Hallo liebe Experten,
ein Trafo hat selbst wenn kein Verbraucher angeschlossen ist Verluste! Warum ist das so? Es dürfte doch eigentlich kein Strom fließen, oder?
Gruß
Hallo liebe Experten,
ein Trafo hat selbst wenn kein Verbraucher angeschlossen ist Verluste! Warum ist das so? Es dürfte doch eigentlich kein Strom fließen, oder?
Gruß
Guten Tag.
Schließ mal einen Trafo, z.B. von der Modellbahn*, einfach so an die ganz gewöhnliche Steckdose an. Dann hör hin. Was hörst du? Den ganz normalen Feldwaldwiesen-Brumm. Nun gut, Frauen z.B. brummen auch bei weniger als 50 Perioden in der Sekunde … auf jeden Fall muss die Energie für den Brumm ja *irgendwo* herkommen - und der Verdacht liegt nahe, dass die Quelle tatsächlich der Netzstrom ist.
Es fließt also schon Strom, wenn dat Ding einfach nur am Netz hängt, ohne dass ein Verbraucher daran zuppelt.
GEK
*Modellbahn ist besonders gut geeignet, weil Spielzeug und daher schlecht abgeschirmt - ältere Elektrogeräte können das aber eigentlich immer ganz gut.
Hallo
Man verwendet für Transformatoren einen Eisenkern, um eine hohe sogenannte Induktivität zu erreichen. Das wiederrum vermindert wesentlich die notwendige Baugröße.
Der Transformatorkern ist schon aus Blechen und gestapelt, aber hier finden trotzdem die meisten Verluste statt.
Man kann sich das so vorstellen, als das man im Eisen viele kleine kurzgeschlossene Wicklungen finden kann.
Hier fließt ein Strom, der zu Wärme wird.
Der Trafobrumm kommt hauptsächlich von kleinen Größenschwankungen des Eisens, aufgrund von Magnetfeldern. Das hat nichts mit den auch sogenannten Wirbelströmen zu tun.
Ein Trafokern, der sehr wenig Verluste hat, besteht deswegen aus einem sehr feinen Eisenpulver mit voneinander isolierten Partikeln. Das ist für Hochfrequenzanwendungen erforderlich.
MfG
Matthias
Hallo liebe Experten,
ein Trafo hat selbst wenn kein Verbraucher angeschlossen ist Verluste! Warum ist das so? Es dürfte doch eigentlich kein Strom fließen, oder?
Gruß
Hallo liebes ?,
der Trafo besteht aus Spulen, und zumindest durch die Primärspule fließt natürlich Strom, auch wenn alle anderen Wicklungen nicht angeschlossen sind. Die Drähte der Wicklung haben einen endlichen Widerstand und wenn daurch Strom fließt entsteht Wärme.
Weiterhin werden die Elementarmagnete im Eisenkern (bei einem herkömmlichen Trafo) weiterhin ständig umgedreht, auch dadurch entstehen thermische Verluste, diesmal im Kern.
Bernhard
Die induktive Kopplung von Primär- und Sekundärspule ist nicht mehr ideal. Ein geringer Teil des magnetischen Flusses durchsetzt nicht mehr beide Spulen gemeinsam, sondern schließt sich jeweils als Streufluss außerhalb des Eisenkerns. Um diesen Streufluss klein zu halten, wickelt man die beiden Spulen nicht nebeneinander, sondern nach bestimmten Schemata übereinander.
Es treten auch im Leerlauf sog. „Eisenverluste“ auf. Dies sind Energieumsätze im Eisenkern durch das periodische Ummagnetisieren (Hystereseverluste) und durch die Induktion von Wirbelströmen (Wirbelstromverluste). Sie führen auch unbelastet zu einer unerwünschten Erwärmung des Eisenkerns. Deshalb werden spezielle Legierungen mit möglichst kleiner Hysterisschleife verwendet, und der Kern wird nicht massiv, sondern als Blechpaket aus voneinander isolierten Trafoblechen aufgebaut.
Bei Belastung des Trafos treten Wicklungsverluste durch die Joulsche Wärme in den Kupferwicklungen auf. Deshalb wird die vom größeren Strom durchflossene Unterspannungswicklung aus entsprechend dickerem Draht gewickelt.
In der einfachsten Ersatzschaltung eines realen Trafos kann man diesen als Spannungsquelle auffassen mit einem Innern widerstand aus einer dem Streufluss entsprechenden Induktivität und einem Ohmschen Widerstand, der die Energieverluste repräsentiert.
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