Verlag finden

Hat einer von euch zufällig schon mal einen Roman bei einem Verlag untergebracht? Ich meine jetzt keinen Zuschussverlag und kein Book-on-Demand, sondern einenr richtigen Verlag, der den Druck selbst geblecht hat?

Bei den Großen scheint es ja sehr schwer zu sein. Aber wie kommt man an Adressen kleinerer Verlage, die ja meist im Netz nicht gelistet oder nur schwer auffindbar sind?

Danke für jeden Tipp!

(Ich habe einen sehr großen Roman in Hinterhand :wink:

Jacqueline

hallo jaqueline,

Hat einer von euch zufällig schon mal einen Roman bei einem
Verlag untergebracht?

nicht zufällig, sondern gezielt. zufällig wird das nämlich nix.

Ich meine jetzt keinen Zuschussverlag
und kein Book-on-Demand, sondern einenr richtigen Verlag, der
den Druck selbst geblecht hat?

LOL, nicht zu-, sondern vor schuß. aber für den autor.

Bei den Großen scheint es ja sehr schwer zu sein.

bei den kleinen ist es für newcomer genauso schwer, wenn nicht sogar noch schwerer. der markt ist eng geworden, auch für die alteingesessenen. die „halbwertzeit“ eines romans liegt heute bei ein paar wochen. bis dahin muß er dem verleger gewinn erzielt haben. also werden nur stoffe ins verlagsprogramm aufgenommen, die mainstream sind. also altbekanntes, keine experimente - aber kein me too! das wär ja langweilig. und dann auch noch von einem .
nö. is nich. so ein risiko geht heute kein verlag mehr ein. auch oder gerade kein kleiner.

aber was heißt eigentlich kleinere verlage? es gibt eigentlich nur noch 3 große verlage. der rest sind tochterverlage oder imprints.

Aber wie
kommt man an Adressen kleinerer Verlage, die ja meist im Netz
nicht gelistet oder nur schwer auffindbar sind?

nix leichter als das.
kannst es ja mal z.b. hier versuchen: http://www.mountmedia.de/verlage/verlagsadressen/v_a…

Danke für jeden Tipp!

bitte

noch einen?
schicke erstmal nur ein exposé deines werks, aus dem eindeutig thema, stil und umfang des romans hervorgehen, an die verlage und frage, ob interesse daran besteht. die verlage (auch die kleinen) bekommen nämlich pro woche hunderte von kompletten manuskripten ungefragt zugeschickt. wer soll das alles lesen???

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(Ich habe einen sehr großen Roman in Hinterhand :wink:

öhm… wer beurteilt das?
sei mir nicht böse, aber ganze heerscharen von hobbyautoren behaupten das schon von ihren machwerken. keine noch so verrückte, glückliche oder tragische lebensgeschichte ist für einen verlag von wert, wenn nicht eine neue idee darin verarbeitet wird (oder eine alte idee genial umgesetzt) oder etwa aufhänger für ein zeitgemälde ist.

hast du dich eigentlich schon hinreichend in foren wie http://www.literaturcafe.de/ oder http://www.leselupe.de/ ausgetobt?

beste grüße
ann

kein Problem
Kein Problem! Es gibt ein schlaues Buch, in dem sind alle Verlage der ganzen Welt gelistet, die eine ISBN-Nr. haben. Eine Art Telefonbuch, nur nach ISBN-NR. gelistet eben.

Unsere FH hat ein (zugegeben dickes) Exemplar dieses Titels in der Bib stehen. Wird - soweit ich mich erinnern kann - vom Börsenverein des dt. Buchhandels herausgegeben. Wenn nicht, können diese dir auf jeden Fall weiterhelfen.

Gruß
Falke

auch online
Hallo,

hier:

http://www.hbz-nrw.de/hbz/toolbox/verlagde.html

Allerdings ist das von meinem Vorredner genannte Verzeichnis aufschlussreich, weil es auch nach Themen geordnet ist.
Es steht übrigens in vielen Universitäts- und Stadtbibliotheken herum.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Literaturagent! :smile:
Da ich tatsächlich jemanden kenne, der über einen Agenten sein Buch bei einem namhaften Verlag „untergebracht“ hat, kann ich Dir empfehlen, die Suche einem Profi anzuvertrauen. Möglicherweise kann dieser sich auch anhand Deines Exposés ein Voraburteil über Dein Werk erlauben.

Hier ein Auszug eines Textes, den ich unter http://www.wege-zum-buch.de gefunden habe:

Nur wenige Autoren in spe wissen, daß sie sich die Suche nach einem Verlag
sehr erleichtern können, wenn sie einen Literaturagenten engagieren. Dieser
kann nämlich ebensogut wie ein Lektor die Qualität eines Manuskriptes
beurteilen. Meistens ist der Literaturagent ein ehemaliger Lektor oder - wie
der erwähnte Michael Meller in München, - ein früherer Verlagsmanager.

Der Literaturagent kennt Verlage, die für das vorliegende Thema in Frage
kommen und schickt ihnen ein Exposé mitsamt Leseprobe zu. Für diese Mühe muß
der Möchtegern-Autor vorab nichts bezahlen. Der Lohn des Literaturagenten
besteht nämlich darin, bei Abschluß eines Vertrages zwischen Verlag und
Autor eine Provision in Höhe von meistens 15 Prozent zu erhalten, die von
den Honoraren des Schriftstellers abgezogen wird.

Da Literaturagenten in der Regel gute Verträge für ihre Kunden aushandeln,
ist der Abzug der Provision vom Erlös des Autors leicht zu verschmerzen.
Vorteilhaft ist die Einschaltung eines Literaturagenten auch aus anderen
Gründen: Er kennt bestens die Fallstricke, die in Verträgen für Buchautoren
enthalten sind, und wird seinen Klienten vor finanziellem Schaden bewahren.

Seriöse Verlage bieten ihren Autoren einen Vertrag an, der pro verkauftem
Exemplar ein Honorar mit einem bestimmten Anteil vom Ladenpreis vorsieht.
Bei Romanen winken 10 bis 13 Prozent, bei Sachbüchern wegen den durch die
Abbildungen verursachten höheren Herstellungskosten 7,5 bis 12,5 Prozent und
bei Kinderbüchern 6 bis 10 Prozent.

Wow, ich bewundere, dass du schon so weit gekommen bist.
Ich verschwende meine Zeit, obwohl ich wiess, das mindesten seine grosse Geschichte auf mich wartet.
Du hast meine vollste Hochachtung für deine Leistung. Und dabei ist es vollkommen egal, ob ich dein Buch jemals lesen werde oder nicht.

Alle Achtung,

Tim