Verlgeich Schulabschluss in Bundesländern

Hallo,

man hört sehr oft, dass die Schulsbschlüsse in den einzelnen Bundesländern sehr schwanken. In Bayern ist die Mittlere Reife zum Beispiel schwerer als in Schleswig-Holstein.
Dieser Meinung bin ich auch, aber ich suche nach Quellen/Beweise für diese Behauptung. Ich schreibe gerade eine wissenschaftliche Arbeit und dort würde mir eine Quelle sehr weiterhelfen, wenn sich diese auf den Realschlussabschluss bezieht wäre es genial, aber auf andere Abschlüsse ist auch in Ordnung.

Vielen Dank
Johannes

Grüß Dich.

Lade Dir die Lehrpläne herunter und vergleiche peu à peu die Stoffkapitel, die Anordnung der Stoffkapitel, die Erläuterungen und die Anforderungen in der Abschlußprüfung zum Ende der 10. Klasse.

Ich würde übrigens nicht ausschließlich nach Bayern schielen. Thüringen und Sachsen haben solide Abschlußprüfungen, die generalistischer und fordernder als in Bayern sind.

Die Informationen und Broschüren kannst Du über die Bildungsserver oder direkt vom Kultusministerium erhalten.

Tschüß

Hallo Johannes,

eine praktische Auswirkung, die sich sicher quantifizieren lässt, hat das auch bei einem Umzug von Bundesland zu Bundesland. Oder wie der frühere niedersächsische MP Glogowksi sagte: „Wenn ein Bayer zu uns kommt, muss er ersteinmal ein Jahr faulenzen, um auf unser Niveau zu kommen.“

Gruß,
Andreas

Hallo,

Dieser Meinung bin ich auch, aber ich suche nach
Quellen/Beweise für diese Behauptung. Ich schreibe gerade eine
wissenschaftliche Arbeit und dort würde mir eine Quelle sehr
weiterhelfen,

In welchem komischen Fachbereich welcher „Hochschule“ werden denn so wissenschaftliche Arbeiten verfasst? Die Fragestellung sollte offen sein. Also: „Vergleich der Abschlüsse in den Bundesländern“ und nicht „Bayern sind besser“.

wenn sich diese auf den Realschlussabschluss
bezieht wäre es genial, aber auf andere Abschlüsse ist auch in
Ordnung.

Und dann hier so eine DAS Frage. Da habe ich schon wieder starke Bedenken, dass da nur Müll bei rauskommen kann. Was für eine Generation von „Wissenschaftlern“ wird denn da gerade ausgebildet, die es für wissenschaftliche Recherche halten, bei Wikipedia, Google und einem Trost und Rat Forum zu fragen.

Ich bin entsetzt!

Gruß

Fritze

Hallo Fritze,

Ich bin entsetzt!

zurecht!

Aber nach meiner Erfahrung ist das in einem unserer südlichen Bundesländern selbstverständliches Denken.

Freunde sind mit ihren Kindern von NW nach BY gezogen. Die Kindern hatten in NW einen Schnitt zwischen eins und zwei, was den Rektor des Gymnasiums in BY auf das die Kinder gehen sollten dazu brachte eine Empfehlung für eine Realschule zu geben, weil sie in einem bayerischen Gymnasium nichts zu suchen häten.
Nebenbei, sie hatten in BY wieder einen Schnitt von eins bis zwei.

Aber das nur am Rande.

Ach und ja, meine Kommelitonen aus dem Süden waren im Schnitt nicht besser, als die aus dem Westen oder Norden, aber im Schnitt arroganter.

Gandalf

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Moin Gandalf,

Aber nach meiner Erfahrung ist das in einem unserer südlichen
Bundesländern selbstverständliches Denken.

was ja durchaus immer mal wieder bestätigt wird:wink:
Beispiel PISA 2006: http://pisa.ipn.uni-kiel.de/Zusfsg_PISA2006_national… S.6
Allerdings bleiben im Bereich der naturwissenschaftlichen Kompetenz weiterhin sehr
große Abstände zwischen den Mittelwerten einzelner Länder bestehen. Der Abstand zwischen
den Schülerinnen und Schülern aus Sachsen, die mit 541 Punkten den höchsten
Kompetenzwert erreichen, und den Jugendlichen in Bremen, die die geringste mittlere
Kompetenz aufweisen (485 Punkte), beträgt 56 Punkte und entspricht dem Lernzuwachs
von circa zwei Schuljahren

Ich finde das erschreckend. Denn mal ehrlich: Die Bremer sind sicher nicht blöder als die Sachsen …

Nebenbei, sie hatten in BY wieder einen Schnitt von eins bis
zwei.

Was meinen Satz oben bestätigt:wink:

Ach und ja, meine Kommelitonen aus dem Süden waren im Schnitt
nicht besser, als die aus dem Westen oder Norden, aber im
Schnitt arroganter.

Und ansonsten pflegen wird weiter unsere Vorurteile, oder?

arroganter Gruß aus dem Süden
Jürgen

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Hallo,

Zunächst möchte ich mich bei Jürgen bedanken. Du hast mir sehr weitergeholfen. Die PISA-Studie eignet sich sehr gut. Vielen Dank!

