Verlangsamte Magenentleerung - Ursache oder Folge

Hallo Experten,

folgendes Problem:

Ein 33jähriger Mann, Nichtraucher, kaum Alkoholkonsum, leicht übergewichtig (90kg bei 180cm) klagt seit einiger Zeit über ständigen Durchfall.

Dieser tritt neben Stresssituationen, vor allem bei der Ernährung mit Milch, Joghurt, Kaffee mit Milch - Genuss, nicht aber Käse, bestimmten (aber nicht allen fettreichen Speisen) wie z.B. fertige 1/2 Barthähnchen oder auch Hamburger der bekannten Fast-Food-Ketten, Pommes frites, etc. auf. Hat in Reaktion darauf seinen Konsum von Milch- und fettreichen Speisen stark reduziert und Psyllium-Kuren durchgeführt, was die Symptome verbessert, aber nicht völlig behoben hat (eine Lactose-Intoleranz konnte jedoch nicht festgestellt werden).

Der Patient hat im November (ca. ein Jahr nach Beginn der „Diät“) plötzlich Sodbrennen nach Konsum von Rotwein bei einem größeren Abendessen bekommen, welches seitdem nicht mehr wegging und bisher von den Ärzten mit Omeprazol/Pantoprazol und in sehr akuten Fällen zusätzlich mit Riopan-Gel behandelt wurde.

Ein Helicobacter-Test blieb negativ (sowohl Stuhl-, als auch Bluttest). Daraufhin wurde ein „Breischluck“-Test durchgeführt, der überraschenderweise ergab, dass nicht der obere Schließmuskel zu schwach (z.B. aufgrund einer Hernie o.ä.), sondern die Entleerung des Magens gestört ist (der Brei wurde auch nach einiger Wartezeit nur sehr zögerlich weitertransportiert).

Nun meine Fragen:

  1. Was sind die häufigsten Gründe für eine gestörte Magenentleerung?

Ich habe aus dem Studium in dunkler Erinnerung, dass Serotonin-Mangel die Darmperistaltik stören kann, somit auch die Magenentleerung?

  1. Sollte ein Serotoninmangel vorliegen, wie behandelt man den, bzw. besteht hier ein Zusammenhang zu der oben geschilderten Diät bzw. Durchfallerkrankung. Könnte z.B. durch einen Reizdarm (und die zusätzliche Diät) die allgemeine Aufnahme von Tryptophan so weit herabgesetzt worden sein, dass nun ein Serotonin-Mangel ausgelöst wurde (Ich weiß diese Frage ist aus der Distanz äußerst schwierig und außerdem sollte man wahrscheinlich vorher erst mal den Serotonin-Spiegel bestimmen…).

  2. Welche zusätzliche diagnostische Richtung würdet ihr einschlagen, um dem ursprünglichen Durchfallproblem Herr zu werden (ist wie gesagt keine Lactoseintoleranz).

Insgesamt geht es mir neben der Frage, wie man die gestörte Magenentleerung jetzt am besten behandeln sollte, auch darum, ob die Magenentleerungsprobleme Ursache oder Folge des Durchfalls sein können.

Entschuldigt bitte die vielen Fragen.

Gruß,
Sax

Ergänzungen…
Hi,

soll noch ergänzen:

Der Patient klagt außerdem über erhöhte Blähungen und der Durchfall führt nicht dazu, dass er „häufiger“ die Toilette aufsuchen muss. Dann aber ist die Konsistenz in akuten Phasen eher flüssig.

Vor der Diät war mindestens einmal pro Woche eine solche akute Phase (für ca. 1-3 Tage), momentan ist es ca. 1-2 mal pro Monat.

Patient hatte auch schon zwischenzeitlich einen Kaliummangel diagnostiziert bekommen.

Der Patient macht ca. 1-2x pro Woche Sport.

Gruß,
Sax