Hallo brooks,
Ist es nicht etwas komisch hier im Internet
Ratschläge zu geben und anzunehmen, zu Themen, wie
Herzinfarkt, seltenen Krankheiten, Grenzfällen und vielen
anderen Themen, von denen der Laie doch kaum Ahnung hat.
nein, ist es nicht! Es ist immer die Frage, wie Mehrwert generiert wird.
Mein Mann (immer gesund mit tollen Blutwerten und ein Sportler) hatte im Februar 2011 Blut im Urin.
Ich habe mich übers Internet kundig gemacht und auch von Betroffenen (Nicht-Experten) erfahren, was dies bedeuten könnte. Daraufhin habe ich darauf insistiert, dass mein Mann zum Arzt geht und eine Sonographie machen lässt (dieser Rat kam aber von den Betroffenen)! Ein „normaler“ Hausarzt hätte es sicherlich mit Blasenentzündung abgetan!
Diagnose: Nierzenzellkarzinom (Tumorgröße 10x11x12 cm).
Wir haben sofort alles unternommen, waren in einer sehr renommierten Uni-Klinik, er wurde drei Mal operiert, da sich in beiden Lungenflügeln bereits Metastasen gebildet hatten…aber die wirklich wichtigen Auskünfte habe ich über das spezifische Nierenkebs-Internetforum erhalten, wo Betroffene und Angehörige aktiv sind: Wie habe ich welche Werte zu deuten, welche Fragen muss ich stellen, was bedeutet die Einahme von Sutent, die auf uns hätte zukommen können, wie stark sind bereits die Lymphkonten befallen etc.
Das hat mir kein „Gott in Weiß“ erzählt, sondern ich musste sie fragen! Aber man benötigt eben auch Wissen, um Fragen stellen zu können.
Wenn Du ein „Gott in Weiß“ werden möchtest, dann achte bitte darauf, was die Angehörigen und die Patienten äußern!
Mein Mann ist drei Monate nach der Diagnose mit zweimonatigen KH-Aufenthalt elendig krepriert; hier bei mir zu Hause!
Das KH hat sich mehr oder minder noch entschuldigt, dass es keine umfangreiche Eingangsdiagnostik vorgenommen hat! Sie hätten meinen Mann gar nicht mehr operieren müssen, da der Krebsbefall schon so fortgeschritten war! Haben sie aber!
Da haben mir die „Laien“, die in meiner Rückschau um einiges mehr Ahnung in der Gesamtbetrachtung haben, mir sehr viel mehr geholfen!
Außerdem habe ich mir als Laie erdreistet, hier auch mal einen Thread reinzustellen: Mit dem Grundtenor, dass man bei Krebs-Diagnose grundsätzlich auf eine umfangreiche Eingangsdiagnostik bestehen muss.
Ich hoffe, Du machst Deinen Job besser, aber Deine durchschimmernde Arroganz scheint eher dazu zu führen, Menschen auseinanderzunehmen, um sie dann in ihren Tod zu entlassen.
Danke und viele Grüße
Kathleen