Vermögensaufteilung/Scheidung

Guten Tag,
Kann mir bitte jemand sagen, warum bei der Verhandlung über die Vermögensaufteilung fast endlos in weiteren Terminen weiterverhandelt wird, obwohl das reale Vermögen schon bei der ersten Verhandlung durch sämtliche Bankbelege belegt wurde und eine 50:50 Aufteilung der Standard bei Scheidungen ist?

Danke

Hallo,

Du schreibst nicht, WAS endlos weiterverhandelt wird. Wo die Streitpunkte liegen.

Ein Endlosstreit kann z. B. entbrennen, wenn es beim Vermögen und beim Hausrat Wertsteigerungen, Wertverluste und auch Ersatzbeschaffungen gibt.

Echte 50 : 50 sind eigentlich nur möglich, wenn beide Ehepartner mit Null (oder genau den gleichen Wertgegenständen) in die Ehe gegangen sind.

Beispiel: Partner M hatte vor der Ehe einen VW Golf. Während der Ehe wurde der Golf verschrottet und dafür ein Mondeo angeschafft und vom Konto des Partners F bezahlt (welches während der Ehe angespart wurde). Der Mondeo wird hier nicht zu 50 % dem Partner F zugeschrieben, sondern zu (nahezu) zu 100 % dem Partner M - weil es eine Ersatzbeschaffung gewesen ist.

Es dürften noch mehr Variationen möglich sein, warum es zu weiteren Verhandlungen kommt.

Tipp: für die Vermögens- und Hausratsteilung Listen anfertigen, aus denen der Anfangsbestand, die Ersatzbeschaffungen, die echten Neuanschaffungen und der Endbestand eindeutig und einfach herausgelesen werden kann. Natürlich auch die Belege im Anhang dazulegen.
Dann gibt es halt noch die Möglichkeit um die Wertermittlung zu streiten. Die Bewertung was welcher Gegenstand welchen Wert hat, trifftet bei getrenntlebenden Ehepartnern oftmals weit auseinander.
Hier vielleicht bei einer Scheidungsmediation in Ruhe Vergleiche finden. Spart mindestens Zeit und oft auch noch Anwaltskosten.

Gruß
Ingrid