Das ewige Gejammer und Gemecker
Hallo,
wenn du in der Kneipe ein Bier bestellst und dafür 3,- Euro zahlen sollst, fängst du dann auch das Handeln an weil das Bier im Supermarkt nur 1,- Euro kostet? Den Friseur müsste man dann ja gar nicht bezahlen, denn Dienstleistung kostet ja „nichts“.
Also wenn jemand 10 Euro verlangt und der Käufer das akzeptiert, gilt das als vereinbart. Wir haben in Deutschland Vetragsautonomie, dass heißt Käufer und Verkäufer können im Rahmen der Gesetze die Vertragskonditionen frei aushandeln.
Darüber hinaus ist die Geschichte mit der „Versandkostenabzocke“ so alt wie Onlineauktionen im allgemeinen. Da wird gejammert und gemeckert was das Zeug hält. Aber wenn Versandhäuser wie Otto, Conrad, Neckermann und wie sie alle heißen, statt der 3,XX Euro Porto, die sie tatsächlich zahlen, 6,95 Euro Versandkosten berechnen, kratzt das offensichtlich keinen. Versandkosten berechnen sich eben nicht nach dem reinen Porto.
Zudem setzt der Gesetzgeber voraus, dass jeder, der das 18te Lebensjahr vollendet hat, Lesen und Verstehen kann und somit geschäftsfähig ist, also weiß was er tut. Und wenn 6 Euro vereinbart werden, sind diese auch zu zahlen. Wem es nicht passt, kann ja woanders kaufen. Es zwingt dich doch keiner zu den Konditionen zu kaufen.
Was Betrug ist, kannst Du im übrigen hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Betrug
Ein solcher liegt hier ganz sicher nicht vor. Beschuldigt man jedoch jemanden vorsätzlich oder wieder besseren wissens unberechtigt als Betrüger, würde dies den Tatbestand der üblen Nachrede oder der Verleumdung erfüllen. Also immer schön vorsichtig mit solchen Beschuldigungen.
Gruß
S.J.
bei Kijiji habe ich von Privat bestellt, der Verkäufer
verlangte für den Versand mit DHL 6€. Angekommen ist nun ein
Paket, dass mit Hermes für 4€ versendet wurde. = Betrug?
Eigentlich sind mir die 2€ egal, aber da der bestellte Artikel
zudem nicht wie angegeben „einwandfrei“ ist, komme ich mir ein
wenig betrogen vor… kann man da nachträglich einen
Preisnachlass verlangen?
Grüße
Daniel