Verkehrskasper, mayday, mayday!

Hallo,

heute passierte mir in unserer „Fahrradfreundlichen Stadt“ folgendes:
Ich stand mit dem Auto an einer mittelgroßen Kreuzung in der Innenstadt und fuhr bei grün ganz normal geradeaus los.
Ein Pulk junger Muttis mit zahlreichen Kleinkindern in Fahrradanhängern, Tragetüchern und Kindersitzen kam mir auf der Fahrbahn mit ihren Fahrrädern entgegen und bog vor meinem Auto nach links ab. Sie gaben keinerlei Handzeichen und schienen es für selbstverständlich zu halten, mir die Vorfahrt zu nehmen.
Als mir ca. die fünfte Radfahrerin, beladen mit insgesamt drei Kindern, die Vorfahrt nahm, schüttelte ich nur fassungslos den Kopf.
Dies nahm eine andere junge Mutti zum Anlass, mit sich überschlagender Stimme in mein offenes Fenster zu schreien: „Wir haben doch auch Grün!!!“
Bitte, bitte, lieber Verkehrskasper, falls es dich in Münster noch gibt (Vielleicht hat dich ja schon ein Radfahrer auf dem Gewissen, was ich nicht hoffen will!), nimm dir bei deinem nächsten Besuch im Kindergarten auch die Mütter vor, oder sogar in erster Linie!

Ich bin wirlich erschrocken über die Tatsache, wie wenig Verantwortungsgefühl diese Mütter gegenüber ihren Kindern haben. Oder kennen sie die Verkehrsregeln wirklich nicht?

Bin mal gespannt, was Ihr dazu meint!

Gruß,

Annette.

Hallo Annette!

Obwohl ich auch sehr häufig als Rad- oder Motorradfahrer und natürlich Autofahrer unterwegs war und bin, macht mich manchmal das Verhalten von unsensiblen Radfahrern ärgerlich.

Natürlich ist mir klar, dass Radfahrer keine Knautschzone haben, dass sie langsamer sind, aber wenn sie sich ein wenig an die geltenden Verkehrsregeln halten würden statt

*in Einbahnstraßen verbotenerweise gegen die Richtung zu fahren,
*sich auf Radwegen in falscher Richtung zu bewegen,
*trotz freier Radwege die Straße zu benutzen,
*rote Ampeln zu ignorieren,
*quer vom Radweg, ohne zu gucken, vor dem Auto her auf die andere *Straßenseite zu sausen,

wäre das Leben ebendieser Radfahrer auch weniger gefährdet.
Und um auf Dein Beispiel der Mütter mit Anhang zurückzukommen, sie sind ein äußerst schlechtes Vorbild für ihre Kinder!

Ich möchte nicht falsch verstanden werden, es gibt sicher auch viele Rüpel bei Auto- und Motorradfahrern, aber manchmal werde ich das Gefühl nicht los, einige Radfahrer meinen - egal wie verkehrswidrig und gefährdend sie sich verhalten - auch noch im Recht zu sein.

Angelika

Hallo Anette,

du wohnst genau wie ich in der Fahrradstadt Nr. 1 in Deutschland. In Münster scheinen Fahrradfahrer wirklich das Verkehrsrecht nicht zu kennen oder nur nach ihren Gunsten auszulegen. In Münster muss man leider damit leben, dass Radfahrer IMMER Vorfahrt haben und sich an keine Regeln halten müssen.

Ich finde es ziemlich erschreckend, dass selbst Mütter mit kleinen Kindern im Schlepp sich so unvernünftig verhalten.

Viele Grüße

Phoebe

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo, Anette!

Dazu möchte ich - Kurierfahrer, 75.000 km / Jahr, seit 25 Jahren unfallfrei - nur sagen: Radfahrer und Fussgänger sind im Verkehr die Schwächsten, deshalb bekommen Auto-, Bus- und Lkw-fahrer immer eine Teilschuld, wenn es zum Unfall gekommen ist.
Weil das Radfahrer und Fussgänger wissen, handeln sie oft entsprechend, erzwingen sich also z.B. Vorfahrt oder fahren bei Rot drüber oder gegen die Fahrtrichtung.

