Vermarktung von software?

hi alle,

ich bin auf der suche nach strategien/infos/webseiten zum thema „vermarktung einer selbst geschriebenen software“.

es handelt sich um eine kompakte, aber sehr leistungsfähige, praktische und zeitsparende anwendung für eine spezielle gruppe von klein- und mittelbetrieben. im deutschsprachigen raum ist sie - theoretisch - für ca. 200.000 betriebe von interesse. sie soll unter 500 euro kosten und liegt damit deutlich unter dem billigsten konkurrenzprodukt. webseite ist vorhanden und die ersten pakete sind auch schon verkauft.

nun meine fragen, wie erreicht man diese betriebe (die wohl in der regel noch ohne internetanschluß sind) ohne großen kostenaufwand? wie macht man das produkt in großem rahmen publik? oder aber - wie findet man einen kooperationspartner, der z.b. den vertrieb übernimmt? da es sich um einen „ein-mann-betrieb“ handelt, sind die zeitlichen wie finanziellen möglichkeiten eher begrenzt.

bin für jeden tip dankbar!!

lg, martina

Hallo Martina,

Du kannst z.B. versuchen, in den redaktionellen Teil diverser Zeitungen/Fachpublikationen zu kommen. Wenn Dein Produkt einen wirklichen Nutzen für den Anwender darstellt, müßte es möglich sein, Redakteure für einen Bericht zu gewinnen. Nebeneffekt: Der Leser geht von einer objektiven Berichterstattung aus und ist möglicherweise eher bereit, den Kauf zu tätigen.

Gruß und viel Spaß beim Geldverdienen
Dirk

Hallo Martina,

Dirks Vorschlag mit einem redaktionellen Beitrag in Fachzeitschriften solltest Du unbedingt realisieren. Das kostet zumindest für die Veröffentlichung nichts und bringt oft mehr Resonanz als ein Inserat.

Auch wenn Du Software verkaufen möchtest, würde ich keine Software-Zeitschriften zur Veröffentlichung wählen. Suche welche, die von Deiner Zielgruppe gelesen werden. Wenn Deine Software z. B. für Schreinereien gedacht ist, nimmst Du Zeitschriften für die Holzverarbeitung, Fensterbau etc.
Für jedes Fachgebiet gibt es eine große Zahl von Fachpublikationen.

Um Redakteure zur Veröffentlichung zu bewegen, fertigst Du Pressemappen an. Kurz, knackig und informativ muß der Inhalt sein, am besten mit einem reprofähigen Bild dabei. Zusätzlich eine Diskette im Word-Format und Bild als jpg-File kann nicht schaden. Nicht viel Text, weil Du dem Redakteur damit nur viel Arbeit machst. Er muß auf den allerersten Blick erkennen, worum es geht und ob es für seine Zielgruppe von Interesse ist.
Deine Pressemappe fertigst Du in 2 bis 3 verschiedenen Versionen an. Wenn Text und Bild gut sind, werden auch Redakteure stinkfaul und schreiben einfach ab. Danach sind sie sauer, wenn sich der gleiche Text in einem halben Dutzend anderer Zeitschriften findet. Das kannst Du Dir nicht leisten, weil Du auch zukünftig noch etwas von diesen Leuten willst. Nach einem halben Jahr kommt bestimmt ein Update Deiner Software. Wieder das Spiel mit den Pressemappen…„die bewährte Software…blah, blah…steht jetzt in einer neuen Version…“

Damit das alles funktioniert, schickst Du Deine Pressemappe nicht einfach an den Verlag. Du telefonierst vorher mit dem Redakteur, notierst Dir seinen Namen, hälst Kontakt. Verlage sind anonym, es zählt nur der persönliche Kontakt, alles andere versandet, landet auf dem großen Stapel und schließlich im Müll.

