Habe eine Frage in Sachen Versicherung während des Zivildienstes
Ich mache zur Zeit Zivildienst bei einem dieser großen Verbände als Fahrer. Meine Aufgabe besteht darin, Menschen mit einer Behinderung von A nach B zu fahren und dies praktisch den ganzen Tag. Vor einer Woche ist mir jedoch ein Unfall passiert. Mitten auf einer stark befahrener Strasse war auf der linken Straßenseite eine Baustelle, so dass die Gegenspur blockiert war. Hinter der Baustelle befand sich zudem eine Ampel, die rot war. Also staute es sich auf meiner Straßenseite. Da ich die Situation nicht sofort erkannt habe, bin ich mit meinem Zivibus direkt neben die Baustelle gefahren und ab da hat es sich gestaut auf meiner Seite. Nun konnte der Gegenverkehr logischer weise nicht mehr vorbei. Deshalb fuhr ich wieder ein kleines Stück zurück, so dass die Autos der Gegenspur an der Baustelle vorbeifahren konnten. Dummerweise stand jedoch ein kleines Auto direkt hinter meinem Zivibus und es krachte. Man muss noch dazu sagen, dass der Bus hinten eine Hebebühne hat und man somit nicht nach hinten schauen kann. In den beiden Spiegeln war das kleine Auto auch nicht zuerkennen. Die Polizei die den Unfall aufnahm sah dies auch ein und es gab auch keine Geldbusse oder sonstiges, da sie keine Ordnungswidrigkeit feststellen konnte.
1 Woche nach dem Unfall meldete sich meine Zivistelle bei mir, und meinte dass ich in diesem Fall die Selbstbeteiligungsgebühr ihrer Versicherung übernehmen muss. Dies sind 650 DM die meine Zivistelle nun von mir will. Meine Frage ist nun ob dies sein kann ? Wenn man bedenkt, dass man als Zivi gerade mal 750 DM im Monat verdient sind 650 DM schon ganz schön viel. Meine Zivistelle beruht sich darauf, dass im Vertrag festgehalten ist:
5.3 Die Fahrzeuge sind regelmäßig mit 2 Personen besetzt. Ist dies der Fall, wird dienstlich angeordnet, dass bei Rangier-, Ausfuhr- und Einfahrvorgängen sowie in vergleichbaren Situationen der Beifahrer den Fahrer einweist, auch wenn er hierzu das Fahrzeug selbst verlassen muss, um sich zunächst hinsichtlich der örtlichen Gegebenheiten zu orientieren.
5.4 Ist das Fahrzeug nur mit einem ZDL besetzt, wird dienstlich angeordnet, dass dieser in unübersichtlichen Situationen entsprechend 5.3 vorgeht, auch wenn er hierzu das Fahrzeug selbst verlassen muss, um ich zunächst hinsichtlich der örtlichen Gegebenheiten zu orientieren.
Und somit hätte ich aussteigen müssen. Da ich dies jedoch nicht getan habe, muss ich mit meinem eigenen Geld zahlen. Im Bus war ich übrigens alleine, Falls dies überhaupt eine Rolle spielt. Gestern hat meine Mutter unsere Familienhaftpflichtversicherung angerufen, aber auch die will die 650 DM nicht übernehmen. Da sie für Autounfälle jeglicher Art nicht aufkommt. Die Frage ist nun, über wen bin ich in diesem Fall versichert , es kann doch nicht sein, dass man nach einem Jahr Sozialleistung unterm Strich auch noch ins Minus kommen kann, oder ?. Zum Rückwärtsfahren will ich noch sagen, dass man dies ständig tun muss. Jeden Tag muss ich in irgendwelche Höfe, Parkhäuser usw. und da muss man ständig Rückwärtsfahren. Anders kommt man eben nicht raus. Da ist die Wahrscheinlichkeit, dass es unter Umständen noch einmal Kracht sehr hoch. Und ich habe keine Lust jedes Mal mit meinem eigenem Geld dafür aufzukommen. Zumal ich den Job ja eh nur mach, da man vom Staat ja zum Bund bzw. Zivildienst verpflichtet ist.
Ist man vielleicht über die Bundeszivildienststelle in Köln irgendwie versichert ? Es kann doch nicht sein, dass man gar nicht versichert ist. Bei jedem sonstigem Arbeitgeber ist man doch auch versichert und muss im Falle eines Schadens nicht mit seinem eigenem Geld bezahlen.
Ich gebe ja zu, dass es ein mein Fehler war. Aber Fehler machen ist nun mal Menschlich. Und bei 12 Monaten Busfahren, kann dies nun mal passieren. Es war ja keine Absicht.