So und jetzt möchte ich einige Missverständnisse klären: :smile:

  • Ich schreibe keine Arbeit über „Bayern sind besser“ als Schüler aus NRW. Das ist totaler Schwachsinn. Und dass habe ich nie behauptet, ich sagte, dass es Schwankungen zwischen den Schulabschlüssen der einzelnen Bundesländerrn gibt. Dies lässt sich auch durch die PISA-Studie belegen.

Ich schreibe eine Arbeit über die Bedeutung der Sportnote bei einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Das heißt zum Beispiel konkret, was ein Personalverantwortlicher in die Sportnote interpretiert (u. a. Teamfähigkeit) oder wie wichtig die Sportnote in verschiedenen Ausbildungsberufen behandelt wird.

Den Vergleich zwsichen den Bildungsabschlüssen(!) der einzelenn Bundesländer benötige ich, da ich in der theoretischen Betrachtung aufzeige, dass die Bezugssysteme der Benotung der Sportnote sehr schwanken (u. a. auch von Bundesland zu Bundesland).

  • Außerdem bin ich auf keiner Hochschule, sondern nehme am Seminarkurs meines Gymnasiums teil.

  • Für was ist dieses Forum, wenn man hier nicht Hilfe suchen kann, im Fall, das man bei einem Problem nicht weiterkommt? Ich suche hier keinen Trost, wie behauptet wurde.

Ich finde es traurig, dass hier solche unbegründete Behauptungen, Unterstellungen angeführt werden.

Trotzdem ein schönes Wochenende an alle!

Johannes

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Hallo zusammen,

meine Kritik bezog sich nicht auf ein evtl. vorhandenes Gefälle zwischen den einzelnen Ländern, sondern auf die Herangehensweise.

Ein guter Wissenschaftler hat eine Idee, wie etwas zusammenhängen könnte. Dann begründet er nicht nur seine Idee, sondern sucht nach allen möglichen Fakten, die diese Idee widerlegen könnten. Diese Recherche legt er ausführlich dar. Wenn nichts gefunden wurde, dann ist die Idee eine gute Idee. Er lädt aber gleichzeitig alle dazu ein, weiter zu versuchen, die Idee zu widerlegen.

Wenn eine Idee oder Theorie über einen längeren Zeitraum den Versuchen, sie zu widerlegen, widerstanden hat, dann wird sie zur Lehrmeinung und an die folgenden Generationen von Wissenschaftlern weitergegeben. Aber nach wie vor mit der Einladung, sie in Frage zu stellen und zu widerlegen.

So konnte Einstein die Idee eines Newton verfeinern, so haben Michelson und Morley herausgefunden, dass es keinen Äther gibt, obwohl sie ihn eigentlich nachweisen wollten, etc.

Wenn also jemand daherkommt und sagt: „Ich bin der Meinung, ein Dingsbums ist ein Oktoktok und das wissen wir ja alle. Wer kann mir denn mal ein paar Beweise liefern, dass das so ist, damit ich meine Meinung nicht ändern muss?“ dann ist das ganz großer stinkender Käse, aber keine wissenschaftliche Arbeit. Und die wollte der Fragesteller doch verfassen.

Der Abstand zwischen den Schülerinnen und Schülern aus Sachsen […]
und den Jugendlichen in Bremen […] beträgt 56 Punkte und
entspricht dem Lernzuwachs von circa zwei Schuljahren.

Das finde ich sehr lustig. Der Abstand zwischen Bayern und Finnland ist ungefähr genauso groß. D.h. ein finnischer Jugendlicher könnte der Logik zufolge locker in Bremen das erste Semester an der Uni hinter sich haben. Das kommt mir dann doch ein wenig zweifelhaft vor.

Gruß

Fritze

Moin Jürgen,

Und ansonsten pflegen wird weiter unsere Vorurteile, oder?

Vorurteile?
Ich würde sagen Erfahrungen.

Unarrogante Grüße

Gandalf

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à propos Wissenschaftlichkeit
Moin Fritze,

auf dass Dein Entsetzen noch größer werde - schau Dir mal diese Frage an:
http://www.wer-weiss-was.de/app/service/board_navi?j…

Grüße
Pit

Moin Johannes,

So und jetzt möchte ich einige Missverständnisse klären: :smile:

(…)

  • Außerdem bin ich auf keiner Hochschule, sondern nehme am
    Seminarkurs meines Gymnasiums teil.

(…)

Ich finde es traurig, dass hier solche unbegründete
Behauptungen, Unterstellungen angeführt werden.

zu den Missverständnissen, Sticheleien etc wäre es nicht gekommen, wenn Du in Deiner Ursprungsfrage den schulischen Rahmen Deiner Arbeit genannt hättest.
Zudem ist Dein Satz „Ich schreibe gerade eine wissenschaftliche Arbeit“ quasi ein Wegweiser zu Missverständnissen: Präsentationen, Facharbeiten etc für die Schule sind noch keine wissenschaftlichen Arbeiten, sondern sie dienen zur Vorbereitung auf wissenschaftliche Arbeitsweisen.

Grüße
Pit

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