Verleihtätigkeit im eigenen Betrieb

Liebe/-r Experte/-in,
folgender SAchverhalt:
Ich arbeite seit ca. 15 Jahren in einer Abt. eines
Maschinen und Anlagenbauers. Die Abt. in der ich arbeite
beschäftigt sich mit „Werkzeugen“ genauer, Walzen und Einformung für einen Produktionsprozess von Rohren. Das heißt ich bin für die Zeichnungserstellung der Walzen, also
Detailzeichnungen (Einzelteile) und Baugruppenzeichnungen der zusammengehörenden Walzen zuständig. Die Walzen und Baugruppen konstruieren wir einer 3D Software „Pro Engineer“. Dies ist ein sehr komplexes Programm mit vielen Anwendungsmöglichkeiten. Man kann auf vielfältige Weise Baugruppen und Teile erzeugen.
Mein Arbeitsbereich ist seit vielen JAhren auf diese Teile ausgerichtet.
Zur Zeit haben wir in unserem Produktbereich keinen Auftrag sodass wir gezwungen sind teilweise 3 Tage im Monat Kurzarbeit zu machen. Bei uns im Hause ist es üblich und auch gut so, dass man wenn andere Bereiche viel zu tun haben Leute wie mich z.B. dahin auszuleihen.
Nun wollte man mich für Konstruktionsarbeiten in eine andere Abt. ausleihen. Der für Koordinator für diese Ausleiharbeiten hat über Pro Engineer keine detailierten Kenntnisse. Jetzt habe ich mit dem Abt. Leiter und dem Konstrukteur dem ich hätte zugewiesen werden sollen ein gutes Gespräch gehabt.
Ich habe den beiden geschildert, dass ich wie gesagt seit Jahren diese oben erwähnte Arbeit mache und keine Kostruktionserfahrung habe. Die beiden haben ihrerseits erklärt, dass man schon Erfahrung haben muß und man mir nicht viel Unterstützung zusagen könnte.
Da ich Betriebsrat und Schwerbehindertenvertreter bin kann ich natürlich nicht ausschliessen, dass ich ab und zu wichtige Termine wahrnehmen muß, was ich auch deutlich gemacht habe.
Wir sind dann zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht der richtige für diese Tätigkeit sei. Man hat sich für meine Offenheit bedankt und meinte, dass es ja nicht meine Schuld sei.
Mein Chef hat anschliessend ohne mit mir zu sprechen meinen Kollegen gefragt, was er von meinen Pro Engineer Kentnissen halte. Dieser, auf meiner Seite stehend, hat mich unterstützt und versucht meinem Chef klar zu machen, dass Pro Engineer nicht gleich Pro Engineer wäre.
Mein Chef meinte, ich hätte mir ein Eigentor geschossen.
Mein Chef hat bisher auch kein Gespräch gesucht und ist wieder auf Dienstreise.
Da wir kein schlechtes Verhältnis haben wundert mich seine Aussage ohne mich zu hören.
Eine Schulung in Pro Engineer würde nichts bringen, da mir einfach die Fachkenntnisse der Konstruktion fehlen.
Ich denke er knabbert immer noch daran, dass ich letztes Jahr zwei Punkte bei der Leistungsbeurteilung „erkämpft“ habe. Vielleicht war er auch nur sauer, weil er gehofft hat, dass unsere Kostenstelle weiterhin belastet wird.
Er ist ein Typ, dem man (wir sind vier in der Abt.) nicht viel recht machen kann. Er gibt auch Info’s nicht gerne ab, macht lieber alles selbst.
Sie kennen vielleicht solche Typen, die wenn sie in Rente gehen alle Info’s mitnehmen.
Meine Fragen:

  • Was halten Sie vom Verhalten meines Chefs?

  • Wie kann ich meine Lage verbessern? (Anlernjobs in der Kostruktion gibt es kaum, meisten stehen enge Termine, wie auch bei der Arbeit die ich machen sollte dahinter)

  • Im Grunde kann ich nur leichtere Pro/E Arbeit o.Ä. annehmen, sollte ich das dem Kollegen der mich verleihgen wollte sagen?

  • Was mache ich, falls mein Chef mir nächstes Jahr aufgrund dessen, wieder Punkte abziehen will?

  • Kennen Sie ähnliche Fälle?

Danke für Ihre Antwort.

mfG

Hallo Country,
leider kann ich Ihnen da nicht weiterhelfen. Auf diesem Gebiet kenne ich mich nicht aus.
mfg
Mobezi

Also ich denke, Du hast dieses ein wenig verwirrend geschildert.
Es macht auch den Eindruck, dass Du vielleicht etwas sauer bist, dass ausgerechnet Du und nicht ein anderer Kollege verliehen werden soll.
Betriebsratstätigkeiten kommen ja nicht von jetzt auf gleich.
3 Tage Kurzarbeit im Monat ist auch nicht die Welt, und überlege mal, bei betriebsbedingten Kündigungen werden doch die Leute behalten, die viele Kenntnisse haben.
Vielleicht solltest Du dies Ausleihgeschäft dazu nutzen deine Kenntnisse in diese Richtung etwas zu erweitern.
In Bezug auf deinen Chef kann ich nur sagen, dass diese Menschen (vermeintliche Alleskönner) nicht aussterben werden, dass er das persönliche Gespräch nicht gesucht hat ist schwach, aber es sollte auch bedacht, dass wiedergegebene Worte nicht immer den eigentlichen Sinn oder das wirklich gemeinte wieder geben.
Also, bei nächster Gelegenheit das Gespräch suchen.
Zu der Punkteregelung würde ich die Einstellung haben, bis nächstes Jahr ist noch lang hin und es kann noch viel passieren.
Was nützen dir diese Punkte, wenn Du stempeln gehen musst, ergo versuchen den Horizont zu erweitern und sich (vermeintlich) unersätzlich machen.

Viel Spaß noch

Hallo,
danke für die Hilfe.

Gruß

Uwe

Hallo!

Vielen Dank, dass Sie mir die Frage als „Experte“ geschickt haben, aber ich denke, dass ich dafür der falsche Ansprechpartner bin.
Ich hoffe, Sie werden hier noch eine kompetente Antwort von einem anderen Nutzer erhalten.

Viele Grüße
kilimanjaro