
benötigt wird um eine Ladung zwischen 2 Punkten entlang eines
elektrischen Feldes zu bewegen.
Also kann die Ladung im Prinzip doch gar nicht bewegt werden
aber trotzdem fließt Maximalstrom?

Das ist eines der Probleme von idealen Bauteilen.
Viele grundlegende physikalische Effekte werden einfach unter den Tisch gekehrt.
Dadurch funktionieren natürlich die restlichen physikalischen Gesetze gar nicht mit diesen idealen Bauteilen.

MfG Peter(TOO)

In einer idealen Spannungsquelle, da sind zwei Innenwiderstände vorhanden. Ri, welcher in reihe mit dem Verbraucher ist, und Ro (Verlustinnenwiderstand oder Parallelinnenwiderstand), welcher parallel zu der Spannungsquelle liegt. Ri im idealen zustand soll gleich Zero, Ro soll unendlich groß. Ri ermittelt man sehr schnell mit einem Kurzschluss, wobei man den Spannungsabfall an den klemmen messt und die Größe des Stromes, sowohl auch den ohmschen Widerstand der Messeinrichtung. Den Ro bekommt man etwas schwieriger und braucht seine Zeit. Von Zeit zu Zeit messt man die Spannung (mit einem möglichst hochohmigen Voltmeter) an den Klemmen, und durch die Kurve wird Ro geschätzt. In einer idealen Quelle soll die kurve eine Gerade bilden, d.h. die Batterie wird sich nie von selber entladen.

Hallo,
vielleicht solltest Du doch noch mal nachlesen. Nichts von Deinen Ausführungen ist richtig.

  • es geht um eine Stromquelle, nicht um eine Spannungsquelle.
  • eine IDEALE Spannungsquelle hat gar keine Innenwiderstände.
  • bei REALEN Quellen rechnet man entweder mit dem Serienwiderstand oder mit dem Parallelwiderstand.
  • zur Ermittlung von Ri kann man an den Klemmen genau Null Volt messen. Das ist ja grad der Sinn des Kurzschlusses. Zudem DARF man nicht jede Quelle einfach kurzschließen, ohne sie zu zerstören. Und drittens nutzt dieser Versuch genau gar nichts, wenn die Quelle eine Schutzschaltung besitzt und sich dadurch beim Kurzschluss (oder jedenfalls einem Strom oberhalb einer bestimmten Schwelle) ganz anders verhält als im Normalbetrieb. Und viertens ist eine relae Spannungsquelle in aller Regel mit einem Regelglied ausgestattet, das im Normalbetrieb den scheinbaren Innenwiderstand zu Null macht.
  • Den Ro kann man so gar nicht feststellen, was da die Batterie ohne Belastung der Quelle entlädt, ist der Verlust der Quelle. Der hat aber nichts mit Ro zu tun.

Lies Dir das: http://de.wikipedia.org/wiki/Stromquelle#Ideale_Stro… und das: http://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsquelle#Verhalten mal durch.

Gruß
loderunner

Spannungsquelle und Stromquelle ist eins und das selbe, und muessten zusammen untersucht werden. Der fehler an wikipedia liegt das es diese quellen getrennt betrachtet und beide widerstaende mit Ri bezeichnet, obwohl diese ganz unterschiedlich wirken (und ganz unterschiedlich sind).

Hallo,

**> Spannungsquelle und Stromquelle ist eins und das selbe,

Das ist leider kompletter Unsinn. Deine Aussage beweist, dass Du von diesem Thema genau Null,Null Ahnung hast. Informiere Dich bitte, bevor Du weitere Aussage zu diesem Thema versuchst. So wird das nichts.

und muessten zusammen untersucht werden.

Dann tu das bitte und halte Dich bis dahin zurück.

Der fehler an wikipedia
liegt das es diese quellen getrennt betrachtet und beide
widerstaende mit Ri bezeichnet, obwohl diese ganz
unterschiedlich wirken (und ganz unterschiedlich sind).

Die sind so unterschiedlich, dass man über sie eine Spannungsquelle in eine Stromquelle umrechnen kann und umgekehrt.

Natürlich nur dann, wenn man weiß, was das ist.

