Hallo Ihr Lieben,
ich bin zum ersten Mal hier und finde diese Plattform ganz toll. Hoffe Ihr könnt mir weiter helfen.
Ich habe vor demnächst (neben meinem Studium)als Vermögensberaterin zu arbeiten. Muss ich einen Gewerbe anmelden? Wenn ja, was muß man angeben ( Vermittlung von …?. Was muß ich achten? Welche Steuern muß ich zahlen? Wieviel darf ich verdienen?
Vielen Dank schon mal!
Ciao
Stella
Bei welcher Gesellschaft willst Du das denn machen?
Hallo Ihr Lieben,
ich bin zum ersten Mal hier und finde diese Plattform ganz
toll. Hoffe Ihr könnt mir weiter helfen.
Ich habe vor demnächst (neben meinem Studium)als
Vermögensberaterin zu arbeiten. Muss ich einen Gewerbe
anmelden? Wenn ja, was muß man angeben ( Vermittlung von
…?.
Hallo Stella,
ich habe 1983 neben meinem Studium als Vermögensberater angefangen. Meine Gewerbeanmeldung lautete auf Versicherungen und Bausparen. Du solltest mit Deinem Oberstrucki abklären was in Deiner Gewerbeanmeldung stehen muss.
Was muß ich beachten?
Achte drauf, dass Du vor allem Deinen nächsten Bekannten und Verwandten keinen Mist verkaufst und ihnen auch später noch in die Augen schauen kannst. Die Produkte, die über Vermögensberatungsgesellschaften verkauft werden, werden meines Erachtens meistens vorher einem „Provisionsrating“ unterzogen! Prüfe die Produkte, die Du verkaufen sollst genau, z.B. durch Rückfrage hier im Forum.
Welche Steuern muß ich zahlen?
Einkommensteuer
Wieviel darf ich verdienen?
Soviel Du schaffst!, es sei denn Du meinst damit das Überschreiten irgendwelcher Verdienstgrenzen, die sich auf irgendwelche Förderungen
auswirken.
Vielen Dank schon mal!
Ciao
Stella
Gruß
Ralf
1983-1985 abhängiger Mehrfachagent bei Pecunia Vermögensberatung GmbH
1985-1988 unabhängiger Mehrfachagent
Seit 1988 Versicherungsmakler
[…] Vermögensberatung
Bei welcher Gesellschaft willst Du das denn machen?
Hallo Jonas,
ich wurde von einem Kommilitonen angesprochen, ob ich Lust hätte bei der [Vermögensberatung] anzufangen. Ich bin noch am Überlegen, da ich nicht viel über das Unternehmen weiß. Außerdem weiß ich nicht, ob man damit Erfolg hat und gutes Geld verdient, wie er es behauptet.
Gruß
Stella
Hallo Stella,
ich bin zwar nicht Jonas, aber ich antworte Dir trotzdem auf Deine Fragen.
Wie aus meiner ersten Antwort zu erkennen, bin ich selber über eine Vermögensberatungsgesellschaft in der Versicherungs- und Kapitalanlagebranche eingestiegen.
Der Boss der Pecunia Vermögensberatung GmbH hat früher gemeinsam mit dem Chef der [Vermögensberatung] für die Bonnfinanz gearbeitet und die beiden haben ziemlich zeitgleich ihre Firmen gegründet, wobei Herr […] ein wenig (hihi) erfolgreicher war, dafür war die Pecunia nicht konzerngebunden.
Beide Gesellschaften arbeiten nach dem gleichen Schema: Erst mal neue Mitarbeiter anwerben, die zunächst ihre nächsten Bekannten und Verwandten „analysieren“ sollen, damit zunächst Oberstrukkies Verträge verkaufen, die vorher schon feststanden.(Jetzt bekomme ich bestimmt Ärger mit allen [Vermögensberatung]-lern, weil ich vieleicht ein kleines bisschen überzogen habe)
Mit unabhängiger Beratung hat das bei der [Vermögensberatung] nichts zu tun, weil fast ausschließlich konzerneigene Produkte vermittelt werden.
Die von der [Vermögensberatung] vermittelten Sachverträge könnte ich übrigens zu besseren Bedingungen und Beiträgen auch bei der Aachener und Münchener eindecken. Natürlich ist dann die Provision bzw. Courtage auch nicht so hoch, aber der Kunde wäre besser bedient! D.h. Verträge mit niedriger Provision sind für eine Vermögensberatungsgesellschaft ungeeignet, weil nicht genügend Geld zum verteilen übrig bleibt. Diese Verträge würden ohnehin fast nie vermittelt.
Geld kann mach auch mit der Arbeit für die [Vermögensberatung] verdienen, wenn man sehr fleißig ist und nicht allzu kritisch. Das mögen die nämlich garnicht.
Gruß
Ralf
PS: Ich könnte noch viel mehr erzählen, hab aber heute leider keine Zeit mehr. Für weitere Fragen kannst Du mir gerne eine Mail senden, oder mich unter der Telefonnummer 02266/4243 anrufen.
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Finger weg!
Hallo Stella,
Vermögen bedeutet doch, daß einer über ein zumindest nicht ganz bedeutungsloses „Vermögen“ verfügt.
Und Berater sein verlangt doch, darüber viel mehr zu wissen als der Kunde, den Kunden damit beraten zu können und langfristig zu betreuen. Und wenn eine Gesellschaft meint, Dir das jetzt bieten zu können und in ein paar Seminaren alles beizubringen, dann schätze die Seriösität der Gesellschaft selbst ein.
Klar, die Oberstruckies vesprechen Dir zu helfen, aber vor Ort der Kunde sieht nur Dich. Und nur Du stehst für ihn gerade.
Du verkaufst Deinen engsten Bekannten eine Lebensversicherung mit Berufsunfähigkeitsschutz. Nach zwei Jahren erklärt ein anderer Berater diesem, daß alles falsch war und es Besseres gibt (egal obs stimmt), und Du lieferst Dein Geld wieder ab und den Freund bist Du los. Und wenn das viele Freunde und Bekannte trifft, dann kanns ganz schön weh tun.
Also laß besser die Finger davon. Es sei denn, Dein Berufsziel ist eh VERMÖGENSBERATER zu werden. Dann kannst Du hier echte Lebenserfahrung erwerben. Aber geh mit Versicherungs- und Anlageideen nicht zu Freunden, wenigstens zwei Jahre nicht!
Boris
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