Verletzter Kater

Hallo!
Mein kleiner Kumpel Max (ca. 6 Monate) kam letzte Woche Donnerstag humpelt abends nach hause. Gleich am nächsten Tag waren wir beim TA. Der sachte, dass er wahrscheinlich nen kräftigen Stoß bekommen habe. Seitdem sind seine Hinterbeine ein wenig „lahm“. Den Schwanz bewegt er garnicht mehr. Und beim Koten heulte er ganz kräftig. Das hat aber fast nachgelassen. Der TA sagt, wir sollten erstmal abwarten. Jungtiere heilen sich meist sehr gut. Deshalb hat er die Woche auch „Hausarrest“ bekommen. Sonst ist er die meiste Zeit draussen.
Was mir aber am meisten Sorgen macht, der kleine hat sich verändert. Er ist sehr ruhig geworden. Früher hat er immer gerne geknuddelt. Jetzt duckt er sich oft weg, wenn ich ihn am Kopf kraueln möchte. Zweimal ist mir aufgefallen, dass er plötzlich schreckhaft nach hinten geguckt hat. Ansonsten wird viel geschlafen. Das er nicht mehr rumtobt ist klar. Aber ich mach mir schon sorgen, ist ja auch meine erste Katze. Machen sie das automatisch, wenn sie verletzt wurden? Fressen tut er noch, aber auch nicht mehr so dolle wie vorher. Vielleicht deswegen, weil ihm das ausscheiden so weh tut? Urinieren hingegen ist normal, ohne probleme… Am ersten Tag war allerdings Blut mit bei… Ist aber wieder völlig normal.
Haben sich eure Katzen auch mal verletzt und sich anders als vorher verhalten? Ich hab da überhaupt keine Erfahrung. Wie lange könnte das wohl dauern? Ich vermisse seine freche, lebendige Art.
Gruß, Timo

Hi Timo,

das hört sich etwas so an, als könnte der „Stoß“ auch ein „Tritt“ gewesen sein. Sein Verhalten hätte dann vielleicht etwas damit zu tun, dass er von jemandem ziemlich schlecht behandelt wurde und jetzt eingeschüchtert und verängstigt ist.

Gute Besserung für ihn!

Gruß,
Christiane

Hallo,
daran hab ich auch schon gedacht. Ich hätte da vielleicht auch schon einen Nachbarn, aber der hat sich bis jetzt noch nie über die Katze beschwert. Zutrauen würd ich es ihm wohl. Aber ich will da keine falsche Beschuldigungen aussprechen. Macht den kleinen auch nicht gesünder.
Gruß, Timo

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hallo timo,

es kann auch durchaus sein, dass sich der kleine max nach einer erholungsphase wieder wie „der alte“ benimmt. gib ihm zeit - du weisst ja nicht was er erlebt hat. mein kleiner (auch max - jetzt 1 jahr alt) ist mir vor einiger zeit abends durch tür entwischt. ich habe ihn dann gefunden in einer dunklen ecke. ich hatte ihn die ganze zeit gerufen. er traute sich aber nicht raus und heulte nur leise vor sich hin. er hat sich dann nehmen und nach hause tragen lassen. er war dann auch ein paar tage ruhiger (er ist ein kleiner teufel) und hat viel geschlafen. auch nach unserem umzug waren meine beiden ein bisschen „anders“. man weiss ja nicht so genau was in den kleinen katzenköpfen so vor sich geht.

ich wünsche deinem kleinen gute besserung. wenn er sich erholt hat wird er bestimmt wieder bald frech durch die gegend sausen und mit dir knuddeln. kannst ja hier posten wenn wieder alles i. o. ist.

lg, ramona

Hallo,

das hört sich etwas so an, als könnte der „Stoß“ auch ein
„Tritt“ gewesen sein. Sein Verhalten hätte dann vielleicht
etwas damit zu tun, dass er von jemandem ziemlich schlecht
behandelt wurde und jetzt eingeschüchtert und verängstigt ist.

