Verlauf Lagerungsschwindel

Hallo liebe Forumsmitglieder,

vor 10 Tagen hat mich erstmals ein Lagerungsschwindel „erwischt“. Ich war 5 Tage im Krankenhaus zur Infusion und alle im Netz beschriebenen Symptome kann ich bei mir auch wiederfinden. Es ging mir dann langsam besser aber plötzlich hatte ich gestern einen heftigen Rückfall.
Jetzt ist die akute Phase des Schwindels zwar vorbei, aber ich habe schwierigkeiten meinen Blick zu fokussieren und mein Gleichgewichtssinn ist ziemlich gestört. Es ist so, als wenn meine Augen nur verzögert reagieren. Hat jemand von Euch auch solche Probleme beim Lagerungsschwindel und mit wieviel Rückfällen muß man den so rechnen bis alle Beschwerden endgültig verschwunden sind?

Schonmal vielen Dank für Eure Antworten.

Gruß, Dirk

Hallo Dirk,
ich würde an deiner Stelle nochmals im Krankenhaus vorstellig werden. Es hört sich nach deiner Schilderung so an, als hätten sich erneut die „Kügelchen“ (Otolithen) gelöst. Da es aber zahlreiche Stellen gibt (nicht nur in den Ohren, auch in der Stirn), wo das passiert sein kann, muss heraus gefunden werden, an welcher Stelle sich diese gelöst haben, um die entsprechenden Übungen durchführen zu können.
Ich denke mal, dass dir die Übungen gezeigt wurden und dass du sie regelmässig durchgeführt hast?

Die Übungen findest du übrigens hier:

für rechts
http://www.charite.de/ch/neuro/klinik/patienten/kran…

für links
http://www.charite.de/ch/neuro/klinik/patienten/kran…

Hier eine weitere Übersicht der möglichen Übungen:
http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/ll/030-018.htm

Dass der Schwindel eine Weile anhält (bei mir dauerte es fast 8 Wochen, bis ich wieder symptomfrei war), ist insoweit üblich, dass es aber eine akute Verschlechterung gibt, nachdem es besser wurde, ist eher untypisch. Deswegen vermute ich eine erneute Lösung der Calciumcarbonatkristalle.

Wurde dir denn auch Sulpirid verschrieben? Das ist wirklich das Mittel der ersten Wahl und fast das einzigste, was wirklich hilft - neben den üblichen Symptom-Unterdrückern wie Mittel gegen Übelkeit und ähnliches. Infusionen habe ich übrigens keine bekommen. Hattest du parallel einen Hörsturz?

Ich wünsche dir eine schnelle Genesung, aber auch ein bisschen Geduld und einen kompetenten Ansprechpartner bei deiner Gesundung. Leider kennen sich nicht allzuviele Mediziner gut mit der Problematik aus.

Liebe Grüße von
Miss Confused

P.S. Falls du noch nähere Infos haben möchtest, kannst du dich gerne nochmal melden.

Hi Dirk!

Der Lagerungsschwindel geht normalerweise schnell wieder weg, ein Rückschlag ist aber leider häufig. Das liegt einfach daran, daß die Kristalle, wenn sie aus ihrem entsprechenden Bogengang rausgekullert sind, dort durch die Bewegungen des Alltages auch wieder reingeraten können.
Man schätzt etwa 60 % Rezidivrate im ersten Jahr. Trotz allem kann man sagen, daß der Lagerungsschwindel von den Schwindelarten, die man sich zuziehen kann, noch immer die „angenehmste“, weil am besten behandelbare ist. Diese ungerichteten Beschwerden, die Du momentan hast, sind auch häufig und in der Regel ein Zeichen dafür, daß die Sache auf dem Rückmarsch ist.

Gruß & Gute Besserung
Peter