Verlustängste, Schuldgefühle, ... ? )-:

Hallo zusammen,

durch meine aktuelle Beziehung sind wieder alte Probleme hervorgetreten die ich in den letzten Jahren (wo genau diese Probleme schon eine Beziehung kaputt gemacht haben) wunderschön verdrängt habe.

Meine Freundin ist im Augenblick äußerst unglücklich und unzufrieden.
Ich habe Probleme anderen Leuten (meine) Grenzen aufzuzeigen, kann nicht nein sagen, habe andauernd Verlustängst, im Bezug auf meine Beziehung, die eigentlich die ganze Zeit unbegründet sind (naja, jetzt im Augenblick sind sie auch begründet), usw. Ich rede definitiv zu wenig, wenn es Konflikte gibt, gebe ich meist nach oder schweige aus der Angst heraus es nur noch schlimmer zu machen. Habe echte Probleme mich zu streiten. Wobei mir aufgefallen ist das ich das Problem in erster Linie in den Beziehungen zuz meiner Partnerin habe.

Jedenfalls habe ich mich jetzt endlich dazu durchgerungen mir professionelle Hilfe zu holen, aber ich muss zugeben, das die Ängste mich etwas blockieren.

Meine Freundin steht zwar zu mir und will unsere Beziehung noch nicht aufgeben, allerdings geht sie auf Distrance da sie merkt wie sehr sie das ganze selbst belastet. Sie weiß nicht wie lange sie das ganze durchhält. Auch sie kann wie ich nicht mehr schlafen und kaum noch was essen. Sie hat Angst das sie weiterhiun diejenige sein muss die mich in den Hintern tritt damit ich was tue. Sie will nicht meine Therapeuten sein und hat Angst das es in die Richtung driften wird. Und sie hat ein schlechtes Gewissen weil sie meint dass ich das ganze nur ihretwegen mache und wenn es sie nicht geben würde, würde bei mir alles so weiterlaufen. Dem kann ich leider nicht widersprechen so gerne ich das auch täte. Ich kann ihr auch nicht die Ängste die sie hat im Augenblick nehmen. Auch hat sie Angst das ich jetzt einfach den erst besten Therapeuten nehme den ich kriegen kann und mir vielleicht den falschen suche nur damit ich sie nicht verliere.

Habe jetzt gestern angefangen mal rumzutelefonieren (und auch schon die erste Absage „keine Termine“ bekommen) und mich auch schon mit meiner Krankenkasse in Verbindung gesetzt um an eine Liste der Kassenärztlichen Therapeuthen in meinem Bereich zu kommen.

Worauf muss ich bei der Suche nach einem guten Psychotherapeuten achten?! Gibt es da vielleicht Tipps die ich beachten sollte?!

Im Augenblick weiß ich nicht so Recht weiter?! Kämpfe andauernd mit den Tränen, habe einen permanenten Kloß im Hals und kann nicht mehr vernünftig schlafen. Selbst hier auf der Arbeit fällt es mir schwer mich zu konzentrieren und meine Gedanken auf was anderes zu fokusieren.

Ich weiß das dieses Forum keine Psychotherapie ersetzen kann und das will ich auch gar nicht. Aber vielleicht giubt es Leute mit ähnlichen Efahrungen oder die einfach nur Tipps und Hinweise haben die mich unterstützen und mir weiterhelfen könnten.

Im Vorraus Danke für eure Hilfe,
Thomas

Hallo zusammen,

Hi!

Jedenfalls habe ich mich jetzt endlich dazu durchgerungen mir
professionelle Hilfe zu holen, aber ich muss zugeben, das die
Ängste mich etwas blockieren.

Also erst mal: gut dass du dir Hilfe suchen magst, laß mich dir Mut machen und dir schon mal vorab die Daumen drücken.

Auch hat
sie Angst das ich jetzt einfach den erst besten Therapeuten
nehme den ich kriegen kann und mir vielleicht den falschen
suche nur damit ich sie nicht verliere.

Ja - nach meiner Erfahrung ist es wichtig einen Therapeuten zu finden der zu dir paßt, der „falsche“ kann da eine Menge kaputt machen.

Habe jetzt gestern angefangen mal rumzutelefonieren (und auch
schon die erste Absage „keine Termine“ bekommen) und mich auch
schon mit meiner Krankenkasse in Verbindung gesetzt um an eine
Liste der Kassenärztlichen Therapeuthen in meinem Bereich zu
kommen.

Laß dich bloß nicht mürbe machen, es gibt wirklich gute Therapeuten!

Worauf muss ich bei der Suche nach einem guten
Psychotherapeuten achten?! Gibt es da vielleicht Tipps die ich
beachten sollte?!

Als ich meine Therapie begann hatte ich ähnliche Ängste, vor allem, weil mir einige in meinem Umfeld von so schrecklichen Psychiatern erichteten, dass ich mich fast gar nicht mehr getraut habe was zu suchen. Später habe ich festgestellt, dass eine Menge Leute eine erfolgreiche Therapie hinter sich haben. Aber über erfolgreich Therapien redet keiner, die sind abgeschlossen und gut.

