Verjährung: Betrügen und dann ab in die Sonne?

Hallo,

eine Frage eines Laien, lernt man bestimmt im ersten Semester:

Was hält jemand davon ab, ordentlich Leute zu betrügen und sich dann ein paar Jahre in ein Land ohne Rechtshilfeabkommen abzusetzen, sich dort die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen und dann wiederzukommen? Die zivilrechtlichen Ansprüche? Unterbrechung der Verjährung?

Gruß
Mike

Hallo,

also meistens der gesunde Menschenverstand :smile:

Um sich im Ausland bis zur Verjährung „die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen“ muß man schon reichlich „Kohle“ einsacken. Damit tritt man aber in der Regel Leuten auf die Füße, die sowas überhaupt nicht mögen.

Wie war das damals noch mit dem, der die Metro-Gruppe abgezockt hatte ??

Ja richtig, der wurde von beauftragten Privatdetektiven dazu überredet, brav nach Deutschland zurück zukommen.

Ich bin in meinem Beispiel vom homo oeconomicus ausgegangen…

Moral lässt sich auch in einem System rationaler Nutzenoptimierung modelltheoretisch berücksichtigen, ganz abgesehen davon, dass die homo oeconomicus-Modelle weit davon entfernt sind, das Verhalten des Indiduums auch nur ansatzweise realistisch abzubilden.

Aber ist es schon nicht die Moral, fehlt möglicherweise das notwendige Betrugs-Know How .. ^^

Na ja, heute passiert ja viel Betrug im Internet. Wenn du tausend Leuten ein Handy für 300 Euro verkaufst und nicht lieferst, schickt dir davon keiner einen Killer hinterher. Meine Frage war aber eigentlich ja eine rechtliche, also wie der Staat mit solchen Fällen umgeht.

Äh, meinst du, überredet mit „handfesten“ Argumenten?

Nach was muss ich googeln, um den zu finden?

Hallo,

Na ja, heute passiert ja viel Betrug im Internet. Wenn du tausend Leuten ein Handy für 300 Euro verkaufst und >nicht lieferst, schickt dir davon keiner einen Killer hinterher.

Nein, man hat ja deinen richtigen Namen :smile:

Du vergißt wohl, das alles was über ein Bankkonto läuft auch nachvollziehbar ist.

In einem solchen Land brauchst Du eine ‚Aufenthaltsgenehmigung‘, sprich ein Visum. Dazu brauchts nen Pass. Und Vitamin-B. Und eben jenes Geld.

Du hast aber nie genug Geld, um das alles bezahlen zu können. Denn man kam schnell dahinter, oder ‚man wurde dahinter gekommen‘, dass Du erpressbar bist. Ab da spielst Du Weihnachtsgans.

Der Rest ist Routine: Abschiebung, Empfang, Verhandlung, Sitzen. Und sowie Du wieder zu irgend welcher Kohle kommen solltest, dann ist die weg.
Siehe Baulöwe Schneider: FR.de | News aus Politik, Wirtschaft, Sport, Frankfurt, Hessen und der Welt

Davon bin ich in meiner Frage ja ausgegangen. Nur was nutzt den Betrogenen oder dem Staatsanwalt der Name des Betrügers, wenn der schon längst irgendwo in Asien, Afrika oder Südamerika ist?

Okay, das beantwortet meine Frage, danke.
Das heisst, man müsste schon so untertauchen, dass keiner weiss, wo man ist. In irgendein Gebiet, wo es keine richtige staatliche Kontrolle gibt, aber in solchen Gebieten kann man in der Regel nicht angenehm am Strand liegen. Oder mit gefälschtem Pass. Aber dann lebt man mit der ständigen Angst aufzufliegen, auch kein Spaß. Scheint also wirklich schwierig zu sein. Mist, muss ich mir doch einen anderen Broterwerb suchen. :slight_smile:

Vielleicht ginge es für einen Russen, der in Deutschland lebt, hier betrügt und sich nach Russland absetzt. Russland liefert generell nicht aus, hab ich mal irgendwo gehört. Wenn das dort die politische Linie ist, dann kann man auch so einen kleinen Fisch nicht damit erpressen. (Wobei, wenn die wissen, dass der Geld hat, dann finden die bestimmt auch andere Wege, ihm das abzupressen.) Also generell einen Staat finden, der nicht ausliefert wegen politischem Streit mit Deutschland/EU, der einen aber in Ruhe lässt bzw. wo man vor Willkür geschützt ist. Ich sehe die Parallelen zum Fall Snowden. Da ist auch die Frage, ob man Informationen aus ihm rausgepresst hat oder das noch vorhat oder ob es Putin schon reichte, den USA eins auszuwischen mit der Aufnahme Snowdens. Ähnlich Ecuador und Assange.

Hallo,

du vergisst wohl ,das die Welt heutzutage „Klein“ geworden ist. Das Gesichtsbuch erreicht den Himalaya genau so wie die kleine Südseeinsel.

200 € Belohnung sind in so manchem Dritte Welt Land ein Vermögen.:slight_smile:

Moral

Schau Dir mal McAffee an, köstlich