Gruß
loderunner**

Hallo,

schreibe mal bischen was zu deinem Beruf/Qualifkation in die ViKa.
Da weiß ich besser, in welcher Art du Antworten brauchst.
Ich nehme an, die bist Schüler,oder ?

ich habe mich umfassend mit Strom-/Spannungsquellen
auseinander gesetzt, jedoch sind mir dabei einige Fragen
aufgekommen, die ich mir leider nicht beantworten kann.
Wäre super, wenn jemand von euch besser bescheid weiß und mir
das nochmal erklären kann bzw meine Aussagen verbessern kann!

Meine Fragen:

  1. Beim Umwandeln einer Stromquelle in eine Spannungsquelle
    sollen ja Leerlaufspannung, Kurzschlussstrom und
    Innenwiderstand nicht verändert werden.

Man kann zwar eine ideale Stromquelle als Spannungquelle mit
unendlichem Ri und unendliche hoher Spannung definieren,
aber in Praxis gibt’s das ja natürlich nicht.
Es gibt aber Stromquellen, die in einem begrenztem Spannungsbereich
ein sehr großes Ri hat ( Ri >>> Rlast ).

Beispiel: Strom bei Kurzschluß = 1mA und über 10kOhm = 0,9999mA
-> Der Differenzstrom wäre also 0,1uA bei ca. 10V Spannungänderung.
Das ist etwa das, was eine elektronische 0815-Konstantstromquelle
locker leisten kann.

Rechne mal aus, welchen Innenwiderstand die Quelle dann hat.
Wie hoch müßte die Spannung sein, wenn man das tatsächslich
mit einer Spannungquelle an dem gesuchten Innenwiderstand
nacbilden wollte.

Allerdings hat eine
ideale Stromquelle einen Innenwiderstand Ri, der unendlich
groß ist. Die Ersatzspannungsquelle müsste dann ja den
gleichen, also auch einen unendlich großen Ri haben.
Dann wäre diese aber keine ideale Spannungsquelle mehr, denn
sie müsste normal einen Ri = 0 haben.
Wo liegt mein Denkfehler?

Stromquelle ist eben die Reihenschaltung von Spannungsquelle
und einem zusätzlichen Widerstand (beide theor. unendlich).
Der zusätzliche Widerstand ist nicht das Ri der idealen
Spannungsquelle.

  1. Warum ist der Leerlauf einer Stromquelle kritisch?

In Praxis eher selten der Fall (siehe Beispiel oben).

Also durch den parallel geschalteten Innenwiderstand Ri
(unendlich groß)
ist es schwer einen Strom fließen zu lassen, damit einer
fließen kann, wird eine sehr große Spannung an den
Ausgangsklemmen aufgebaut, die gegen unendlich geht, dadurch
entstehen Überschläge und der gesamte Strom fließt über Ri.
Wie kann denn ein Strom dadurch fließen wenn der Widerstand
unendlich ist?

Weil auch Widerstände nicht ideal sind. Bei zu großer Spannung
gibt es eben Überschlage. Dann wird der Widerstand durch
die ionisierte Luft plötzlich klein.

  1. Warum fließt im Kurzschlussfall der gesamte Strom durch die
    Kurzschlussbrücke und nicht noch ein kleiner Teil durch den
    parallelen Innenwiderstand? Kann man das so sagen, weil der
    Strom immer den Weg des geringsten Widerstandes nimmt und beim
    Kurzschluss R=0 ist?

Konfus ?

  1. Wie groß ist dann die Spannung an Ri? Ist diese gleich dem
    WIderstand zwischen den Kurzschlussklemmen, also 0?
  1. Wie kann bei einer Spannung von 0V überhaupt ein Strom
    fließen?

In Praxis gibt es kein 0V, wenn Strom fließt.
Gut, bei Supraleitung erreicht man das annähernd.

Ansonsten ist es eben nur eine sehr kleine Spannung,
für die gilt Uk potentialle Energie verkörpert und treibt den Strom durch
die Gewichstkraft an.

Also kann die Ladung im Prinzip doch gar nicht bewegt werden
aber trotzdem fließt Maximalstrom?

Ja, aber der Kurzschlußwiderstand ist in Praxis nicht null
und die Kurzschlußspannung dann natürlich auch nicht.

Gruß Uwi

Hallo,
danke schonmal für die ausführlichen Antworten.
Ich studiere im ersten Semester Fernsehtechnik und da gehört die Elektrotechnik eben dazu!
Daher wäre ich über Antworten, die das Problem nicht nur an der Oberfläche beschreiben dankbar.

