ich plane eine Immobilienfinanzierung und habe mich bisher sehr gut bei meiner Hausbank beraten gefühlt.
Das ‚Aber‘ sind die Konditionen… die sind mind. 0.5% über denen der Ratings aus dem Netz (Verbraucherzentrale NRW z.B.)
(In Zahlen: 10J. fest, 15% EK: 6,10% nom. // z.B. patagon/Santander: 5,70 eff.)
Ein Split ist ja sicher quatsch oder? Aus Kosten-gründen (Grundbuch) und die Konditionen gelten ja für eine 1. Hyothek, oder?
Das halbe Prozent ist sehr viel. Ich habe nichts dagegen, bei einer Nicht-Vorort-Bank zu finanzieren; würde aber gerne den guten Eindruck den meine Bank vermittelt hat unterstützen.
Was meint ihr, was da „drin“ ist?
Merci!
O
P.S. unten war was zu freien Vermittlern - ich finde im Archiv nicht so recht was - was ist denn dazu zu sagen?
zur Vergleichbarkeit gehört aber zusätzlich immer auch noch die Beleihungshöhe in Prozent. Und da dies gerne übersehen wird, erscheinen dann die Online-Angebote oft günstiger als sie tatsächlich sind. Gerade bei hohen Beleihungsraten ziehen sich viele Online-Anbieter gerne ganz vornehm zurück von ihren günstigen Konditionen und bieten diese entweder gar nicht oder eben nur zu deutlich anderen Konditionen an.
Eine andere Sache ist, dass viele Online-Anbieter nur Standardfälle abwickeln. Also nur komplette Finanzierung von Kauf oder Neubau ohne Nebenvereinbarungen. Wenn man da Sondertilgungsmöglichkeiten haben möchte, oder der Fall etwas komplizierter ist, ist man dort nicht unbedingt willkommen.
Stehe selbst momentan in der gleichen Situation und werde in den nächsten Tagen mit der gezielten Recherche beginnen. Klar ist nur eins, wenn es um Konditionen für eine Baufinanzierung geht, kenne ich keine Freunde. Da kann ich mit meiner Hausbank noch so ein gutes Verhältnis haben. 0,1% sind schnell mal € 5000,-- über die Gesamtlaufzeit. Da heißt es dann wirklich verhandeln um jede Nachkommastelle. Ob es mit einem Online-Anbieter etwas wird, bin ich skeptisch, da wir genau in die Gruppe der komplizierten Fälle (Haus wird geteilt, wir erwerben Teil, bauen um und an, …) gehören.
Gruß vom Wiz
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6,1% sind für eine 85%-Finanzierung schon recht hoch, auch wenn die weiteren Rahmenbedingungen nicht bekannt sind. Allerdings kannst Du das nicht unmittelbar mit den Internet-Konditionen vergleichen, da natürlich auch der Berater vor Ort bezahlt werden muss. Und an Beratung hapert es allzu oft bei diesen Anbietern. Aber auch mit Beratung gibt es Konditionen, die sicher um ca. 0,3% darunter liegen.
Wenn Du im Großraum Köln/Düsseldorf wohnst, kann ich Dir gern ein Angbeot zukommen lassen.
als ich damals Kreditangebote für unser Haus eingeholt habe (Vorinternetzeiten!) hab ich mir zwei Tage Urlaub genommen, mit ca. 10 Banken Termine Abgemacht und die dann mit einer identischen(!) Anfrage gelöchert. Dabei ist auch stets darauf zu achten, daß die Sachlage vergleichbar bleibt, sonst sind die Angebote auch nicht vergleichbar (also Beleihungsgrenze etc.) Immer daruaf achten ob nominalzins oder Effektivzins genannt wird. Welche Nebenkosten gibt es noch, die nicht im Effektivzins erscheinen (Schätzkosten etc.)
Dann zwei Abende die Angebote durchgerechnet und mit den besten drei Banken noch mal gesprochen. Und siehe da, meine Hausbank konnte mir (ausnahmsweise, weil ich ja ein sooooo guter Kunde bin) plötzlich ein Angebot machen, daß deutlich (fast 0,4 %) besser war als das ursprüngliche. Trotzdem war es nicht das beste, aber die Bank, bei der ich abgeschloßen habe ist auch noch mal fast 0,3 % runtergegangen. Du must feilschen wie ein Basarhändler!!! nur so kriegst Du ein einigermaßen ordentliches Angebot.
Grundsätzlich muß man sagen, daß die Internetkonditionen fast nicht zu schlagen sind. Der Beratungsaufwand, den Deine Hausbank hat, der muß auch bezahlt werden. Mein Tip, gib Deiner Hausbank eine Chance. Nimm das Netzangebot mit und frag, was die noch an ihrem Angebot tun können. Ein bißchen was ist bei guten Kunden immer drin. Selbst wenn Sie die nur 0,25 % entgegen kommen, würd ich über die Hausbank abschließen. So hast Du nicht nur die gute Beratung honoriert, sondern auch immer einen Ansprechpartner vor Ort (wichtig, wenn es mal ein Problem gibt).