Es gibt das auch bei manchen Lkw-(Brummi-)Fahrern, mit umgekehrtem Vorzeichen:
Weil die 8-, 20- oder 40-Tonner einfach so groß und schwer und dick gebaut sind, erzwingen sich manche Fahrer die Vorfahrt und behindern andere Autofahrer bei Rangiermanövern, weil sie wissen, dass der „Gegner“ schwächeres Blech hat.

Es scheint ein Wesenszug vieler Menschen zu sein, mit dem man halt leben muss, denke ich. Ändere, was Du ändern kannst, und nimm hin, was Du nicht ändern kannst!

Besonders schlimm finde ich aber auch gerade das schlechte Beispiel vieler Eltern, die z.T. MIT ihren Kindern zusammen bei Rot rüberlaufen und ähnliche „Verkehrsverstöße mit Gefährdung“ begehen.

Michael

Hallo

*in Einbahnstraßen verbotenerweise gegen die Richtung zu
fahren,

Ist Fahrrädern erlaubt.

*sich auf Radwegen in falscher Richtung zu bewegen,

ist ziemlich mist, auch als Fussgänger oder als Radfahrer

*trotz freier Radwege die Straße zu benutzen,

auf Grund manchmal sau schlechter Radwege ist es nicht anders möglich

*rote Ampeln zu ignorieren,

wenn ich nacht um 3 mit dem Rad unterwegs bin und komm an eine rote Ampel an einer einspurigen Straße und weit und breit ist niemand zu sehen fahre ich auch rüber. Am Tage im Verkehr nicht. Das Risiko ist einfach zuuuu groß

*quer vom Radweg, ohne zu gucken, vor dem Auto her auf die
andere *Straßenseite zu sausen,

ist ziemlich nervig und gefährlich

Und um auf Dein Beispiel der Mütter mit Anhang zurückzukommen,
sie sind ein äußerst schlechtes Vorbild für ihre Kinder!

Und die Kinder werden später noch schlechtere Vorbilder sein, oder genau das Gegenteil werden.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden, es gibt sicher auch
viele Rüpel bei Auto- und Motorradfahrern,

Es gibt sehr sehr viele Rüpel bei Auto- und Motorradfahrern. Mir begegnen täglich beim Radfahren mindestens 5 STück.

Bye

Moin Angelika,
dazu nur fix ein Link: http://www.adfc.de/521_1

*in Einbahnstraßen verbotenerweise gegen die Richtung zu
fahren,

Ich persönlich kenne keine Einbahnstraße in der nicht ein solches Schild ist - und in die man als Radfahrer dann auch in umgekehrter Richtung fahren könnte.

Lieben Gruß,
Julia

Hallo Tara!

*in Einbahnstraßen verbotenerweise gegen die Richtung zu
fahren,

Ist Fahrrädern erlaubt.

Wenn es mittels Schild erlaubt ist, ja. Bei uns nicht, und darauf bezog ich mich!

*sich auf Radwegen in falscher Richtung zu bewegen,

ist ziemlich mist, auch als Fussgänger oder als Radfahrer

*trotz freier Radwege die Straße zu benutzen,

auf Grund manchmal sau schlechter Radwege ist es nicht anders
möglich

Meine Haus- und Hofstrecke ist neu ausgebaut, breit, nicht zugeparkt und wirklich schön zu befahren.

*rote Ampeln zu ignorieren,

wenn ich nacht um 3 mit dem Rad unterwegs bin und komm an eine
rote Ampel an einer einspurigen Straße und weit und breit ist
niemand zu sehen fahre ich auch rüber. Am Tage im Verkehr
nicht. Das Risiko ist einfach zuuuu groß

Von nachts um 3 Uhr sprach ich nicht, sondern vom stinknormalen Alltag

*quer vom Radweg, ohne zu gucken, vor dem Auto her auf die
andere *Straßenseite zu sausen,

ist ziemlich nervig und gefährlich

Und um auf Dein Beispiel der Mütter mit Anhang zurückzukommen,
sie sind ein äußerst schlechtes Vorbild für ihre Kinder!