Man kann zwar eine ideale Stromquelle als
Spannungquelle mit
unendlichem Ri und unendliche hoher Spannung definieren,
aber in Praxis gibt’s das ja natürlich nicht.
Es gibt aber Stromquellen, die in einem begrenztem
Spannungsbereich
ein sehr großes Ri hat ( Ri >>> Rlast ).

ok, natürlich gibt es ideale Strom- und Spannungsquellen nicht, aber das ist eben die Theorie, die man gelehrt bekommt.
Wie ich es aber verstanden hab, kann man sagen, dass in der Praxis eine Stromquelle einen sehr großen Innenwiderstand hat, um eben einen möglichst konstanten Strom zu liefern. (I quell = I last)

Beispiel: Strom bei Kurzschluß = 1mA und über 10kOhm =
0,9999mA
-> Der Differenzstrom wäre also 0,1uA bei ca. 10V
Spannungänderung.
Das ist etwa das, was eine elektronische
0815-Konstantstromquelle
locker leisten kann.

Rechne mal aus, welchen Innenwiderstand die Quelle dann hat.
Wie hoch müßte die Spannung sein, wenn man das tatsächslich
mit einer Spannungquelle an dem gesuchten Innenwiderstand
nacbilden wollte.

Ich versteh die Aufgabe glaube nicht so ganz, beim Kurzschluss müsste der Widerstand doch 0 sein und ich muss doch die Leerlaufspannung kennen:
Ri berechnet sich jedenfalls aus Leerlaufspannung/Kurzschlussstrom
In dem Fall also: Ri = 10V / 1*10^-3A => 10.000 Ohm

Bei einer Umwandlung in die Spannungsquelle, müsste man die Werte des Innenwiderstandes und des Kurzschlussstromes beibehalten
-> Ul = Ri / Ik = 10 V

Irgendwie kommt mir das aber seltsam vor, hab wohl zu einfach gedacht.
Kannst du es bitte nochmal auflösen?:wink:

Allerdings hat eine
ideale Stromquelle einen Innenwiderstand Ri, der unendlich
groß ist. Die Ersatzspannungsquelle müsste dann ja den
gleichen, also auch einen unendlich großen Ri haben.
Dann wäre diese aber keine ideale Spannungsquelle mehr, denn
sie müsste normal einen Ri = 0 haben.
Wo liegt mein Denkfehler?

Stromquelle ist eben die Reihenschaltung von Spannungsquelle
und einem zusätzlichen Widerstand (beide theor.
unendlich).
Der zusätzliche Widerstand ist nicht das Ri der idealen
Spannungsquelle.

Ich habe nochmal mit meinem Prof geredet und auch einen Hinweis in entsprechender Literatur gefunden.
Man kann keine ideale Stromquelle in eine ideale Spannungsquelle umrechnen und umgekehrt, weil dabei unbrauchbare, unendlich große Werte auftreten.
Was meinst du mit dem zusätzlichen Widerstand?
In unseren bisherigen Schaltbildern ist immer nur die Quelle und ein Innenwiderstand aufgetaucht.

  1. Warum ist der Leerlauf einer Stromquelle kritisch?

In Praxis eher selten der Fall (siehe Beispiel oben).

ok das habe ich jetzt verstanden. aber trotzdem entstehen noch sehr hohe spannungen, die man nicht unterschätzen sollte.

  1. Warum fließt im Kurzschlussfall der gesamte Strom durch die
    Kurzschlussbrücke und nicht noch ein kleiner Teil durch den
    parallelen Innenwiderstand? Kann man das so sagen, weil der
    Strom immer den Weg des geringsten Widerstandes nimmt und beim
    Kurzschluss R=0 ist?

Konfus ?

Ja, wenn man den Idealfall betrachtet schon. In der Praxis, wie du bereits sagtest ist es wohl nicht der Fall weil Ri nie 0 wird.

  1. Wie groß ist dann die Spannung an Ri? Ist diese gleich dem
    WIderstand zwischen den Kurzschlussklemmen, also 0?
  1. Wie kann bei einer Spannung von 0V überhaupt ein Strom
    fließen?

In Praxis gibt es kein 0V, wenn Strom fließt.
Gut, bei Supraleitung erreicht man das annähernd.

