Vermehrter Grundwert

Hallo.

Wie kann ich folgendes berechnen:
Bzgl. einer Geldanlage möchte ich Provisionen berechnen, die sich aber auf das aufzunehmende Darlehen berechnen.
Ich habe also einen Grundwert und die Prozentwerte der Provisionen.
Bsp.: ich möchte 10.000,00EUR aufnehmen bzw. ausgezahlt bekommen.
Es fallen Provisonen von sagen wir einmal 5% und noch einmal 6% an, die sich jedoch VOM effektiv AUFZUNEHMENDEN Kredit berechnen, also NICHT von den 10.000,00EUR sondern von 10.000,00 + „5%-Provion“ + „6%-Provision“.

Wie hoch muss also das aufzunehmende Darlehen sein, damit ich die 10.000,00EUR ausgezahlt bekomme und trotzdem die 5% + 6% Provision durch das aufgenommene Darlehen gedeckt sind?

Falls es nicht exakt geht bzw. als Erweiterungsfrage:
Wie sähe es aus, wenn das aufzunehmende Darlehen auf volle 1.000,00EUR gerundet werden soll (und sich die Provisionen dann daraus berechnen sollen)?

Hat dieser Rechnung eine mathematische Bezeichnung („Vermehrter Ggrundwert“, …)?

Vielen Dank schion mal,
Dirk

Hi Dirk,

sowas führt zu einer Differentialgleichung, für die ja typisch ist, dass das Ergebnis auf die Eingangsvariablen rückwirkt. Einfacher wäre vermutlich, die Vertragsbedingungen zu ändern.

Den Fall, dass Provisionen in Stufen berechnet werden, kannst Du ganz einfach mit Excel lösen.

Gruß Ralf

Moin,

Bsp.: ich möchte 10.000,00EUR aufnehmen bzw. ausgezahlt
bekommen.
Es fallen Provisonen von sagen wir einmal 5% und noch einmal

Wie Du das mit es fallen einmal 5% und einmal 6% Provision meinst, ist mir nicht ganz klar? Insgesamt 11%? Oder auf den schon erhöhten effektiven Kredit nochmal 6%?

In jedem Fall:

x_i = effektiv aufzunehmender Kredit
N_i = 10000€ = ausgezahlter Kredit
p_i = prozentuale Provision

Dann gilt logischerweise, daß der aufzunehmende Betrag weniger der Provision gleich dem ausgezahlten Betrag ist:

x_i - p_i/100 * x_i = N_i
x_i (1-p_i/100) = N_i
x_i = N_i / (1-p_i/100)

Wenn zwei (oder mehr) Makler hintereinander Provision kassieren rechnest Du Dir erst x_1 aus, wobei N_1 Dein gewünschter, auszuzahlender Betrag ist und p_1 die Provision des Maklers, der als erster seine Provision draufschlägt. Dann setzt Du im zweiten Schritt N_2 = x_1 und beginnst den Prozess von vorne - für soviele Male wie irgendwer eine Provision haben will. Geht also schön analytisch ohne Näherungen (und mit einfacher Prozentrechnung!).

Gruß,
Ingo

Hey, vielen, vielen Dank. Das geht in die Richtung, in die ich angefangen hatte zu denken. Wie so oft, ist das geniale einfach einfach! :smile:

Mit den Provisionen war das so gedacht, dass beide (Provision A und Provision B) auf den Darlehensbetrag gerechnet werden sollen (der ja erst noch berechnet werden muss) und in der Summe mit dem Auszahlungsbetrag natürlich eben den zuberechnenden Darlehensbetrag ergeben.
Da es bei Darlehen üblicherweise nur glatte Beträge gibt, soll bzw. kann der Darlehensbetrag auf volle Tausender aufgerundet werden, wobei sich die Provisionen auf denn dann aufgerundeten Betrag beziehen sollen (und natürlich wieder

Hallo.

Na, nun habe ich doch noch ein Problem und hoffe, Du kannst mir auch da so gut weiter helfen:

Mit der von Dir genannten Formel kann ich nun sehr schön die einzelnen Beträge berechnen. In meinem konkreten Fall möchte ich 10.000,00€ als Auszahlungsbetrag haben. Es fällt eine Provision A mit 5% vom zu berechnenden Darlehensbetrag an und eine Provision B mit 6% vom zu berechnenden Darlehensbetrag. Weiterhin fallen 3% Zinsen als Vorfälligkeitsentschädigung an und nochmals 3% Zinsen p.a. für 10 Jahre.
(Die Zinsen werden aus dem Darlehensbetrag abzgl. Provison A berechnet!)

Nun haben wir schon die exakten Beträge für die Provisionen berechnet, wodurch sich in der Aufsummierung ein krummer Betrag ergibt:
(AB = Auszahlbetrag, PrA = Provision A, PrB = Provision B, VFE = Vorfälligkeitsentschädigung, Zi = Zinsen)
AB = 10.000,00
PrA = 5%
PrB = 6%
VFE = 3%
Zi = 30% (3% für 10 Jahre)

Darlehensbetrag

Nun soll der Darlehensbetrag aber immer auf volle Tausender aufgerundet sein/werden.
Mache ich die Rechnung wie bisher und stelle dann fest, dass der Betrag aufzurunden ist, müssen ja die Provisionen und Zinsen von diesem aufgerundeten Betrag berechnet werden.