Ah, das kenne ich genauso. Wir haben in unserer Ecke viele Katzen und eine Nachbarin hat mal gesehen, wie unser Kater von einem anderen Nachbarn getreten wurde. Erst hat Paul (unser Kater) gemeint er würde mit ihm spielen wollen und ging nochmal hin, dann hat er aber nochmals zugetreten, seitdem macht er einen großen Bogen um diesen Mann (verletzt war er Gott sei Dank nicht). Wenn Dein Kater jedoch so verletzt wurde kann ich mir gut vorstellen, daß er erst mal bei jedem ein bischen vorsichtig ist, er ist ja auch noch sehr jung und ich glaube er wird sicherlich wieder ganz viel Vertrauen zu Dir gewinnen und wieder ganz der Alte werden.

Gute Besserung.

Liebe Grüße

Sabine

Hallo,

hat der TA ihn den geröntgt? Es könnte ja durchaus etwas angeknackst sein.

Gruß, Niels

hi

Seitdem sind seine Hinterbeine
ein wenig „lahm“. Den Schwanz bewegt er garnicht mehr. Und
beim Koten heulte er ganz kräftig. Das hat aber fast
nachgelassen. Der TA sagt, wir sollten erstmal abwarten.

das ist auch richtig so … du siehst ja selber dass er sich zurückzieht also Ruhe und eben mal weniger Bewegung braucht - wahrscheinlich hats die Wirbelsäule bei einem Schlag/Tritt o.ä. gestaucht - dabei quetscht es ganz schnell auch mal das Rückenmark - drückt auf nerven , das erholt sich aber wieder

oder ein Wirbelgelenk hat sich verklemmt - wenn es länger andauert könntest du auch mal schauen einen Tierosteopathen zu finden , der das möglicherweise festgehängte gelenk lösen kann

Jetzt duckt er sich oft weg, wenn ich ihn am Kopf kraueln möchte.

dann wurde er wohl getreten / geschlagen … :frowning:

Ansonsten wird viel geschlafen. Das er nicht mehr rumtobt ist klar.

der kleine hat einen schock… und nachdem man ihnen so schlecht etwas erklären oder mit ihnen reden kann dauert das ein bisschen

Machen sie das automatisch, wenn sie verletzt wurden? Fressen tut er
noch, aber auch nicht mehr so dolle wie vorher.

wenn du schmerzen hast und krank bist isst du auch weniger - weil es dir den appetit verschlägt - das ist ein Mechanismus weil der Körper mit „heilen“ beschäftigt ist und keine Zeit hat zum „verdauen“ … wenn du z.B: Fieber hast oder dich nicht gut fühlst wirst du auch eher was trinken wollen als was essen

Ich vermisse seine freche, lebendige Art.

die kommt wieder - es dauert ein bisschen :o)

Gruß Hexerl

hallo,
wichtig ist das der tierarzt röntgen soll. wenn er das nicht getan hat gehe bitte noch mal zu ihn oder wechsle zu einem anderen kollegen. eine fissur oder fraktur kann ihr vorliegen aber deine beschriebenen sympthome sprechen auch für ein neuronales problem. es gibt mehrere möglichkeiten für so eine ursache z.b. trauma, tumor, thromben, cauda equina usw.

gruß
dirk

Hallo,

hat der TA ihn den geröntgt? Es könnte ja durchaus etwas
angeknackst sein.

Hi Timo

wenn wirklich jegliche Knochen- oder eine innere Verletzung ausgeschlossen wurde greife zu Traumeel von Heel.
3x1 täglich 1 Tablette. Hilft gut bei Prellungen und entzündlichen Prozessen im Körper und ist ein leichtes Schmerzmittel.

http://www.heel.de/public/arzneimittel/?smid=1&modus…

Gute Besserung fürs Katerchen

Carina

Ne, hat er nicht. Dazu müsste ich in die Tierklinik in die Stadt fahren. Er sagte, erstmal abwarten und viel ruhe.
Gruß, Timo

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Naja, heute kam der „alte“ Max wieder durch. Er liess sich wieder mehr knudeln. Ausserdem hat er mein Telefonkabel durchgebissen… :wink:
Ich bin auf jeden Fall ein wenig beruhigter.
Gruß, Timo