Ich glaube ich habe da meine Frage etwas misverständlich gestellt,
was meine Nachforschungen ergeben:
Der Kurzschlussstrom berechnet sich eben aus dem Quotienten (Quellspannung/Innenwiderstand), weshalb die „nicht vorhande“ Spannungen zwischen den Kurzschlussklemmen für den Fall nicht wichtig ist.

Wir haben gelernt, dass Spannung die Energie/Arbeit ist, die
benötigt wird um eine Ladung zwischen 2 Punkten entlang eines
elektrischen Feldes zu bewegen.

Spannung ist keine Energie und keine Arbeit !

Nun ja, das steht leider in unserem Lehrbuch so drin. (Basiswissen Gleich- und Wechselstromtechnik von Marlene Marinescu und Jürgen Winter, S.7)

Wahrscheinlich ist dieses Misverständnis durch folgende Umformung entstanden:
U = E*l (Feldstärke * Länge des Leiters) [E = F/Q]
U = (F*l) / Q ( Kraft * Länge / Ladung) [F * l = W]
U = W / Q

Natürlich gibt es noch die Definition des Linienintegrals der Feldstärke zwischen zwei Punkten eines Stromkreises, aber dieses haben wir noch nicht behandelt und somit die Definition so stehen gelassen.
(Was ich auch immer nervend finde, mit dem Fortschreiten des Unterrichts in Schule oder Studium die Definitionen immer wieder geändert werden)

Soweit erstmal meine Erkenntnisse, die gerne wieder zur Diskussion gestellt werden können!

Grüße.

Hallo Fragewurm,

Beispiel: Strom bei Kurzschluß = 1mA und über 10kOhm =
0,9999mA
-> Der Differenzstrom wäre also 0,1uA bei ca. 10V
Spannungänderung.
Das ist etwa das, was eine elektronische
0815-Konstantstromquelle
locker leisten kann.

Rechne mal aus, welchen Innenwiderstand die Quelle dann hat.
Wie hoch müßte die Spannung sein, wenn man das tatsächslich
mit einer Spannungquelle an dem gesuchten Innenwiderstand
nacbilden wollte.

Ich versteh die Aufgabe glaube nicht so ganz, beim Kurzschluss
müsste der Widerstand doch 0 sein und ich muss doch die
Leerlaufspannung kennen:

Du verwechselst da ein paar Dinge:
Ri bleibt konstant, aber
Rlast wird bei einem Kurzschluss 0 !

Ein Widerstand ergibt eine Gerade mit einer bestimmten Steigung, wenn man das als U/I-Diagramm aufzeichnet.
Um die Steigung zu bestimmen reicht es DeltaU und DeltaI zu kennen.

:Ri berechnet sich jedenfalls aus

Leerlaufspannung/Kurzschlussstrom
In dem Fall also: Ri = 10V / 1*10^-3A => 10.000 Ohm

Ich komme auf 100MOhm.

MfG Peter(TOO)

Hallo,

Ich versteh die Aufgabe glaube nicht so ganz, beim Kurzschluss
müsste der Widerstand doch 0 sein und ich muss doch die
Leerlaufspannung kennen:

Du verwechselst da ein paar Dinge:
Ri bleibt konstant, aber
Rlast wird bei einem Kurzschluss 0 !

Ich meinte ja auch den Lastwiderstand, der 0 wird. Sry hätte ich vlt genauer definieren sollen.
Es geht also um eine Umrechnung einer Stromquelle in eine Spannungsquelle:
also ist Ri der Spannungsquelle auch unendlich?!

Ein Widerstand ergibt eine Gerade mit einer bestimmten
Steigung, wenn man das als U/I-Diagramm aufzeichnet.
Um die Steigung zu bestimmen reicht es DeltaU und DeltaI zu
kennen.

Die kenne ich aber nicht in dem Beispiel.

:Ri berechnet sich jedenfalls aus

Leerlaufspannung/Kurzschlussstrom
In dem Fall also: Ri = 10V / 1*10^-3A => 10.000 Ohm

Ich komme auf 100MOhm.

Und was hast du da gerechnet?

Grüße,
Wahrheitssuchender.

Ich muss mich grad mal selber korrigieren.
Natürlich kenne ich die Differenz, habs falsch gelesen.
ok dann komme ich auch auf 100 Mega Ohm.

und wie groß ist dann die Spannung?

