Verhalten wie deuten?

Hai,

wie soll man das deuten, wenn Leute Fragen stellen und während der Antwort den Raum verlassen?

Mein Chef macht das ganz häufig…

Zweite Frage:

Wie soll man deuten, wenn man Wünsche / Bitten / Aufträge nur in der „man“-Form erhält (bsp.: „Man müßte mal wieder das und das erledigen…“

Danke und liebe Grüße,

Schnägge

`n Abend Schnägge,

wie soll man das deuten, wenn Leute Fragen stellen und während
der Antwort den Raum verlassen?

Wie soll man deuten, wenn man Wünsche / Bitten / Aufträge nur
in der „man“-Form erhält (bsp.: „Man müßte mal wieder das und
das erledigen…“

im ersten Fall, daß besagte Person eine Gesäßöffnung ist und im zweiten Fall, daß er Probleme mit seinem Selbstwertgefühl hat, er kann niemanden direkt/persönlich ansprechen und fleiht in die Man-Form.

Gandalf

Wie so oft in der Psychologie, kann beides eine Fülle von Gründen haben.

Vielleicht sind es auch nur rhetorische Fragen?

Oder, im zweiten Fall, sind es Dinge, die er zwar gern sähe, er sich aber auch gleichzeitig um die Undurchführbarkeit der Umsetzung im Klaren ist.

Alles nur Vermutungen, die wir hier anstellen können.

Hallo Schnägge

Ich denke dein Chef möchte deine Antwort nicht hören deswegen verlässt er denn Raum vorzeitig.

Vielleicht gefällt deinem Chef deine Antwort nicht und weicht deswegen aus.

Freundliche Grüsse vom Zitronenfalter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo

wie soll man das deuten, wenn Leute Fragen stellen und während
der Antwort den Raum verlassen?

Deine Antwort kommt „nicht in Betracht“.

Wie soll man deuten, wenn man Wünsche / Bitten / Aufträge nur
in der „man“-Form erhält (bsp.: „Man müßte mal wieder das und
das erledigen…“

Du kommst als Person „nicht in Betracht“.

Du sollst:

  • das machen, was angeordnet wird
  • keine Fagen stellen
  • selbst erraten, was als nächstes bearbeitet werden muss
  • nicht nerven

kurz gesagt, Du sollt eine konformierte
Anwatshilfe oder sowas werden.

Das wolltest Du doch? Oder nicht?

Grüße

CMБ

Hai,

na ja, dieses Verhalten legt er häufiger an den Tag, und auch nicht nur bei mir. Unsere Antworten müssen auch nicht tiefgründig sein - es kann sein, daß er fragt „Wie war Ihr Wochenende?“ und nach 1/2 Satz weitergeht in sein Büro.

Dazu kommt noch, daß er manchmal etwas fragt und einem während der Frage ins Wort fällt und lauter redet, ohne abzuwarten, ob sein Gegenüber ausgeredet hat oder nicht (auch bei Mandanten am Telefon, beobachtet man desöfteren).

Ich weiß nix damit anzufangen…:-/

LG

Schnägge

Hi,

Ich weiß nix damit anzufangen…:-/

Ist das wirklich so schwer?
Er weiß, dass man als sozialer Mensch was fragt,
aber die Antwort der anderen interessiert ihn
nicht. Wahrscheinlich weil er die anderen nicht
für wichtig und beachtenswert hält, weil er eh nichts
auf ihre Meinung gibt.

Gruß
Elke

Hai,

Wo? :smile: Hallo Schnägge,

na ja, dieses Verhalten legt er häufiger an den Tag, und auch
nicht nur bei mir. Unsere Antworten müssen auch nicht
tiefgründig sein - es kann sein, daß er fragt „Wie war Ihr
Wochenende?“ und nach 1/2 Satz weitergeht in sein Büro.

Das kenn ich aus meiner Lehrzeit. Der Chef fragte jeden: „Was gibt es Neues“. Ich - als Azubi - antwortete immer eifrig und irgendwie verhielt er sich zwar höflich, aber komisch abwesend. Meine Mitarbeiter berieten mich dann mal dahingehend, das er diese Frage als rein rethorisches Füllsel benutze und n i c h t über mein gesamtes Wo-E aufgeklärt werden wolle. Man antwortete einfach immer „Alles beim Alten“ und beide waren es zufrieden. Antworte also demnächst nur noch „Gut, danke Chef“ und er hat a) seiner Aufmerksamkeitspflicht genüge getan und du b) dich dafür bedankt.

Dazu kommt noch, daß er manchmal etwas fragt und einem während
der Frage ins Wort fällt und lauter redet, ohne abzuwarten, ob
sein Gegenüber ausgeredet hat oder nicht (auch bei Mandanten
am Telefon, beobachtet man desöfteren).

