Vermögensberatung

Hallo,

sind Vermögensberatungen wirklich so rentabel wie sie im eigenen Wohnzimmer angepriesen werden? Es liegt mir ein Angebot (OVB) vor, ich bin mir aber sehr unsicher, da es sich zu gut anhört. Gibt es besserer Alternativen, oder sollte keiner dieser Angebote nutzen. Sollte man den meist nur angelernten mitarbeitern seine Finanzen anvertrauen?

Bedanke mich vorab!

Mfg

Supernova

Hallo Supernova,

Geldanlagen sind in erster Linie Vertrauenssache. Wenn du ernsthafte Zweifel oder ein ungutes Gefühl hast, lass es einfach. Egal, wie gut oder weniger gut das angepriesene Produkt sein mag. Immerhin geht es um dein hart erarbeitetes Geld.

Ein guter Berater berücksichtigt in erster Linie deine Interessen, kann deine Fragen beantworten, wird dich nicht zu einer Entscheidung drängen bzw. überreden und betreut dich auch nach dem Abschluss weiter.

Viele Banken und Finanzvertriebe verkaufen nur die eigenen Produkte oder die von nur sehr wenigen Partnergesellschaften. Diese Produkte können natürlich dennoch qualitativ gut sein, müssen es aber nicht. Manchmal sind die „Angebote“ ein wenig „provisionsoptimiert“ und es kommt als Beratungsergebnis dann vorrangig eine langlaufende Versicherung und/oder ein Bausparvertrag heraus … .

Ob das dir vorliegende „Angebot“ gut oder nicht gut ist, wird dir hier nur anhand des von dir genannten Finanzvertriebes niemand sagen können.

Andere Meinungen und z.B positive wie auch negative Erfahrungsberichte über bestimmte Anlagefirmen und Vertriebe findest du u.U. beispielsweise unter www.yopi.de oder www.aerger-forum.de , wenn du den entsprechenden Suchbegriff eingibst.

Viele Grüße
Uwe

Hallo Supernova,

stell Dir einfach eine Frage bei Leuten, die Dein Vermögen „managen“ wollen:

Glaubst Du, dass diese Menschen noch bei Dir im Wohnzimmer sitzen würden, wenn sie tatsächlich wüßten, wie man ein Vermögen macht?

Grinsende Grüße
Jürgen

Hallo Supernova,

auch auf die Gefahr hin mich städnig zu wiederholen (siehe unten) schaue mal hier vorbei oder rufe unverbindlich an:
http://www.aifp-fee-only.de/

Gerd.

Hallo,

grundsätzlich macht es schon Sinn, einen „Plan“ für die eigene finanzielle Zukunft zu haben, das kann auch durchaus rentabel sein.

Jeder Berater, egal von welchem Vertrieb er grade kommt, hat die Möglichkeit, gute Arbeit zu leisten. Ich selber hab zwar noch keine gute OVB-Arbeit gesehen bisher aber das muss ja nichts heißen.

Uwe hat da absolut recht mit dem was er schreibt.
Mehrere Meinungen anhören, vergleichen, infomieren und dann eine Entscheidung treffen.

Viele Grüße

Laber

hallo supernova,

du solltest mal darüber nachdenken, warum OVB im volksmund die „Organisation der Verbrecher und Betrüger“ heißt.

strubbel
V:open_mouth:)

Hallo Supernova,

ich würde Dir gerne folgende Tipps mit auf den Weg geben.
Solltest Du in Erwägung ziehen Dich vernünftig beraten zu lassen, dann macht es Sinn sich von einem Makler beraten zu lassen, denn nur ein Makler hat eine intersubjektive Sicht auf den Markt und kann die Betreuung bestehender Verträge übernehmen ohne gleich gezwungen zu sein, jeden einzelnen Vertrag „schlachten“ zu müssen.
Zu deiner Frage ob man mit der Beratung von Kunden Geld verdienen kann, dann beantworte ich Dir die Frage mit einem klaren Jein. Ich kenne sehr viele Menschen, die davon leben können und noch mehr die es nicht können. Bei der OVB anzufangen ist ein klarer Fall von „unter Wert verkaufen“. du kannst davon ausgehen das Du einen sehr geringen „Anteil vom Kuchen“ abbekommst. Die Leute, die dich ausbilden werden nämlich an Deinem Erfolg beteiligt, das ist eine gute Sache nur verdienen manchmal vier bis sechs Leute an Dir mit, die Du nicht einmal kennst! Wenn man den Kuchen unter sovielen Leuten aufteilen soll, dann muss man ganz schön buckeln um was zu beissen zu haben. Wenn Du Berater werden willst, tue Dir selbst den Gefallen und wende Dich an ein mehr oder minder kleines Maklerunternehmen was nicht bundesweit tätig ist und wo nicht fünf Leute mitverdienen wollen. Die Firma oder der Makler soll Dich ausbilden dafür seinen Teil bekommen und Du verdienst von Anfang an vernünftiges Geld. Dann kann man davon auch sehr gut leben. Ich denke derjenige der die Beratung oder den Kunden bringt sollte auch den Großteil bekommen.
Beispiel aus meiner Historie:
Habe angefangen und bei einem durchscnittlichen Vertrag wie einer Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Sparanteil rund 100,- € verdient (bei einem Strukturvertrieb), nach einem dreiviertel Jahr beim gleichen Unternehmen hatte ich dann 440,- € für den gleichen Vertrag bekommen. Jetzt habe ich ein eigenes Unternehmen gegründet und bekomme jetzt rund 800,- €. Wenn man im Vertrieb unten anfängt, bekommt man etwa ein Achtel von dem was oben reingeht und es sollte mindestens die Hälfte sein. Du hast als Berater nämlich die Arbeit mit dem Kunden in den nächsten Jahren. Denke mal drüber nach und gucke welche Maklerunternehmen bei Dir in der Nähe sind.

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.

Bis dann

Volker