Ich schreibe gerade in einer Firma meine Diplomarbeit. Vor ca. 5 Wochen habe ich meine Bewerbung abgegeben. Der Gruppenleiter vertröstet mich immer. Er führt aber sehr viele Bewerbungsgespräche. Den letzten, den er eingestellt hat, kann mir nicht das Wasser reichen ( er kann in einem internationalen Konzern weder Englisch, noch kann er irgendwas ).
Wie soll ich mich verhalten ? Öfter fragen, was nun los ist? Mein Können immer wieder präsentieren ? Mich in anderen Abteilungen bewerben ( würde er sofort mitbekommen)?
Wer kennt diese Situation?
Hi
hmm, schwer zu sagen. Erst mal das ganze von der anderen seite:
Als GL würde ich erst abwarten, bis die diplomarbeit fertig ist, um danach mit diplomanden eine definitive abmachung treffen.
Den fehler, einem diplomanden auch nur vage zusagen vor der vollendung der d.a. zu machen, werde ich nie wiederholen. Damals stellte sich in der zusammenschreib-phase (in den letzten 2 Monaten von 12) leider heraus, dass der diplomand doch nicht so gut in die abteilung passte (genaugesagt überhaupt nicht), wie man vom praktischen teil der arbeit her hätte erwarten können. Vermutlich lag das daran, dass die arbeit an einem text am schreibtisch unter zeitdruck ganz andere anforderungen stellt, als der praktische teil der arbeit. Die schriftliche präsentation der eigenen arbeiten ist aber in fast allen akademischen berufen unumgänglich.
Deshalb gibt es bei mir nur noch die definitive auskunft: Wenn du eine gute arbeit fertig (also nicht „so gut wie“) abgegeben hast, können wir über eine anstellung reden.
Vermutlich denkt dein GL genauso. Das solltest du durch eine einigermaßen harmlose frage abchecken können. Und außerdem: Niemand verbietet dir, dich außerhalb der firma zu bewerben. Vielleicht willst du dann ja gar nicht mehr bleiben?
Viel glück Rossi
Dazu folgendes:
Ich arbeite nun schon über ein Jahr in der Abteilung ( Praktikant / mehrmalig Werkstudent). Meine Diplomarbeit ist von der Ausarbeitung her schon fast fertig. Der GL hat sie schon gesehen und begutachtet. Es fehlt nur noch die konstruktive Ausarbeitung.
Es gibt langjährige Mitarbeiter, die zu mir kommen, um etwas zu erfragen. Dann stellen die sojemanden ( siehe erste Mail ) ein ?!?!
An der Hochschule war ich für Professoren Ansprechpartner auf meinem Fachgebiet ( Belege vorhanden). Was wollen sie mehr ?
O.k Beziehungen hab ich überhaupt keine, die Sekretärin hab ich auch nicht angefasst und ich bin eben keine Frau ( Werkstudenten und Praktikanten sind nur noch weiblich ).Die Noten sind überdurchschnittlich, Auslandserfahrung vorhanden, Weiterbildung auf allen Gebieten, Erfahrung in mehreren Firmen, tadellose Arbeitszeugnisse, Empfehlungsschreiben von mehreren Firmen…
Zusagen von anderen Firmen hab ich auch schon, nur eben nicht von meinem " Traumjob"
Ihrer Mail entnehme ich, dass Sie ebenfalls Gruppen- oder Abteilungsleiter sind. Was soll ein Bewerber denn noch alles erfüllen ?
Man kann nicht 26 Jahre alt sein und 20 Jahre Berufserfahrung haben.
Hallo!
Könnte es sein, daß der Typ dich für unterfordert hält?
Eine andere, pessimistischere Sichtweise könnte auch sein, daß die Firma dich so lange wie möglich ausbeuten möchte und dann abschieben (weil so hoch qualifizierte Leute vielleicht nicht unbedingt nötig sind).
Ich denke, ich würde durchaus noch mal ein direktes Gespräch suchen und das abklären.
Benjamin
Hat sich erledigt: Habe Absage erhalten.
Sie stellen tatsächlich wieder so einen „Unwissenden“ ein.
Einen Schulabgänger, der nichts kann. Ich weiss jetzt auch warum:
Der GL ist Dr. Er stellt jetzt nur noch theoretiker ein. Nur wer macht die Arbeit? Die Schwierigkeiten, die er deswegen hat sind offenbar noch nicht genug.
Hi.
schade für dich.
Vielleicht bist du auch nur zu teuer? Sieh’s positiv, vermutlich bist du überqualifiziert.
Alles Gute, Rossi
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Hallo,
Sie stellen tatsächlich wieder so einen „Unwissenden“ ein.
Einen Schulabgänger, der nichts kann. Ich weiss jetzt auch
warum:
sorry, ich will Dir nicht zu nahetreten, aber könnte es sein, dass Du zwar fachlich absolut topp bist, aber auf Deine Kollegen einen eher arroganten Eindruck hinterläßt ???
Früher war es mal so, dass hauptsächlich die fachliche Qualifikation wichtig war, heute muß man halt vor allem Teamplayer sein, auch wenn auf den ersten Blick das Professionelle etwas darunter leidet. Ich habe aber auch schon viele eigentlich nur mittelmäßige Teams erlebt, die aufgrund der guten Zusammenarbeit (alle ziehen an einem Strang) mehr geleistet haben, als Teams mit sehr gut qualifizierten Einzelkämpfern, die nicht miteinander sondern gegeneinander gearbeitet haben.
Evtl. ist Dein GL der Ansicht, dass Du nicht ins Team passen würdest (siehe Deine Bemerkung: "wieder so einen „Unwissenden“, das klingt so, wie wenn Du alle anderen Kollegen in einen Topf wirfst).
Grüsse
Sven
sorry, ich will Dir nicht zu nahetreten, aber könnte es sein,
dass Du zwar fachlich absolut topp bist, aber auf Deine
Kollegen einen eher arroganten Eindruck hinterläßt ???
Ok, kann sein, aber wäre ich dann mit allen per du ?
Würden sie sich dann mit mir an einem Tisch setzen ? oder fragen, ob ich mit zum Mittagessen gehe ? oder fragen wie das Wochenende war ?
Du hast eine Absage erhalten. Sprich mit Deinem Chef und lass Dir erklären, warum die Entscheidung gegen Dich getroffen wurde.
Das ist immer noch der beste Weg. Damit bist Du auch sicher, dass Du selbst keine Fehleinschätzung vorgenommen hast. Das kann einem nämlich eine ganze Weile „nachlaufen“.
Gruß
Horst
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