Und die Kinder werden später noch schlechtere Vorbilder sein,
oder genau das Gegenteil werden.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden, es gibt sicher auch
viele Rüpel bei Auto- und Motorradfahrern,

Es gibt sehr sehr viele Rüpel bei Auto- und Motorradfahrern.
Mir begegnen täglich beim Radfahren mindestens 5 STück.

Sag ich doch! Auf beiden Seiten Rüpel und Leichtsinnige

Angelika

Hallo Julia!

Hier in OWL gehen die Uhren noch ein bisschen anders.
In der direkten Innenstadt stehen an den Einbahnstraßen wenige Schilder, außerhalb des Zentrums keine.

Angelika

Hallo Annette,

ich kann Dich soooooo gut verstehen… Bei uns in Berlin ist es mit Radfahrern allerdings nicht viel besser: die fahren echt wie die Irren und wie es ihnen gerade in den Sinn kommt. Hinterher sind selbstverständlich grundsätzlich die bösen, bösen Autofahrer schuld. Versteh mich nicht falsch, ich hatte selbst mal einen schlimmen Fahrradunfall - ein Schwenkbus hat mich in der Kurve überholt und mich mit dem Hinterteil voll erwischt (ich war wohl gerade im toten Winkel). Trotzdem fällt mir zu so manchem Radler echt nur ‚plattfahren… einfach nur plattfahren‘ ein.

Mütter mit Anhang (na ja, manche zumindestens) scheinen in dieser Hinsicht besonders kritikresistent zu sein. Mutti - für gewöhnlich in Haufen auftretende militante Auto-Gegnerin (Du weißt schon: alle Autofahrer sind potentielle Mörder), Vegetarierin und Nichtraucherin; Befürworterin der Waldorf-Schule und Anhängerin der ‚Freies Recht auf Überall-Stillen‘-Bewegung - hat nämlich gefälligst immer Vorfahrt zu haben, scheißegal, ob sie ihr nun zusteht oder nicht. Steht sie ihr nicht zu, dann mimmt sie sich einfach die Vorfahrt, schließlich kutschiert sie die künftigen Rentenzahler durch die Gegend. Und wenn etwas nicht nach ihrem Kopf geht, springt für gewöhnlich eine andere Mutti hysterisch kreischend in die Bresche. Da kannst Du echt froh sein, daß Dir die Naturwindel-Pakete nicht um die Lauscher fliegen… *grins*

Sarkastische Grüße

Renee

ein bisschen ot…
Hi Renee,

Mütter mit Anhang (na ja, manche zumindestens) scheinen in
dieser Hinsicht besonders kritikresistent zu sein. Mutti - für
gewöhnlich in Haufen auftretende militante Auto-Gegnerin (Du
weißt schon: alle Autofahrer sind potentielle Mörder),
Vegetarierin und Nichtraucherin; Befürworterin der
Waldorf-Schule und Anhängerin der ‚Freies Recht auf
Überall-Stillen‘-Bewegung - hat nämlich gefälligst immer
Vorfahrt zu haben, scheißegal, ob sie ihr nun zusteht oder
nicht. Steht sie ihr nicht zu, dann mimmt sie sich einfach die
Vorfahrt, schließlich kutschiert sie die künftigen
Rentenzahler durch die Gegend. Und wenn etwas nicht nach ihrem
Kopf geht, springt für gewöhnlich eine andere Mutti hysterisch
kreischend in die Bresche. Da kannst Du echt froh sein, daß
Dir die Naturwindel-Pakete nicht um die Lauscher fliegen…
*grins*

