Ich habe einen 9 Jahre alten Schäferhund-Husky-Mischling. Im letzten Jahr kam es etwa einmal monatlich vor, dass „Ellex“ sich seltsam verhalten hat. Vor Allem nachts zog er rastlos durchs Haus, winselte leise und hechelte durchweg. Meist hielt dieser Zustand aber nur 1-2 Nächte an. Tagsüber war er weitgehend normal und auch draußen gab es keine Auffälligkeiten. Er hatte tags- und nachtsüber stets Zugang zu Futter und Wasser. Ich bin auch des Öfteren nachts mit ihm rausgegangen, aber er musste nicht.
Seit Silvester ging es eine Woche ununterbrochen jede Nacht so. Tagsüber war Ellex natürlich entsprechend müde, fand aber trotzdem keine Ruhe. Zeitweise schlief er fast im Sitzen ein, wollte sich aber partout nicht hinlegen. Manchmal stand er mitten im Zimmer, seine Rute hängend bzw. zwischen die Hinterbeine geklemmt. Gelegentlich starrte Ellex auf den Boden, als verfolge er etwas, dass dort krabbelt.
In unserer Umgebung hat es keine Veränderungen gegeben. Wir leben seit 4 Jahren in dem Haus, er hat seinen Platz von Beginn an an derselben Stelle.
Nun war ich vor 2 Wochen mit Ellex beim Tierarzt, der ihn abhörte, Fieber maß und ihn wog. Abgesehen davon, dass er augenscheinlich 5 kg abgenommen hatte, stellte er aber nichts Auffälliges fest. Nach meinen Schilderungen nuschelte er was von „Eleptoid“ oder „Epileptoid“. Er hat ihm 2ml eines Medikaments, dessen Namen er mir nicht genannt hat, gespritzt, mit dem Hinweis dass man es noch höher dosieren könnte, falls es nicht anschlägt. Leider war der Arzt sehr beschäftigt und hat mir keine weiteren Informationen dazu gegeben.
Tatsächlich hörte die Rastlosigkeit und das auffällige Verhalten erstmal auf und er verhielt sich tags- und nachtsüber wieder ganz normal. Nach 12 Tagen ließ die Wirkung aber nach und in den letzten beiden Nächten war Ellex wieder sehr unruhig.
Hat irgendjemand ähnliche Erfahrungen gemacht und/oder eine Idee was zu dieser Verhaltensänderung führen könnte? Abgesehen davon, dass Ellex’ Organismus unter dem fehlenden Schlaf leiden dürfte, findet auch meine Familie keinen Schlaf, wenn er die ganze Nacht rumtapert.
Hallo!
http://www.textlog.de/13619.html
Ich weiß nicht, was Deinem Hund genau fehlt, aber die Symptome finde ich sehr besorgniserregend, und ich würde schnellstens zu einem TA gehen, der sich für seine Patienten Zeit nimmt und nicht irgendwas in den Bart murmelt. Bei solchem TA-Verhalten kann man übrigens als zahlender Kunde ruhig auch mal energisch werden!
Alles Gute für Deinen Hund und Dich!
Gruß,
Eva
Hallo,
es scheint, der TA vermutet epileptoide Anfälle oder vielleicht Canine Epileptoid Cramping Syndrome (passt aber von der Beschreibung her nicht). Ich würde aber zuallererst mal zu einem TA gehen, der sich ausreichend Zeit für Dich nimmt und Dir alles erklärt.
Als andere Ursachen könnte ich mir noch Probleme mit dem Herzen oder mit dem Vagusnerv vorstellen. Dabei kommt es zu Unruhe und Hecheln, weil der Herzschlag gelegentlich aussetzt oder langsam wird und so die Sauerstoffversorgung nicht stimmt.
Gruß,
Myriam
Hallo,
ich kenne das Mittel nicht.
Von der Beschreibung könnten es auch Herzprobleme sein oder auch, find ich aber fast noch zu früh, dass der Hund wegen Alter abbaut. Dann würde Karsivan sehr gut helfen, hat bei meinem Hund sehr gut gewirkt.
Ich würde nochmals zum Tierarzt gehen und dazu sagen, dass man mehr Zeit wünscht. Er soll seinen Verdacht ausführlich erklären und sagen, was man machen kann. Oder zu einem anderen Tierarzt, vielleicht mal rumfragen, welcher gut ist. Und es sollte eine anständige Diagnose gemacht werden, vielleicht auch mal die Blutwerte überprüfen und nicht nur auf Verdacht auf Dauer etwas spritzen.
Ich wünsche Eurem Hund alles Gute.
Petra
Ellex ist schon lange kastriert. Ich habe gerade kurz bei meinem TA angerufen und gefragt, was er gespritzt bekommen hat. Die Sprechstundenhilfe teilte mir mit, dass es 2ml „Tardastrex“ waren. Weiß jemand, wofür das Zeug eigentlich ist?
Die Sprechstundenhilfe teilte mir mit, dass es 2ml
„Tardastrex“ waren. Weiß jemand, wofür das Zeug eigentlich
ist?
Das ist ein Antiandrogen. Es wird wohl zusätzlich zu seiner eigentlichen Zweck (so eine Art chemische Kastration) auch bei epileptiformen Anfällen verwendet. Hier hat jemand seine Doktorarbeit zum Thema geschrieben:
http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/derksk_ws…
Gruß,
Myriam