Während persönlicher Kontakte zu Redaktionen ergibt sich womöglich die Chance, einen ganz besonderen Leckerbissen an Land zu ziehen, nämlich ganze und mehrere Zeitschriftenseiten für einen Fachaufsatz zu bekommen. Dabei kannst Du zwar nicht hemmungslos wie beim Inserat Werbung pur betreiben, aber letztlich ist der Aufsatz besser als jedes Inserat, für das im übrigen in vergleichbarer Größe zig Tausende Mark fällig wären. Du bekommst das zum Nulltarif und erhälst manchmal sogar noch ein paar Mark Honorar. Anspruchsvoll und trotzdem für die Zielgruppe verständlich geschrieben ist sowas eine Werbegranate. Ach ja, das Wichtigste: Kein Software-Chinesisch! Die Unsitte, sich mit einer unlesbaren Mischung aus Anglizismen, Trivialbezeichnungen, freien Wortschöpfungen, Wortmarken und Fachausdrücken profilieren zu wollen, geht immer daneben und ist eine vertane Chance beim Erreichen neuer Kunden.

Du kannst gerne jetzt und sofort mit dem Verfassen beginnen. Für gute Aufsätze ist jeder Redakteur dankbar. Selbstverständlich bietest Du den gleichen Aufsatz nicht verschiedenen Zeitschriften an. Wenn die das merken, sind sie stinksauer und Du brauchst Dich da nie wieder blicken zu lassen.

Die kleineren redaktionellen Beiträge in verschiedenen Zeitschriften haben für Dich noch einen wichtigen Nebeneffekt: Du bemerkst, von welcher Zeitschrift die größte Resonanz von potenziellen Kunden erfolgt. Das ist dann auch die Zeitschrift, in der sich am ehesten bezahlte Inserate lohnen.

Noch etwas zum Internet: Unterschätze nicht die Kleinbetriebe. Viele verfügen entgegen Deiner Annahme doch über einen Internet-Zugang und nutzen diesen auch zunehmend. Über kurz oder lang wird das Internet für den kleinen Produzenten und Anbieter, wie Du es bist (ich bin in ähnlicher Situation) zur wichtigsten Vermarktungsplattform.

Gruß
Wolfgang

IHK-Zeitschriften
Hallo martina,

als Nachtrag zum vorgenannten möchte ich Dich noch auf die IHK-Zeitschriften hinweisen. Diese bekommen alle Betriebe der jeweiligen Region. Rufe bei der IHK mal an, und laß Dir die Redaktion geben. Unter http://www.ihk.de/ findest Du mit dem IHK-Finder (oben) die zuständige IHK.

Gruß
Christian

Hallo Martina,

bitte gib uns doch mal die Adresse Deiner Homepage, damit man sich unter der Software etwas mehr vorstellen kann.

Jörg Haupt

www.jhmc.de

vielen dank für alle tips! (o.T.)
lg, martina

Hallo,
wie wäre es denn mit Direktvermarktung der Software: es ist ein reines Rechenexempel. Jeder Direct Mail-Kontakt kostet in einer Auflage mit guter Adresse (bereits selektiert auf KMU) von vielleicht 1.000 Stück so ca. 2 DM bis 3 DM, bei DIN C4 eher 5 DM (auch je nach Werbematerial; nicht zu teuer beginnen, die besseren Materialien eher in der zweiten Stufe nach Rückantwort des Interessenten).
Und jetzt der Break-Even: wenn ca. 0,5 % der angeschriebenen Unternehmen die Software erwerben würden (ein schon recht hoher, aber noch realistischer Wert bei guten Produkten), so ergibt sich ein Umsatz von 5 Stück * 500 Euro = 2.500 Euro = ca. 5.000 DM. Die Maßnahme kostet ca. (DIN A lang mit Infopost) 2.500 DM. Also bereits ab 2,5 verkauften Exemplaren könnte sich die Direktvermarktung lohnen. Mit steigender Auflage fallen die relativen Kosten.
weitere Tipps: guten Aufmacher auf das Kuvert drucken (könnte aber Geld kosten); Software unter dem Betrag für geringwertige Wirtschaftsgüter anbieten (fragen; könnten so ca. 800 DM sein), da sie dann bereits im ersten Jahr voll steuerlich absetzbar wäre.
MfG
Christian

hi alle,

Mich würde mal die Zielgruppe für die Software interessieren. Vielleicht mailst Du mal Details.
Michael
[email protected]

hi alle,

ich bin auf der suche nach strategien/infos/webseiten zum
thema „vermarktung einer selbst geschriebenen software“.

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bin für jeden tip dankbar!!

lg, martina