Hallo Wahrheitssuchender,

Ein Widerstand ergibt eine Gerade mit einer bestimmten
Steigung, wenn man das als U/I-Diagramm aufzeichnet.
Um die Steigung zu bestimmen reicht es DeltaU und DeltaI zu
kennen.

Die kenne ich aber nicht in dem Beispiel.

:Ri berechnet sich jedenfalls aus

Leerlaufspannung/Kurzschlussstrom
In dem Fall also: Ri = 10V / 1*10^-3A => 10.000 Ohm

Ich komme auf 100MOhm.

Und was hast du da gerechnet?

Steht ja obendrüber.

Lernen bedeutet verstehen lernen und ist zudem noch mit etwas Mühe verbunden. Also mach mal.

Stumpfsinniges abschreiben und auswendiglernen hat nichts mit Wissen zu tun, das kann jeder Computer besser als wir beide.

MfG Peter(TOO)

Hallo Fragewurm,

und wie groß ist dann die Spannung?

Bin ich deine Gehirnprothese ??

Also selber nachdenken.

Tipp: >10V.

MfG Peter(TOO)

Entschuldigung dass ich gefragt habe.
Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht damit beschäftigt hätte, wollte lediglich wissen, ob meine Überlegungen richtig sind, die ich bereits erwähnt hatte.
Weil Lernen ist schön und gut, aber man muss auch bestätigt bekommen, ob man es verstanden hat, sonst bringts 0!

Einen schönen Abend noch!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Fragewurm,

Entschuldigung dass ich gefragt habe.
Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht damit beschäftigt
hätte, wollte lediglich wissen, ob meine Überlegungen richtig
sind, die ich bereits erwähnt hatte.

Die 100MOhm habe ich dir ja schon vorher angegeben.
Genügt es als Bestätigung nicht, wenn du auf das selbe Resultat kommst ?

Da stand nur eine Frage: und wie groß ist dann die Spannung?

Allerdings konnte ich keine Überlegungen in deinem Post erkennen, hilf mir mal.

MfG Peter(TOO)

darf ich heute wieder mitspielen ?
Hallo,

Entschuldigung dass ich gefragt habe.
Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht damit beschäftigt
hätte, wollte lediglich wissen, ob meine Überlegungen richtig
sind, die ich bereits erwähnt hatte.

Tja, so sin’se , die Schweizer :wink:

Die 100MOhm habe ich dir ja schon vorher angegeben.
Genügt es als Bestätigung nicht, wenn du auf das selbe
Resultat kommst ?
Da stand nur eine Frage: und wie groß ist dann die
Spannung?

Allerdings konnte ich keine Überlegungen in deinem Post
erkennen, hilf mir mal.

Der erste Teil war da wirklich noch schwieriger, weil man
da erstmal auf die Idee kommen muß, daß man einen Innenwiderstand
auch ausrechnen kann, indem man die Last variiiert und dann
mit den Differenzen rechnet.

Der 2. Teil ist nun eher sehr trivial, wenn man schon die
Reihenschaltung von Rlast=10kOhm und Ri= 100MOhm hat und
auch noch weiß, daß der Strom 0,9999mA beträgt.
Wo ist jetzt also das Problem ?
Gruß Uwi

DU schon, aber Hohecker ist raus! owT
Oh weh Tee

Hallo,

Ich studiere im ersten Semester Fernsehtechnik und da gehört
die Elektrotechnik eben dazu!

Schön, dann wissen wir jetzt wenigstens, auf welchem Niveau wir
uns etwa bewegen :smile:

Man kann zwar eine ideale Stromquelle als
Spannungquelle mit
unendlichem Ri und unendliche hoher Spannung definieren,
aber in Praxis gibt’s das ja natürlich nicht.
Es gibt aber Stromquellen, die in einem begrenztem
Spannungsbereich
ein sehr großes Ri hat ( Ri >>> Rlast ).

ok, natürlich gibt es ideale Strom- und Spannungsquellen
nicht, aber das ist eben die Theorie, die man gelehrt bekommt.

Und das ist auch gar nicht so schlimm, weil man durchaus mit
idealen Elementen rechnen kann, solange man die Randbedingungen
beachtet, die dann für praktische nichtideale Bedingungen gelten.

Wie ich es aber verstanden hab, kann man sagen, dass in der
Praxis eine Stromquelle einen sehr großen Innenwiderstand hat,
um eben einen möglichst konstanten Strom zu liefern.