Ich habe mir damals eine Liste gemacht, was im Umgang mit dem Therapeuten wichtig für mich ist (gelernt aus verschiedenen Erstgesprächen und den Erfahrungen anderer): z B. Ich will und muß weiter funktionieren, kann mir keine Zusammenbrüche leisten, weil ich als alleinerziehende Mutter einfach immer für mein Kind da sein muß. Ich wollte mich nicht ausliefern, kein bedingungsloses Vertrauen, und immer die Möglichkeit die Dinge zu hinterfragen.
Das und einige mehr habe ich meiner Therapeutin gelich bei der ersten Sitzung gesagt, sie konnte damit umgehen, sich darauf einlassen und es hat hervorragend geklappt.

Wenn du wissen willst welcher Therapeut zu dir passt, ist das auchmanchmal die Frage nach der passenden Therapieform, und da gibt es in vielen Städten sozialpsychiatrische Dienste, die das in einem Gespräch mit dir abklären.
Gute Adressen gibt es auch bei den Erziehungsberatungsstellen, die bekommen ja immer auch gleich ein Feetback. Man muß ihnen ja nicht gleich sagen, dass gar keine Kinder im Spiel sind (obwohl, wenn man es genau nimmt, sind all diese Schäden, die wir mit uns herumtragen doch meist Kindergeschichten, unsere eigenen)

Ich weiß das dieses Forum keine Psychotherapie ersetzen kann
und das will ich auch gar nicht. Aber vielleicht giubt es
Leute mit ähnlichen Efahrungen oder die einfach nur Tipps und
Hinweise haben die mich unterstützen und mir weiterhelfen
könnten.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen, so ganz aus dem Bauch heraus, also sehr persönlich gefärbt, aber vielleicht kannst du es ja für dich umfärben.

Im Vorraus Danke für eure Hilfe,
Thomas

Tschau
Susanne

hallo thomas,
die situation in der du bist ist schwer und ich kann sie ganz gut nachvollziehen. es ist ein teufelskreis. die ängste die du beschreibst kenne ich selber gut. als kind habe ich oft streitigkeiten meiner eltern miterlebt. nach einem streit, dessen grund ich war haben sich meine eltern getrennt. die beziehung, meiner eltern, war schon lange defekt. dieser abend war also nur der tropfen der das fass zu überlaufen brachte und ich selber hatte an der trennung keine schuld. trotzdem hatte und habe ich immer noch ein unsicheres gefühl oder angst wenn menschen sich streiten. besonders wenn meine beziehungspartnerin meinetwegen verärgert ist. du siehst also du stehst nicht alleine mit deinem problem da.

ich habe im laufe der zeit gelernt, dass es wichtig ist zu miteinander zu sprechen, weil nicht nur ein partner „schuld“ hat. es treffen, meiner erfahrung nach, meist menschen aufeinander, die gegenteilige verhaltensweisen an den tag legen. bei mir ist es immer so dass, ich auf frauen getroffen bin, die sich durch „agressives“ verhalten durchgesetzt haben. positiv betrachtet würde ich es mal so sehen dass, das leben mir immer wieder eine neue lernaufgabe gestellt hat. mit meiner jetztigen partnerin, die akzeptiert hat, dass es für mich eine schwer überwindbare hürde ist in solchen „streitsituationen“ standpunkte zu beziehen, sind ganz einfache dinge vereinbart worden. wir schreiben uns zum beispiel, wenn wir etwas nicht okay finden. der ärger oder die wut auf der einen seite ist dann verraucht und ohne emotionen lesen sich manche dinge nüchterner. bis wir aber zu diesen ersten schritt gekommen sind hat es lange gedauert und viel gegenseitiges verständis gebraucht. dies ist unser persönlicher lösungsansatz. eurer sieht vielleicht ganz anders aus, aber es sollte ein gemeinsamer sein und auf dem weg zu dem lösungsansatz, ist der eine der therapeut des anderen und umgekehrt. für mich fällt das unter „für einander verantwortung tragen“. leider delegieren wir so etwas in unsere gesellschaft, dann an einen therapeuten. Was sicher auch eine gute lösung sein kann.

ich möchte dir mit diesem kurzen statement nur ein bisschen mut machen und dir sagen, ein problem ist immer nur eine lösung, die noch nicht gefunden worden ist.

eine ausführliche antwort würde diesen rahmen hier sprengen, wenn du also möchtest dann mail mir.

grüße j.a.

Hallo Thomas,
ich habe jetzt die Anderen Beiträge zu deiner Frage nicht gelesen, deswegen weiß ich nicht ob ich mich wiederhole.

Also, es ist gut das du selber siehst das du ein Problem hast und du bist nicht der Einzige! Den Schritt den du als nächstes tun willst, einen Therapeuten suche finde ich richtig gut. Ich selber befinde mich wegen fast der gleichen Probleme in Behandlung.
Ich muß deiner Freundin auf der einen Seite recht geben, dass es schon vor kommen kann das du vielleicht an einen falschen Therapeuten geraten könntest, aber das wirst du selber recht gut merken ob er gut ist für dich oder nicht. Du hast dich ja eh bei deiner Kasse gemeldet und eine Liste der Therpeuten verlagt die übernommen werden. Du kannst ohne Sorge zu einem gehen und wenn du willst das auch ein paar Stunden machen ohne das du dich verpflichtest bei ihm zu bleiben, du kannst ihn testen und wenn er dir nicht zusagt zu einem Anderen wechseln. Wenn du eine gefunden hast, kannst du auch mal deine Freundin mitnehmen,dann werdet ihr beiden gute Ratschläge für eure Beziehung bekommen, die auch was bringen.
Ich hoffe ich konnte dir helfen?

Liebe grüße Manuela

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