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Hallo Tima,

oje, oja, das gleiche Spiel hatten wir vor 4 Monaten…
Unser lieber kleiner sonst kuscheliger Schmusetiger kam nach Hause und zeigte die gleichen Symptome… Ich bin noch am selben Tag zu TA, diagnose: „irgendwie gefallen oder gebissen oder so…“. Fünf Tage war unsere kleine Süße sehr hinfällig und völlig verändert, wir haben uns große Sorgen gemacht. Dann war sie zwei Tage verschwunden (unsere sind Freigänger…), ich habe schon mit dem schlimmsten gerechnet… Sonntag mittags kam sie dann nach Hause, mit einem völlig aufgerissenen Bauch und in völlig desolatem Zustand. Ich bin sofort in die Tierklinik, dort sagten sie:
Die kleine hatte einen Abzeß im Bauch, hervorgerufen durch irgendein Ereignis (Sturz, Biß, Tritt, keiner weiß es…), den hat sie sozusagen 5 Tage ausgebrütet (mit großen Schmerzen, deshalb ließ sie sich nur ganz ungerne anfassen). Nach dieser Zeit war der Abzeß „reif“, die liebe kleine hat sich verzogen, um sich den Bauch aufzulecken. Tatsächlich: die riesengroße Wunde hat sie sich selber zugefügt, selber aufgeleckt. Damit der Abzeß abfließen kann. Als ihr das gelungen war kam sie wieder nach Hause, schmerzfrei. Gottseidank sind wir in den Notdienst am Sonntag gegangen, denn: für die Katze war der Job erledigt, Abzeß war raus, Schmerz war weg. Aber: die Infektionsgefahr war halt riesengroß bei der großen Wunde.
Unsere kleine bekam für 4 Wochen so einen Halstrichter, damit sie die Wunde nicht weiter belecken konnte. Dazu natürlich Antibiotikum, schmerzmittel, Spülungen usw. Nach etwa 10 Tagen ware die Wunde dann so weit, dass sie zugenäht werden konnte.
Alles in allem: eine wirklich schlimme Erfahrung. Ich wäre beim nächsten Mal „Katze ist seltsam drauf und hat offensichtlich Schmerzen“ sehr sehr vorsichtig, lieber einmal zuviel zum TA als zu wenig.
Liebe Grüße und alles Gute für Euch
Sophia

Hallo Timo!

Ich kann zwei Erlebnisse beisteuern …

ein Erfreuliches:
Meine Katze kam nach mehreren Tagen ‚on Tour‘ kriechend wieder auf den Hof und hatte ähnliche Symptome wie deiner. Sind dann sofort zum TA und der sagte, dass sie entweder leicht angefahren oder geschlagen wurde. Er zeigte uns auch die völlig abgewetzten Krallen an den Hinterpfoten, die ein Anzeichen dafür sind, dass sie schnell irgendwo wegwollte, aber nicht konnte. Sie wurde auch geröngt und hat Schmerzmittel bekommen. Nun ist es leider so, dass Prellungen bei Katzen oft schmerzhafter sind und länger dauern als Brüche und so war die Kleine über 2 Wochen k.o., aber danach ging’s ihr wieder prima. Allerdings hat sie sich vom Wesen auch verändert, aber das hat sich mit der Zeit ebenfalls gegeben.

ein Trauriges:
Mein Kater ist vor Jahren mal von unserer Treppe gefallen, also durch die Stufe durch (offene Stufen sind gefährlich für Katzen!) und ist direkt auf die darunterliegende Treppe gefallen. Er konnte dann nur noch mit den Vorderpfoten vorwärts robben und auch seinen Schwanz nicht mehr bewegen. Daraufhin sind wir sofort zum TA, der ihn geröngt und ein Schlafmittel verabreicht hat. Als wir am nächsten Morgen hin sind um zu gucken, wie es ihm geht, konnte er zwar die Hinterbeine schon einigermaßen bewegen, aber der TA zeigte uns die Röntgenbilder und dort konnte man erkennen, dass sich in seinem Rücken Knochenbögen gebildet hatten, von einem Wirbel zum anderen und die drückten auf sein Rückenmark. Es gibt dafür auch einen Fachbegriff, aber der fällt mir grad nicht ein. Noch dazu kam nach diesem Sturz, dass er epileptische Anfälle bekam und von da an eigentlich nicht mehr der alte war. Laut unserem TA spürte er zwar von diesen Anfällen nichts, aber da er durch die Zuckungen ständig irgendwo runterfiel und sich dann eben dabei wehtat, habe wir uns entschlossen ihn einzuschläfern.