Tue ich das, kann es wieder sein, dass ich aufrunden mus etc., etc. (Endlosschleife).

Kann ich dieses Aufrunden auch irgendwie berücksichtigen?
Es muss doch einen Weg geben, dass ich sagen kann, dass ich soundsoviel ausgezahlt haben möchte und ich dann „irgendwie“ den Darlehensbetrag errechne.

Vielen Dank
Dirk

Moin,

(AB = Auszahlbetrag, PrA = Provision A, PrB = Provision B, VFE
= Vorfälligkeitsentschädigung, Zi = Zinsen)
AB = 10.000,00
PrA = 5%
PrB = 6%
VFE = 3%
Zi = 30% (3% für 10 Jahre)

Darlehensbetrag

I.A. setzt sich der monatlich zurückzuzahlende Betrag aus Zinsen und Tilgung zusammen. Zinsen zahlst Du aber nur auf die noch verbleibende Restschuld. Deine Rechnung geht davon aus, daß Du jährlich die anfallenden Zinsen zurückzahlst ohne Deine Schuld zu tilgen.

Nun soll der Darlehensbetrag aber immer auf volle Tausender
aufgerundet sein/werden.
Mache ich die Rechnung wie bisher und stelle dann fest, dass
der Betrag aufzurunden ist, müssen ja die Provisionen und
Zinsen von diesem aufgerundeten Betrag berechnet werden.

Yup. Das müßte man entweder passend mittels eines Programms lösen, welches das durchinteriert (eine Endlosschleife ist’s vermutlich nicht). Oder tatsächlich exakt ausrechnen und dann ggf. per Hand ein paar Iterationen durchrechnen - bis man eben nicht mehr aufrunden muß.

Man kann das Aufrunden in Formeln packen, aber das wird unhandlich. Einfach statt der Zahl eben „aufgerundet(Zahl)“ einsetzen… Das geht noch mathematisch schöner zu schreiben, bringt aber effektiv nichts.

Gruß,
Ingo

Man kann das Aufrunden in Formeln packen, aber das wird
unhandlich. Einfach statt der Zahl eben „aufgerundet(Zahl)“
einsetzen… Das geht noch mathematisch schöner zu schreiben,
bringt aber effektiv nichts.

Gruß,
Ingo

„Aufgerundet Zahl“ statt welcher „Zahl“?
Ich wollte das in einem Excel-Sheet umsetzen und nur wenn’s gar nicht anders geht mit zugehöriger VBA-Programmierung.

Gruß
Dirk

Moin,

(AB = Auszahlbetrag, PrA = Provision A, PrB = Provision B, VFE
= Vorfälligkeitsentschädigung, Zi = Zinsen)
AB = 10.000,00
PrA = 5%
PrB = 6%
VFE = 3%
Zi = 30% (3% für 10 Jahre)

Darlehensbetrag

I.A. setzt sich der monatlich zurückzuzahlende Betrag aus
Zinsen und Tilgung zusammen. Zinsen zahlst Du aber nur auf die
noch verbleibende Restschuld. Deine Rechnung geht davon aus,
daß Du jährlich die anfallenden Zinsen zurückzahlst ohne Deine
Schuld zu tilgen.

Die Zinsen werden auch sofort für zehn Jahre im Voraus gezahlt. Ausserdem zzgl. ein jahr Zinsen als Vorfällgikeitsentschädigung.

Man kann das Aufrunden in Formeln packen, aber das wird
unhandlich. Einfach statt der Zahl eben „aufgerundet(Zahl)“
einsetzen… Das geht noch mathematisch schöner zu schreiben,
bringt aber effektiv nichts.

Gruß,
Ingo

Wie sieht die Formel aus??

Gruß
Dirk

Moin,

„Aufgerundet Zahl“ statt welcher „Zahl“?

Diejenigen Zahlen, die Du auf ganze Tausender gerundet haben möchtest - also vermutlich Deinen Endbetrag, den Du als Kredit aufnehmen willst.

Wenn Du’s mit Excel machen willst, rechne gleich in 1000-Euros, dann funktioniert das mit dem aufrunden(N_1) auch korrekt und Du sparst Dir dummes Herumgerechne mit einem Faktor 1000·

Wenn kein Zinseszins anfällt, ist Deine Berechnung der Zusatzkosten wohl richtig. Und es sollte vermutlich auch möglich sein, das mit Hilfe diverser Zeilen in Excel iterativ zu lösen - auch wenn’s mich graust.

Gruß,
Ingo

Ich habe das mit Hilfe Deiner Formeln mit VBA in Excel gelöst. Ich berechne also die Provisionen und Zinsen, runde den Darelehensbetrag auf volle Tausender auf, prüfe, ob die Provisionen und Zinsen bezogen auf den aufgerundeten Betrag noch