Klasse!! :smile: Genau auf den Punkt gebracht!
Hier in Irland gibt es weniger radelnde Muetter als solche die zuerst den Buggy mit dem Zwerg auf die Strasse schieben - Auto wird schon anhalten… Diese Unsitte kann ich bis heute nicht nachvollziehen, passiert aber staendig. Dazu kommt natuerlich noch, dass sich hier eh niemand an eine fuer Fussgaenger (oder Radfahrer) rote Ampel haelt sondern einfach ruebermarschiert sobald nur eine kleine Luecke sichtbar wird. Die Autos danach muessen dann zwar bremsen aber was soll’s. Daran erkennt man hier die Touristen: nur die warten an roten Ampeln… :wink:

liebe Gruesse,
Astrid

off topic
Hi!

Ich persönlich kenne keine Einbahnstraße in der nicht ein
solches Schild ist - und in die man als Radfahrer dann auch in
umgekehrter Richtung fahren könnte.

Das ist mir am letzten Wochenende, als ich in Bremen war, direkt aufgefallen! Ich kenne es überhaupt nicht, dass solche Schilder hier in Duisburg oder am Niederrhein stehen!

LG
Guido

danke

Mütter mit Anhang (na ja, manche zumindestens) scheinen in
dieser Hinsicht besonders kritikresistent zu sein. Mutti - für
gewöhnlich in Haufen auftretende militante Auto-Gegnerin (Du
weißt schon: alle Autofahrer sind potentielle Mörder),
Vegetarierin und Nichtraucherin; Befürworterin der
Waldorf-Schule und Anhängerin der ‚Freies Recht auf
Überall-Stillen‘-Bewegung - hat nämlich gefälligst immer
Vorfahrt zu haben, scheißegal, ob sie ihr nun zusteht oder
nicht.

hallo renee,

mit einem wort: müslischlampe!
*fg*
selten hast du mit einem text so sehr mir aus der seele gesprochen wie mit diesem.
dankesehr

strubbel
V:open_mouth:)
*derhexeeinehaselnussfreigewürzgurkeindenmundstopf*

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hallo julia,

habe dieses schild in berlin noch nie gesehen. es soll in ganz berlin aber 10 solcher straßen geben.
es ist also die ausnahme, keine generelle erlaubnis.

strubbel
E:open_mouth:)

Verkehrsrüpeleien
Hallo Renee,

auch in Regensburg ist die Stimmung unter den jeweiligen Verkehrsteilnehmern ziemlich gereizt. Als Fußgänger oder Radfahrer hat man von Autofahrern den Eindruck, dass sie sich ihrer Überlegenheit bewußt sind, wenn sie sich z.B. nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung in den 30ger Zonen halten oder aus Seitenstraßen geschossen kommen samt Vollbremsung (wiedermal Glück gehabt). Als Autofahrer kommt man sich als Doofer vor, weil man scheinbar der Einzige ist, der sich an Verkehrsregeln hält.
In unserer Stadt dürfen Autos praktisch überall durchfahren, selbst durch Fußgängerzonen. Überall fahren Autos, keine Chance gelassen seinen Weg zu machen, immer auf Habachtstellung.
Unmotorisiert lebt es sich gefährlich, nicht zuletzt für Kinder, die nun einmal mangels Erfahrung viele verkehrsbedingte Situationen nicht einschätzen können. Und darum kann ich es verstehen, wenn es diese Windel schwingenden Ökoweiber gibt, die am liebsten noch in die Kotflügel eine Beule treten möchten. Die Bewegungsfreiräume für Fußgänger werden dank Autos immer weniger. Autos werden auf Fahrradwegen, in Hofausgängen (sieht super aus, wenn man seinen Kinderwagen hochkant rausschieben muß), dicht bei Zebrastreifen (Hund vorschicken, wenn man nicht selbst überfahren werden will, welcher Autofahrer hält schon an Zebrastreifen?), und gar auf Gehwegen geparkt.
Als Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger mache ich die Beobachtung, dass sich immer weniger Leute an Verkehrsregeln halten, egal wer womit unterwegs ist. Wahrscheinlich liegt es an der Idee sich daran nicht halten zu müssen, weil es andere auch nicht tun.
Mit Klischeebildern über jeweilige Verkehrsteilnehmer läßt sich prima Dampf ablassen, aber verhärtet auch die Fronten. Die Lösung dieses Problems rückt damit weiter weg, weil gegenseitiges Verständnis Verhaltensänderungen ermöglichen könnte - wie so oft. Prangern Autofahrer außer spinnerte Muttis auch die Schnellfahrer an?
In meiner Kindheit haben wir noch mit unseren Bonanzarädern die Gegend unsicher gemacht, was heutzutage selbst in kleinen Ortschaften für Kinder lebensgefährlich ist. Heute kutschiert man als Mama seine Brut entweder mit dem Auto oder geht im Pulk Gleichgesinnter zu sicher eingezäunten Abenteuerspielplätzen - das abenteuerliche dabei ist dann der Weg dahin.