Ich weiß nix damit anzufangen…:-/

Ich auch nicht. Er fragt etwas und fällt sich selbst ins Wort dabei? Oder meinst du er redet den Gefragten in die Antwort rein? Wahrscheinlich. Gut, das ist unhöflich. Übrigens eine meiner Schwächen. :frowning: Mach ich auch, bemühe mich immer um Besserung. Es ist halt so, dass ich bei vielen nach einigen Worten schon weiss, wo der Satz hingehen soll und die Geduld nicht aufbringe, denjenigen ausreden zu lassen, insbesondere wenn ich anderer Meinung bin oder die Aussage für Schwachsinn halte. Könnte deinem Chef auch so gehen.

Ist trotzdem unhöflich. Wenn der Druck sehr groß ist, kann man den Chef bei einer anderen Gelegenheit einmal darauf ansprechen. Etwa so: Chef, ich bemerke, das sie mich häufig nicht aussprechen lassen. Sogar dann nicht, wenn ich eine Frage beantworte die Sie mir gestellt haben. Ich empfinde das mindestens als irritierend. Können Sie mir erklären, wieso das so ist?"

Wenn der Druck nicht so groß ist, dann einfach aufhören zu reden und ihn weiterlabern lassen. Sicher hört er sich selbst lieber reden, als alle anderen!

LG

Schnägge

Gruß
Nita

Hai,

na ja, dieses Verhalten legt er häufiger an den Tag, und auch
nicht nur bei mir. Unsere Antworten müssen auch nicht
tiefgründig sein - es kann sein, daß er fragt „Wie war Ihr
Wochenende?“ und nach 1/2 Satz weitergeht in sein Büro.

Dazu kommt noch, daß er manchmal etwas fragt und einem während
der Frage ins Wort fällt und lauter redet, ohne abzuwarten, ob
sein Gegenüber ausgeredet hat oder nicht (auch bei Mandanten
am Telefon, beobachtet man desöfteren).

Ich weiß nix damit anzufangen…:-/

ich finde, gandalf hat’s ganz gut getroffen.

also wenn ich jemanden begruesse und frage, wie sein irgendwas war, dann deshalb, weil ich bereit bin, mir diese unglaublichen erlebnisse meiner mitmenschen anzuhoeren, auch wenn sie noch so langweilig erzaehlt und noch so uninteressant sind.

wenn nicht, sag ich „moin“ und das war’s.

mfg:smile:
rene

Hi Schnägge,

wie soll man das deuten, wenn Leute Fragen stellen und während
der Antwort den Raum verlassen?
Mein Chef macht das ganz häufig…

Vielleicht liegt es an der Art, wie Du ihm antwortest… Wenn ich eine Frage, auf die man mit einem schlichten ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ antworten kann, stelle, erwarte ich eine mehr oder weniger einsilbige Antwort und keine, die bei Adam und Eva anfängt. Auf die Frage ‚Haben Sie XY erreicht?‘ gibt es nur die Antwortmöglichkeiten ‚Ja‘ und Nein’.

Sagst Du ‚Ja‘, gehe ich davon aus, daß Du mit XY das, worum ich Dich gebeten habe, geklärt/besprochen/erledigt hast. Basta.

Sagst Du ‚Nein‘, interessiert es mich nicht im geringsten, ob Du schlicht nicht bisher dazu gekommen bist oder es daran liegt, daß XY in einem Meeting hockt - am Status ‚Unerledigt‘ ändert es nichts. Wozu also ‚Nein, aaaaaaaaaber diesesjenessonstiges‘?

Wie soll man deuten, wenn man Wünsche / Bitten / Aufträge nur
in der „man“-Form erhält (bsp.: „Man müßte mal wieder das und
das erledigen…“

Kommt auf Wunsch/Bitte/Auftrag an - hier müßtest Du ein bißchen differenzieren und Cheffe - was explizit an Dich gerichtete Aufträge/Bitten/Wünsche angeht - ggf. einige Finessen der erfolgreichen Personalführung beibringen. :wink: ‚Man müßte mal wieder‘ kann schließlich im Klartext auch heißen ‚Himmeldonnerwetter, Frau Schnägge… Sie müssen sich hier nicht um jeden Furz höchstpersönlich und eigenhändig kümmern - lernen Sie endlich zu delegieren!‘

Grüße
Renee

Hi Schnaegge,

ich wuerde das so deuten:

  1. Chef ist nicht interessiert an der Antwort oder Chef ist mit den Gedanken schon woanders und wartet daher eine Antwort nicht ab. Oder einfach nur sehr ich-bezogen und an Mitmenschen im Allgemeinen nicht interessiert.

  2. Der Chef hat keine Ahnung von Mitarbeiterfuehrung und um nicht direkt eine Bitte an jemanden stellen zu muessen, waehlt er die bequeme, nicht konfrontierende Form des „man“. „Man“ ist allgemein und wird in der Person, an die die „Bitte“ gerichtet ist, eher keinen Widerstand wecken, weil es kein direkter Befehl ist.

Um deinen Chef beneide ich dich nicht, hoert sich nicht sehr kompetent an.

Gruesse,

Kris