Verlag finden

Hallo Ihr Kundigen!

Wie kann ich einen Verlag fuer mein Buch interessieren?
(Selbstverlag kann ich mir -leider- nicht leisten…)

Immer wieder werde ich von Bekannten angesprochen ‚ob sie das
Buch auch einmal lesen koennten‘, weil es X oder Y gut gefiel.

Inzwischen habe ich den ersten Teil des Buches (es handelt sich
um einen Vampir-Roman mit dem schoenen Titel „Insomnious“, also
eher Trivialliteratur :wink: …) online gestellt, weil die paar
kopierten Exemplare nicht mehr ausreichen, aber gern haette ich
es doch auch traditionell veroeffentlicht.

Neugierig auf Eure Ratschlaege
Lillian

Hallo Lillian,

Den Wunsch nach Veroeffentlichung teilen Tausende mit dir. Bevor du dir Hoffungen machst: Trivialliteratur (und dazu auch noch eine Vampirgeschichte) ist fast gar nicht unterzubringen. Um Trivialliteratur los zu bekommen, musst du wirklich exzellent in diesem Metier sein, denn auch die Techniken der Trivialliteratur muss man gelernt haben und beherrschen. Trivialliteratur zu schreiben, ist weit schwerer, als man allgemein glaubt. Weshalb die so genannten „Heftchenautoren“ recht gut bezahlt werden. Als unbekannte Autorin, die ihr Erstlingswerk anbietet, aber hast du kaum eine Chance.
Zwar gibt es einige kleine Verlage (sehr kleine), die Derartiges anbieten und auch unbekannte Autoren verlegen. In wie weit mit Erfolg, kann ich nicht sagen, bezweifle diesen aber bereits auf Grund mangelhafter oder gar keiner Werbung. Viele verlangen Zuschuesse fuer den Druck deines Buches. Vorsicht! Lass dich niemals auf so etwas ein. Das Geld siehst du nie wieder!
Falls du jedoch das grosse neue Talent atemberaubender Spannung und nie geschriebener Ideen bist, hier findest du eine Verlagsliste:
http://www.mountmedia.de/verlage/verlagsadressen/v_a…
Bei welchem Verlag dein Manuskript ins Programm passen koennte, das jedoch musst du selbst herausfinden (z.B. in Buchhandlungen oder suche unter Genre bei amazon.de oder im net).

Zu deiner Frage, wie man sich an einen Verlag wendet:
Ein ueberzeugendes Exposee (max. 2 Seiten) und die ersten 20 Seiten als Leseprobe schicken (per Post!). Zuvor jedoch bei dem von dir avisierten Verlag anrufen und nachfragen, ob Interesse an deiner Buchidee besteht. Unangeforderte Exposees und Leseproben werden zumeist nicht gelesen.
Zum Selbstverlegen (BoD-Verfahren) gab es hier bereits Postings, schau mal im Archiv unter BoD.
Ich empfehle dir, dich zunaechst einmal in einem Literaturforum im net etwas kundig zu machen und dich dort auszutauschen.
http://www.f1.parsimony.net/forum1279/index.htm
http://www.literaturcafe.de
http://www.autorenforum.de

Gruss
Anna

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Anna,
Dein Posting echt hilfreich, aber eine Frage noch zu…

Um Trivialliteratur los zu bekommen, musst du wirklich
exzellent in diesem Metier sein, denn auch die Techniken der
Trivialliteratur muss man gelernt haben und beherrschen.
Trivialliteratur zu schreiben, ist weit schwerer, als man
allgemein glaubt.

Wie, wo, was???
Gibt es da (außer so Büchern, wie man gut schreibt) „Anleitungen“ oder „Kurse“ (tschuldigung wenn es naiv klingt, ich möchte das unbedingt wissen!!)
Danke und Liebe Grüße#
Birgit

Hallo Birgit,

speziell fuer Trivialliteratur gibt es keine Schreibkurse. Denn grundsaetzlich gelten die Techniken des Schreibens fuer alle Gengre gleichermassen. D.h.: Die Trivialitaet liegt nicht in der Form, sondern im Inhalt und in der Aufbereitungsart.
Schreibkurse und Seminare gibt es in Huelle und Fuelle, jedoch viele sind sehr teuer (3000 DM und mehr sind nicht ungewoehnlich, Wochenendseminare ca. 300 DM oder hoeher). Der Nutzen dieser Kurse ist fragwuerdig. Hier profitiert wohl in erster Linie der Kursanbieter. Mir zumindest ist niemand bekannt, der anhand solcher Kurse ein Buch geschrieben hat, das dann auch verlegt wurde. Aber die Volkshochschulen bieten ebenfalls Schreibkurse an, da bist du nicht schlechter und fast kostenlos mit bedient.
Im Prinzip lehren diese Kurse auch nichts anderes als das, was in den entsprechen, derzeit in Huelle und Fuelle auf dem Markt vorhandenen Leitfadenbuechern zu lesen steht. Hier hast du lediglich die Qual der Wahl. :smile:
Die empfehlenswertesten sind meiner Ansicht nach James F. Freys Buecher „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“. Aber wie stets bei Buechern, ist auch das Geschmackssache.
Liebaeugelst du denn damit, so einen richtig schoenen Schmachtschinken zu schreiben *smile?

Liebe Gruesse
Anna

Hallo Anna,
Danke Dir für Deine Ausführungen, jetzt bin ich wieder etwas schlauer.

Liebaeugelst du denn damit, so einen richtig schoenen
Schmachtschinken zu schreiben *smile?

*grins* eigentlich nicht, aber man weiß ja nie, was es wirklich werden könnte!
Danke und liebe Grüße##
Birgit

Hallo Birgit -

ich kann Anna nur zustimmen - Schreibkurse scheinen mir auch
nicht der richtige Weg zu einem guten Buch (‚Schmachtschinken‘
oder nicht *g*) zu sein … Übrigens: Das empfohlene Buch von
Frey kann auch ich weiter empfehlen. Die Lektüre ist kurzweilig
und die Ratschläge einsichtig.

Vermutlich verhelfen entweder Glueck + Talent + „eine Nase fuer
den Zeitgeist“, ein -möglichst tragischer und frueher- Tod oder
aber anderweitig erworbene Popularität zu literarischem Ruhm.

Viel Erfolg wünscht
Lillian