viele Grüße
claren

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Hallo strubbel,

mit einem wort: müslischlampe!
*fg*
selten hast du mit einem text so sehr mir aus der seele
gesprochen wie mit diesem.

Warte, wenn Du mit Deiner dreijährigen Tochter
„Fahrradfahren“ üben gehst.

Dann überlegst Du die ganze Zeit, wie Du
diese furchtbaren stinkenden Blechmonster
mit Panzerbrandgeschossen auf Distanz halten
könntest.

Grüße

CMБ

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Hallo claren,

in vielen Punkten muss ich Dir sicher Recht geben. Auch mein Sohn war schließlich mal klein. In 30er- Zonen, Hofeinfahrten usw. ist sicher Rücksicht geboten.

Dennoch kann es nicht sein, dass sich Radfahrer mit Kleinstkindern in der Innenstadt, dazu noch im dichten Berufsverkehr, auf so dreiste Art die Vorfahrt erzwingen. Wenn ich mit dem Auto einen Kinderanhänger oder eine Mutter mit Baby im Tragetuch auf dem Fahrrad erwische, würden diese es sicher nicht ohne Verletzungen überstehen. Ich war selbst total erschrocken darüber, dass diese jungen Mütter daran anscheinend keinen Gedanken verschwendet hatten.

Schöne Grüße,

Annette.

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Hallo

Mutti - für
gewöhnlich …Auto-Gegnerin (militant??)…
Vegetarierin und Nichtraucherin;
Anhängerin der ‚Freies Recht auf
Überall-Stillen‘-Bewegung -

Was ist daran eigentlich schlecht? Wieso kriegt man hier 10 Sternchen, wenn man sowas als negativ darstellt?

Gut, ich hab das hier gekürzt, da fehlt wohl der entscheidenende Punkt:

hat nämlich gefälligst immer Vorfahrt zu haben, scheißegal, ob sie
ihr nun zusteht oder nicht.

Das kann durchaus damit zusammenhängen, dass sowohl Muttis als auch Radfahrer sehr oft zur Seite gedrängt werden, wenn sie nicht in großen Gruppen und aggressiv auftreten.

Viele Grüße Thea

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Fahrradschild - Einbahnstraße - leicht ot
Hallo Strubbel,

in Neukölln in der Delbrückstr. ist eins :wink:

LG
Silvia

Hallo Annette,

Dennoch kann es nicht sein, dass sich Radfahrer mit
Kleinstkindern in der Innenstadt, dazu noch im dichten
Berufsverkehr, auf so dreiste Art die Vorfahrt erzwingen. Wenn
ich mit dem Auto einen Kinderanhänger oder eine Mutter mit
Baby im Tragetuch auf dem Fahrrad erwische, würden diese es
sicher nicht ohne Verletzungen überstehen. Ich war selbst
total erschrocken darüber, dass diese jungen Mütter daran
anscheinend keinen Gedanken verschwendet hatten.

