eine Freundin hat zum 01.09.09 eine Ausbildung zur Verkäuferin begonnen. Im Vertrag waren 3 Monate Probezeit vereinbart. Heute (27.11.09) musste sie ein Schreiben mit dem Verlaut „Probezeitverlängerung“ unterschreiben von ihren Chef unterschreiben, in dem folgendes stand:
„Sehr geehrte Frau …,
aufgrund der immer wieder von Ihnen gemachten Fehlern werde ich die Probeziet um weitere drei Monate verlängern.
Sollten sich die Fehler häufen, werde ich mich von Ihnen trennen müssen.“
Natürlich hat sie dieses Schreiben signiert, da es in der Sitaution ein gewisses Machtverhältnis gab. Auch der Chef hat mit Stempel unterschrieben.
Nun meine Frage:
Ist dieses rechtens???
Nach meinen Informationen, darf die Probezeit in der Ausbildung nicht länger als 4 Monate sein und nur bei trifftigen Gründen verlängert werden!!!
Dies sollte hierbei nicht der Fall sein, denn bei den o.g. „Fehlern“ handelt es sich um Lapalien, wie z.B. nicht sofortige Wissen der Postion div. Waren!
Welche Möglichkeiten gibt es nun für sie??
Übrigens ist meine Freundin 22 Jahre jung, falls dies eine Rolle spielt.
Vielen Dank im Voraus und
MFG
Sonja F. aus D. am H.
prinzipiell ist das richtig, dass die Probezeit nach berufsbildungsgesetzt nicht länger als vier Monate betragen darf. Die besonderen Regelungen für eine Verlängerung gelten meiner Ansicht nach bei einer Verlängerung ÜBER die 4 Monate hinaus. In diesem Fall gilt es einen weiteren Monat in Kauf zu nehmen. Deine Freundin sollte das Gespräch mit ihrem Chef suchen, Besserung versprechen und darauf hinweisen, dass eine Verlängerung nur auf max. 4 geht. Alternativ: Nicht reagieren im Vertrauen darauf, dass der Vertrag mit Ablauf der 4 Monate dann gültig ist. Ob das dann allerdings einen basis für eine gute Ausbildung ist, weiss ich nicht, sollte der Chef sie z.B. im 5ten Monat kündigen wollen und feststellen, dass das nicht mehr geht. Mein Tipp: Mit offenen Karten spielen und nochmal nachfragen welche Fehler gravierend waren (möglicherweise sind Sie für den Chef nicht so lapidar, das muss man dann auch akzeptieren und sollte nicht seine eigene Einschätzung über die des Chefs stellen).