Ja, das ist eine rein rechnerische Schlußfolgerung, die sich auch
aus meinem Beispiel ergibt.
Man kann den Lastwidestand (in einem bestimmten Bereich) verändern,
ohne daß sich der Strom merklich ändert -> eben I=Konstant.

Wenn man diese Quelle als Blackbox vor sich hätte, könnte man
das Innere der Blackbox im einfachsten fall als Reihenschaltung
einer sehr sehr hohen Spannungsquelle mit einem sehr sehr
hohem Vorwiderstand annehmen.

(I quell = I last)

Hä, das ist eine Bauernweisheit (gilt immer für Reihenschaltung !!!)

Wenn schon, dann sollte I_last = konst sein unabhängig von R-Last.
Das macht doch eine Stromquelle aus !

Um auf die Thoerie zurückzukommen:
Wenn man nur Rlast unendlich der Strom konstant bleibt.

Man kann das auch leicht aus den Berechnungsformeln für eine
Reihenschaltung von Widerständen ableiten.
Für den Fall R_last Der Differenzstrom wäre also 0,1uA bei ca. 10V

Spannungänderung.
Das ist etwa das, was eine elektronische
0815-Konstantstromquelle
locker leisten kann.
Rechne mal aus, welchen Innenwiderstand die Quelle dann hat.
Wie hoch müßte die Spannung sein, wenn man das tatsächslich
mit einer Spannungquelle an dem gesuchten Innenwiderstand
nacbilden wollte.

Ich versteh die Aufgabe glaube nicht so ganz, beim Kurzschluss
müsste der Widerstand doch 0 sein und ich muss doch die
Leerlaufspannung kennen:
Ri berechnet sich jedenfalls aus
Leerlaufspannung/Kurzschlussstrom
In dem Fall also: Ri = 10V / 1*10^-3A => 10.000 Ohm

Das wurde ja nun schon geklärt.

Bei einer Umwandlung in die Spannungsquelle, müsste man die
Werte des Innenwiderstandes und des Kurzschlussstromes
beibehalten
-> Ul = Ri / Ik = 10 V

Ich weiß nicht, was du immer mit umwandeln hast ?

Stromquelle ist eben die Reihenschaltung von Spannungsquelle
und einem zusätzlichen Widerstand (beide theor.
unendlich).
Der zusätzliche Widerstand ist nicht das Ri der idealen
Spannungsquelle.

Ich habe nochmal mit meinem Prof geredet und auch einen
Hinweis in entsprechender Literatur gefunden.
Man kann keine ideale Stromquelle in eine ideale
Spannungsquelle umrechnen und umgekehrt, weil dabei
unbrauchbare, unendlich große Werte auftreten.

Da ist nix umzurechnen. Eine Spannungsquelle ist definiert
als eine elektromotorische Kraft ohne Innenwiderstand Ri

Eine Stromquelle ist eine Spannungquelle mit unendlich hohem
Reihenwiderstand. Beides zusammen wird mit dem Schaltsymbol
der Stromquelle dargestellt.

Praktisch werden Stromquellen mittel spezieller Schaltungen
realisiert.
http://images.google.de/images?q=konstantstromquelle…
Da gibt es sehr einfache mit einem Transistor und paar BE drumherum
und weitaus aufwendigere mit OPV und Präsisionsreferenzen.

Was meinst du mit dem zusätzlichen Widerstand?
In unseren bisherigen Schaltbildern ist immer nur die Quelle
und ein Innenwiderstand aufgetaucht.

Siehe obige Definition.
Unterscheide bitte mal zwischen einen Ri , welches zu einer
Spannungsquelle gehört und dem zusätzlichen sehr großen
Reihenwiderstand , welcher typisch für die Stromquelle ist.
Ri ist also nicht immer das gleiche !

  1. Warum ist der Leerlauf einer Stromquelle kritisch?

In Praxis eher selten der Fall (siehe Beispiel oben).

ok das habe ich jetzt verstanden. aber trotzdem entstehen noch
sehr hohe spannungen, die man nicht unterschätzen sollte.