Das, was du beschrieben hast, empfinde ich genauso empörend wie du.
Und trotzdem, bei meinem Antwortposting habe ich mir überlegt, dass meine Vorurteile gegen einige Autofahrer vom Prinzip her nicht anders sind wie von Rene über Fußgängerinnen beschrieben. Meiner Meinung nach hilft doch nicht eine heiter-spöttische Miene zum bösen Spiel weiter, sondern vielleicht im Einzelfall lauter Protest oder ein Warnhuper - ungeachtet wer den Mist baut. Generell kann man sich überlegen, ob man in bestimmten Stadtgebieten eben nicht mit dem Rad oder mit dem Auto fährt, weil die Verkehrssituation so ist wie sie ist. Ich habe gute Erfahrung mit defensivem und vorausschauendem Verhalten gemacht (mit Rad als auch Auto), oft habe ich geahnt, dass mir die Vorfahrt gleich genommen wird, und darauf dafür einen Entschuldigungwinker bekommen. Schließlich bin ich auch keine Heilige, und habe auch schon mal an einer Ausfahrt nicht aufgepaßt, im nachhinein heilfroh, dass für mich einer mitgedacht hat. Hohes Verkehrsaufkommen in der Stadt ist für alle Beteiligten anstrengend, die meisten reagieren eher menschlich als vernünftig. Und dem muß man wohl oder übel Rechnung tragen, mit möglichst viel Gelassenheit - soweit es wild gewordene Mütter mit Kindern belastet es möglich machen :wink:))
Ich persönlich finde Verkehrsfehlverhalten von Eltern in Begleitung mit ihren Kindern in vieler Hinsicht besonders schlimm. Darin sind wir uns wohl alle einig, nicht wahr?

viele Grüße
claren

Immer mehr verantwortungslose Eltern?
Hallo!

Ich erlebe in jüngster Zeit immer öfter Situationen wo ich über Mütter und Väter nur noch den Kopf schütteln kann.

Insbesondere wenn ich zu den Eltern meiner Freundin fahre muss ich durch eine Zone 30 - Neubaugebiet viele Kinder.

Da ist es gang und gebe dass die Kinder auf der Straße spielen. Die Eltern sitzen seelenruhig daneben und geben hin und wieder ein paar Anweisungen wie „Benjamin [Name von mir geändert] geh mal kurz zur Seite!“ nachdem ich mein Auto zum Stillstand gebracht gebracht habe. Oftmals bin ich gezwungen dann mit nicht ganz nem Meter Abstand am Kind vorsichtig vorbei zu rollen - nachdem sich das Kind ein bisserl bewegt hat.

Nein. Auch wir haben auf der Straße gespielt. Aber uns war es von den Eltern verboten, weil Eltern das als gefährlich ansahen. Da saß keiner seelenruhig daneben. Da gab es höchstens Mecker.

Wie zum Teufel sollen die Kinder denn lernen dass das gefährlich ist, wenn Eltern das Verhalten gut heißen ja fördern indem sie dabei sind???

Das letzte Mal hab ich mal so eine Mutter gefragt ob sie eigentlich noch alle hat Ihr Kind auf der Straße herumtollen zu lassen. Sie meinte nur, dass mich das da doch ungefährlich sei und sie ja aufpasse.
Ungefährlich - eine Straße in der 30 erlaubt sind!
Ich hab Ihr geraten eine Spielstraße zu beantragen, weil jeder der das Eck nicht kennt alles andere als ungefährlich ist (und es von der Straße selber her kein Problem wäre, weil keine Durchgangsstraße).
Das hält sie für unnötig. Wie mir die Gesichter der umstehenden Personen zeigten, ist das gänige Meinung der Elternfraktion dort.

Manchmal muss erst was passieren, oder?
Nicht immer sind die dummen blöden Blechboliden schuld, oftmals ist auch der Leichtsinn der Eltern.

Gruß Ivo