Verleumdung ?

Hallo miteinander,

angenommen, jemand geht mit einem alten, schwer kranken Kaninchen zum Tierarzt, in der festen Annahnme, dass das Tier im Sterben liegt und zügig eingeschläfert werden sollte. Der Tierarzt aber behauptet, das sei „nur“ eine Lungenentzündung, zwar sehr kritisch, aber behandelbar, und verpaßt dem Tier schwups drei Spritzen, vereinbart für drei Tage später einen Termin.

Das Tier erholt sich nur leicht, bekommt drei Tage später erneut Spritzen.

Zwei Tage danach (Wochenende)geht es dem Tier wieder ganz schlecht, der Tierarzt, der Notdienst hat und das Tier erlösen muss, ist empört, weil nach seiner Ansicht das Tier nur tagelang noch leiden mußte, obwohl dem „Kollegen“ sicher klar war, dass es nicht mehr zu retten ist.

Der Notfalltierarzt bittet aber die entsetzte Kundin, vorsichtig zu sein mit Aussagen über seinen Kollegen, und seinen Namen nicht zu nennen. Ihm selbst sei schon mit einer Verleumdungsklage gedroht worden, weil er schon zahlreiche solcher Fälle von diesem Arzt erleben mußte und offen sagt, was er von diesem Geschäftsgebahren hält.

Wenn nun die Halterin des verstorbenen Tieres offen sagt, was sie erlebt hat und im Ort (auch Wohnort des geschäftstüchtigen Arztes) verbreitet, was sie von ihm hält, ist das dann schon Verleumdung ? Könnte der Tierarzt gegen die Tierhalterin vorgehen ?

Fragt euch
Insel - und natürlich kann so etwas nur fiktiv passieren…

Wenn nun die Halterin des verstorbenen Tieres offen sagt, was
sie erlebt hat und im Ort (auch Wohnort des geschäftstüchtigen
Arztes) verbreitet, was sie von ihm hält, ist das dann schon
Verleumdung ? Könnte der Tierarzt gegen die Tierhalterin
vorgehen ?

Tja, die Frage ist doch zunächst: Wer hat Recht, wer hat die richtige Diagnose gestellt? Momentan ist doch alles nur Annahme. Und auf Annahmen kann man keine verbindliche Aussage stützen. Also das Kaninchen obduzieren lassen und dann den Tierarzt unmittelbar ansprechen.
Hinter dem Rücken über jemanden schlecht reden ist, unabhängig von der Gesetzeslage, immer mies.

Gruss

Iru

Es geht nicht um Diagnose.
Hallo

Tja, die Frage ist doch zunächst: Wer hat Recht, wer hat die
richtige Diagnose gestellt? …

Also das Kaninchen obduzieren lassen und dann den Tierarzt unmittelbar ansprechen.

Es geht doch bei den fraglichen Behauptungen nicht um eine evtl. falsche Diagnose, sondern um eine unterstellte Absicht des Tierarztes. Man müsste doch dem fraglichen Tierarzt - wenn er tatsächlich eine falsche Diagnose gestellt hat - nachweisen können, dass er sie absichtlich gestellt hat, um an dem Tier noch ein bisschen verdienen zu können. Und das wird sicherlich ziemlich schwierig sein.

Und solange man das nicht kann, können die aufgestellten Behauptungen als üble Nachrede gelten.

Meiner Meinung nach.

Viele Grüße
Simsy

Hallo,

Man müsste doch dem fraglichen Tierarzt - wenn
er tatsächlich eine falsche Diagnose gestellt hat - nachweisen
können, dass er sie absichtlich gestellt hat, um an dem Tier
noch ein bisschen verdienen zu können. Und das wird sicherlich
ziemlich schwierig sein.

Und solange man das nicht kann, können die aufgestellten
Behauptungen als üble Nachrede gelten.

Hallo,
sicherlich hast Du damit recht. Rein rechtlich …

Wenn nun aber, sagen wir mal, 20 ehemalige Tierbesitzer die selben Erfahrungen mit diesem Tierarzt hatten und von diesen Erfahrungen berichten, dann war es wohl 20 mal Zufall. Also 20 mal das selbe Bild abgelaufen, warum und wieso sei dahin gestellt.
Von diesen 20 zufällig- ähnelnden Geschichten darf berichtet werden.
Jedem sei frei gestellt dies für sich selbst zu interpretieren (zu addieren)…

Grüße
Jasmin

Hallo

sicherlich hast Du damit recht. Rein rechtlich …

Genau danach war aber doch gefragt, nach dem rein rechtlichen.

Wenn nun aber, sagen wir mal, 20 ehemalige Tierbesitzer die
selben Erfahrungen mit diesem Tierarzt hatten

Ja sicher, aber solange sich da keine anderen 20 ehemaligen Tierbesitzer melden, sollte im eigenen Interesse im Dorf nur das erzählt werden, was man einwandfrei sicher weiß und beweisen kann.

Man kann ja außerdem noch erzählen, dass man (irgendwann) mal von (irgend) einem Tierarzt gehört hat, dass es auch Tierärzte gibt, die Tiere nicht rechtzeitig einschläfern, wenn sie noch durch Spritzen oder OPs was an ihnen verdienen können. - Das ist für Tierbesitzer übrigens eine wichtige Information, dass sowas nicht so selten ist.

Viele Grüße
Simsy