Ja, das kann in Praxis durchaus ein Problem werden.
Wenn man z.B. ein Labornetzteil als Stromquelle betreibt, um
eine LED mit einem def. Strom zu beaufschlagen, dann kann die
LED plötzlich kaputt sein, obwohl der Strom auf 10mA begrenzt
war.
Angenommen, das Netztteil hat eine Ua=30V, die an den Klemmen
solange anliegen, bis der Strom auch fließen kann, dann muß
das Netzteil beim Anklemmen der LED erstmal die Spannung
auf ca. 2V LED-Spannung herunterbringen und dann auf konst. 10mA
weiterregeln. Das dauert etwas Zeit und meist ist es auch noch
so, daß am Netzteilausgang ein Kondensator in der Schaltung ist,
der die Stabilität der Spannung garantiert.
Der Kondensator ist aber am Anfang auch 30V aufgeladen und muß
sich erstmal auf die LED-Flußspannung entladen. Dieser
Entladestrom kann ganz erheblich groß werden, weil die LED
einen sehr kleinen Innenwiderstand hat. Die LED wird also
kurz und sehr heftig aufblitzen und dann hoffentlich normal
weiterleuchten oder auch nicht, weil die die zig Ampere
Entladestrom auch nicht für einige us aushält.

  1. Warum fließt im Kurzschlussfall der gesamte Strom durch die
    Kurzschlussbrücke und nicht noch ein kleiner Teil durch den
    parallelen Innenwiderstand? Kann man das so sagen, weil der
    Strom immer den Weg des geringsten Widerstandes nimmt und beim
    Kurzschluss R=0 ist?

Konfus ?

Ja, wenn man den Idealfall betrachtet schon. In der Praxis,
wie du bereits sagtest ist es wohl nicht der Fall weil Ri nie
0 wird.

Nö, das oben steht was von Kurzschlußbrücke und einem parallelen
Innenwiderstand. Das ist Quatsch. Der Kurzschluß ist außen
und der Innenwiderstand innen, also in Reihe!

  1. Wie kann bei einer Spannung von 0V überhaupt ein Strom
    fließen?

In Praxis gibt es kein 0V, wenn Strom fließt.
Gut, bei Supraleitung erreicht man das annähernd.

Ich glaube ich habe da meine Frage etwas misverständlich
gestellt,
was meine Nachforschungen ergeben:
Der Kurzschlussstrom berechnet sich eben aus dem Quotienten
(Quellspannung/Innenwiderstand), weshalb die „nicht vorhande“
Spannungen zwischen den Kurzschlussklemmen für den Fall nicht
wichtig ist.

Das ist jetzt richtig.
Bei der Reihenschaltung Ri und R-Last wird der Strom
durch (Ri + R_Last) bestimmt. Wenn nun R-Last = 0 wird, ist klar
was de Strom dann noch bestimmt (Dabei soll die Spannungsquelle
U konstant sein.

Wir haben gelernt, dass Spannung die Energie/Arbeit ist, die
benötigt wird um eine Ladung zwischen 2 Punkten entlang eines
elektrischen Feldes zu bewegen.

Spannung ist keine Energie und keine Arbeit !

Missverständnis meinerseits! Ich habe Energie/Arbeit nicht
als Quotient gelesen-

Nun ja, das steht leider in unserem Lehrbuch so drin.
(Basiswissen Gleich- und Wechselstromtechnik von Marlene
Marinescu und Jürgen Winter, S.7)

Wahrscheinlich ist dieses Missverständnis durch folgende
Umformung entstanden:
U = E*l (Feldstärke * Länge des Leiters) [E = F/Q]
U = (F*l) / Q ( Kraft * Länge / Ladung) [F * l = W]
U = W / Q

Natürlich gibt es noch die Definition des Linienintegrals der
Feldstärke zwischen zwei Punkten eines Stromkreises, aber
dieses haben wir noch nicht behandelt und somit die Definition
so stehen gelassen.
(Was ich auch immer nervend finde, mit dem Fortschreiten des
Unterrichts in Schule oder Studium die Definitionen immer
wieder geändert werden)

Nein, die ändern sich nicht wirklich, aber die werden ständig
erweitert und aus anderen Blickwinkel beleuchtet.
So ist das nun mal in der Physik und Mathematik.

Man kann an das gleiche Problem oft sehr verschieben herangehen.
Mal auch Richtung der klassischen Physik, dann wieder aus
Richtung der klassischen E-Technik, dann auch Richtung der
Feldthoerie oder der Quantenphysik usw. Aber alles hängt
irgendwie zusammen und man kommt immer wieder auf’s gleiche raus.

Gruß Uwi