Hoffe, dass es bei deinem Kleinen lediglich eine Prellung ist!

Viele Grüße,
Vanessa

Hi Vanessa,
ist wirklich schlimm, wenn den kleinen was passiert. Ich möchte bloß zugerne wissen was meinem Kater passiert ist.
Aber ich kann sagen, dass es ihm wieder besser geht. Er ist lebendiger geworden und meine große Sorge, dass der er den Schwanz nicht mehr bewegen kann ist auch weg. Denn solangsam fängt er wieder an den Schwanz ein wenig zuheben, z.B. beim laufen. Zwar muss er sich überall mit den Vorderpfoten hochziehen, weil die Hinterbeine noch nicht ganz wollen, aber das wird auch besser, mein ich. Hoffentlich ist bald alles überstanden.
Gruß, Timo

Hallo Timo,

na dann kannst du ja wirklich davon ausgehen, dass es Prellungen und Verstauchungen sind … die brauchen wirklich extrem lange zum verheilen. Ich wünsch deinem Tiger beste Gesundheit und kann nachempfinden, dass des Gefühl nicht zu wissen, was passiert ist wirklich schrecklich ist.

Viele Grüße,
Vanessa

Hallo Timo,

auch Katzen reagieren auf negative Erfahrungen mit Mißtrauen. Habe selbst 2 Katzen und einen Adoptivkater. Die beiden Katzen (eigene Nachzucht und deshalb extrem handzahm) hatten vor zwei Jahren einen „Unfall“. Eine Katze davon war extrem schlimm dran. Unsere Tochter fand die Kleine bewegungsunfähig und völlig apathisch nach längerem Suchen wegen unerklärlicher Abwesenheit im Straßengraben.
Sonst kamen beide Katzen auf Pfiff nach Hause wie Hunde. Der Tierarzt gab der Katze keine großen Chancen, da schwere innere Blutungen (Blut im Urin) und schwerer Gehirnerschütterung. Wir waren wochenlang gute Kunden beim Tierarzt, aber entweder man hat Tiere, dann kümmert man sich darum, oder man schafft sich Plüschtiere an. Die Katzen sind mittlerweile beide wieder völlig o. k., aber das vorher vorhandene Urvertrauen in den Menschen ist weg. Fremden gegenüber reagieren sie skeptisch bis abweisend. Der Adoptivkater kam vor ca. 1 1/2 Jahren aus schlechter Haltung und vermutlich mißhandelt zu uns. In den ersten Wochen nach der Umsiedlung aus einer Berliner Wohnung ins Brandenburger Land sahen wir den Kater nicht. Nur an der Futterschüssel war erkennbar, dass der Kater da ist und auch frisst (natürlich auch am Katzenklo). Der Kater hat sich mittlerweile zu einem Haus- und Hofkater mit Wachhundallüren (knurrt bei fremden Besuchern durch geschlossene Fenster diese an) entwickelt, der munter im Garten umhertollt. Wenn er gute Laune hat, kann man ihn auch kurzzeitig auf den Arm nehmen. Streicheln mag er sehr und im Einschmeicheln, wenn es um zusätzliche Leckerbissen geht, ist er einfach nicht zu schlagen. Aber die Urangst vor negativen Erlebnissen ist aus den Tieren nicht raus zu bekommen. Es hilft nur Geduld und der ständige Nachweise an die Tiere, dass diese von der Hand des Besitzers nur zweierlei zu erwarten haben: Futter und Streicheleinheiten.
Viel Glück.

Mfg M.P.