Verlustleistung durch Kabelwiderstand

Hallo, ich hab mich grad nochmal mit dem Energieverlust durch Stromleitungen befasst:

Mit P=R*I^2 kann man ja berechnen, welche Leistung allein durch den Kabelwiderstand verloren geht. Da dieser Wert vom Quadrat des Stroms abhängt, versucht man doch den Strom durch transformieren möglichst gering zu halten. Wenn man aber U=R*I in die eben genannte Formel einsetzt, erhält man: P = U^2/R! Für größe Widerstände ist das ja auch noch völlig logisch, dass man besser eine größe Spannung als einen größeren Strom hat. Wenn jetzt aber der Widerstand kleiner als 1 wird (ich geb zu, dass ist recht selten, aber mal als Gedankenexperiment) dann wäre es nach diesen beiden Formel doch besser einen größeren Strom zu haben, damit die Verlustleistung möglichst gering ist. Wie lässt sich das denn anschaulich erklären. Ich hab immer noch die Vorstellung von Elektronen, die sich pro Zeit durch ein Kabel bewegen und je mehr es von diesen gibt, desto häufiger wird ja auch ein Zusammenstoß mit einem Atom stattfinden, welches Energieverlust bedeutet. Nach dieser Vorstellung wäre es aber immer besser einen geringen Strom zu haben.
Kann mir das einer erklären?

Vielen Dank und viele Grüße
Manny

Hallo, ich hab mich grad nochmal mit dem Energieverlust durch
Stromleitungen befasst:

Mit P=R*I^2 kann man ja berechnen, welche Leistung allein
durch den Kabelwiderstand verloren geht. Da dieser Wert vom
Quadrat des Stroms abhängt, versucht man doch den Strom durch
transformieren möglichst gering zu halten. Wenn man aber U=R*I
in die eben genannte Formel einsetzt, erhält man: P = U^2/R!
Für größe Widerstände ist das ja auch noch völlig logisch,
dass man besser eine größe Spannung als einen größeren Strom
hat. Wenn jetzt aber der Widerstand kleiner als 1 wird (ich
geb zu, dass ist recht selten, aber mal als
Gedankenexperiment) dann wäre es nach diesen beiden Formel
doch besser einen größeren Strom zu haben, damit die
Verlustleistung möglichst gering ist.

einfacher Denkfehler: U^2/R wächst mit U, ob R nun kleiner oder grösser 1 ist.

Gruss Reinhard

Hallo,

Mit P=R*I^2 kann man ja berechnen, welche Leistung allein
durch den Kabelwiderstand verloren geht. Da dieser Wert vom
Quadrat des Stroms abhängt, versucht man doch den Strom durch
transformieren möglichst gering zu halten.

richtig.

Wenn man aber U=R*I
in die eben genannte Formel einsetzt, erhält man: P = U^2/R!

ja. Dieses „U“ steht aber für den Spannungsabfall an der Leitung, nicht für die Übertragungsspannung = die Spannung zwischen Hin- und Rückleitung.

Für größe Widerstände ist das ja auch noch völlig logisch,
dass man besser eine größe Spannung als einen größeren Strom hat.

Vorteilhaft ist ein kleiner Strom I. Dann ist wegen U = R I auch der Spannungsabfall U an der Leitung und damit die Verlustleistung U I gering. Die Übertragungsspannung ist jedoch hoch, denn Primär- und Sekundärstrom steht bei einem Transformator im umgekehrten Verhältnis wie die Primär- zur Sekundärspannung: Wenn Uprimär/Usekundär = n ist (die „Trafoübersetzung“), dann ist Iprimär/Isekundär = 1/n.

Wenn jetzt aber der Widerstand kleiner als 1 wird

„In Japan kostet ein Kaugummi weniger als 30“. Verstehst Du, dass beide Aussagen ohne Angabe einer Einheit keinen Sinn geben (30 was? Euro? Cent? Dollar? Yen?) „Der Widerstand ist kleiner als 58 Ω“ oder „der Widerstand ist kleiner als UGenerator/Imaximal“ – das ist sinnvoll.

Ich hab immer noch die Vorstellung von
Elektronen, die sich pro Zeit durch ein Kabel bewegen und je
mehr es von diesen gibt, desto häufiger wird ja auch ein
Zusammenstoß mit einem Atom stattfinden, welches
Energieverlust bedeutet. Nach dieser Vorstellung wäre es aber
immer besser einen geringen Strom zu haben.

So ist es auch.

Gruß und schönes WE
Martin