Verhalten von Hunden nach Kastration

Guten Tag,
ich bin am überlegen ob ich meinen Hund,3 Jahre, kastrieren lasse.
Er reagiert „Allergisch“ auf fremde Hunde, Radfahrer und Männer.
Ich weiß nun nicht mehr was ich noch alles machen soll,mit gut zureden und Leckerlie geben wenn er artig ist,hat es auch nicht gebracht.
Meine Frage nun: Wird mein Hund durch die Kastration ruhiger, oder bringt das auch nix??
Für Anregungen oder Tipp´s währe ich sehr Dankbar…
Schönen Gruß
Memphis11

Hallo,

Kastration kann übermäßige Agressivität mildern. Zum einen klappt das aber nicht immer, zum anderen sollte erst mal jemand mit Ahnung feststellen, warum Dein Hund dieses Verhalten zeigt. Wenn er nicht agressiv ist, sondern unterfordert, unsicher, wenig erzogen oder sonstwas, dann nützt auch keine Kastration. Deine Beschreibung Deiner Erziehungsversuche überzeugt auch nicht so wirklich, also suche Dir als ersten Schritt mal eine gute Hundeschule - die meisten Probleme sind am anderen Ende der Leine.

Gruß,

Myriam

Hi Memphis,

ich glaube es ist wichtig herauszufinden warum Dein Hund auf diese Situationen reagiert. Ist es Angst, oder Dominanz?
Bei Angst wird m. E. eine Kastration nicht viel bringen weil diese ja immer noch besteht. Da wäre es viel sinnvoller den Hund mit z. B. Radfahrern zu konfrontieren und ihm durch viel üben die Angst und damit die Aggression zu nehmen. Ich sehe es oft bei vielen Haltern daß sie Ihren Hund solchen Situationen durch zerren an der Leine oder hysterische Kommandos nur noch mehr anstacheln.
Ich habe es bei unserem Hund so gehandhabt, daß er von Anfang an zu jedem anderen Hund hindurfte (aber nur ohne Leine) und dadurch gab es bisher noch kein einziges Mal ein Problem.
Es kann natürlich immer mal vorkommen, daß es beim Aufeinandertreffen mit einem fremden Hund zu einer kurzen Auseinandersetzung kommt. Das klärt sich aber in der Regel ganz schnell. Vorausgesetzt beide Hund sind nicht an der Leine und keiner der Halter mischt sich ein.

Generell kann ich eine Kastration nur befürworten. Unser Hund wurde ca. 6 Monate danach ein wenig ruhiger und war mehr auf mich und meine Frau fixiert. Dadurch wurde auch der Gehorsam viel besser. Und das Problem mit läufigen Hündinnen hat sich auch erledigt.

Gruß

Joachim

Hallo,

falls du eine Kastration mal testen willst, mittlerweile gibt es eine Art „Chip“ der unter die Haut gesetzt wird und der für ca. 6 Monate wie eine Kastration wirkt (dem Körper des Hundes wird vorgaukelt genug Hormone verfügbar zu haben, daher wird nix mehr produziert).

Frag mal deinen Tierarzt.

cu
gk

Das Problem ist nur,bei uns gibt es keine Hundschule und die nächste ist gut 100 km weiter weg…Und ich hab kein Auto…
Trotzdem danke,ich werde das beste daraus machen…

Kastration ist kein Wundermittel :wink:
Hi Memphis11,

Er reagiert „Allergisch“ auf fremde Hunde …

Auf Hündinnen auch? Oder nur auf Rüden?

… Radfahrer …

Das ändert sich wohl durch eine Kastration auch nicht von allein.

… und Männer …

Auch da nützt eine Kastration nix.

Meine Frage nun: Wird mein Hund durch die Kastration ruhiger, oder bringt das auch nix??

Unser Rüde war schon im zarten Alter ein „potenter Obermacker“. Durch die Kastration sind ihm nun Rüden wie Hündinnen gleich lieb (oder auch nicht).
„Ruhig“ wäre wohl das falsche Wort, er ist nach wie vor ein Temperamentsbolzen. Nur die Sache mit den sexuellen Gelüsten/Kämpfen hat sich geändert.
:wink:

Mit Grüßen, S:smile:nja

Auf Hündinen reagiert er am Anfang aggressiv,aber dann beruhigt er sich auch wieder…
Naja,ich habe mir schon Bücher über Hundeerziehung gekauft, bringt aber auch nix…
Er ist eigendlich ein ganz Lieber,er hört auch,aber bei Rüden, Männern und Radfahrern eben nicht.
Ich persönlich will ihn gar nicht Kastrieren lassen.
Und was er auch nicht sein lässt, ist das trecken wenn er an der leine ist. Ich weiss auch nicht wie ich das rausbekomme bei ihm…
Lieben Gruß

Memphis11

Das Problem ist nur,bei uns gibt es keine Hundschule und die
nächste ist gut 100 km weiter weg…Und ich hab kein
Auto…

Wo wohnst Du denn? In Sibirien? Wenn Du nichtmal das Leineziehen in den Griff bekommst, dann brauchst Du wirklich professionelle Hilfe. Vielleicht gibt es ja in Deiner Gegend einen Hundetrainer, der Hausbesuche macht. Oder einen Tierschutzverein oder Tierarzt, der entsprechende Kontakte hat.

Gruß,

Myriam