Hallo alle zusammen,
Und ich dachte man soll am Anfang gar nicht am Kunden
arbeiten.
Haaaaaalllooooo, wie wird denn Geld verdient im Versicherungsverkauf (auch Finanzprodukte). Du gehst zu deinen Freunden und fragst ob du nicht mal Ihre Versicherungen checken sollst. Vielleicht kann ma ja Geld sparen. Natürlich geht erstmal dein Betreuer mit. So weit so gut. Ist eine normale Sache. Nun kommt aber die Struktur ins Spiel. Da alle Selbstständig sind und meistenteils nur von Neuabschlüßen leben, wird erstmal alles platt gemacht was an anderen Produkten da ist (egal ob gut oder schlecht). Lebensversicherungen werden gekündigt, Sparanlagen aufgehoben, etc. Natürlich alles im Sinne deines Kunden. Es werden Produkte „blind“ verkauft. D. h. keine Bedarfsanalyse (im Sinne des Kunden) sondern nach Bedarf des Vermittlers. Gern verkauft werden Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Fondprodukte, also alles was richtig Geld bzw. Punkte bringt. Die Provisionierung ist beschißen, versteckt hinter undurchsichtigen Punktesystemen. Willste Geld verdienen brauchste schon eigene Mitarbeiter. Schulungen, Materialien, etc. kosten Geld. Du bist halt Selbstständig. Also fassen wir zusammen: Du besorgst die Kunden aus deinem Umfeld, dein Betreuer geht mit dir anfangs dahin und dann nach 2-3 Wochen machst du es selber (auch ohne fachliche Eignung). Was passiert wenn du dein Terminsoll nicht erfüllst?? Tja, da gibt es unterschiedliche Darstellungen. Angefangen von Zwangsmotivation, bis hin zu links liegenlassen werden. Was passiert wenn Verträge in Storno gehen, also Verträge die erst abgeschlossen wurden, dafür eine Provision gezahlt wurde und der Vertrag dann gekündigt wurde?? Wenn du Pech hast, mußt du zwei Monate „Arbeiten“ und das Minus wieder aufzufangen, weil man vergessen hat, das du eine Stornoreserve bilden mußtes.
Leute bei mir förmlich die Kinke in die Hand.
Gehoertest Du also zum inneren Zirkel???
Zirkel, innere, um was gehts hier??
Komischerweise war die raketengleiche Karriere von allen mir
bekannten OVB-Beratern nach 6-15 Monaten zuende, nachdem sie
nämlich die gesamte Bekannt- und Verwandtschaft durchgenudelt
hatten.
Man sollte prinzipiell nie versuchen innerhalb der eigenen
Bekannt-/ Verwandtschaft nach potentiellen Kunden zu suchen.
Beim OVB o. ä. wird dir nix anderes über bleiben.
Ich kenne genug Leute, die sich das als oberstes Gebot gesetzt
haben als Versicherungsmakler. Erst wenn die Leute von selbst
auf einen zukommen weiterarbeiten.
Wenn Sie schlau sind dann ja.
Hmm, einige positive Berichte, die wahrscheinlich fingiert von
einigen Leuten gestreut wurden, aber im Prinzip hoere ich das
raus, was ich auch hoeren wollte, naemlich dass das nicht so
ganz mit rechten Dingen zugeht. Es geht um zuviel Geld, als
dass es serioes haette sein koennen.
Seriös, hmmm ich würde mal eher behaupten das die Leute mit Geld geködert werden, Geld was Sie verdienen könnten. Dann kommt die Realität und die Leute sind enttäuscht und geben auf. Also eher falsche Erwartungen. Wer da mitmachen will solls tun aber sich seeeeehr gut vorher informieren und froh sein, wenn er das Geschäft profitabel betreiben kann. Kosten die auf einen zukommen: Kommunikation, fahrten zum Kunden, Outfit, Schulungen, Materialien, Versicherung, etc. rechne dir das mal zusammen und dann weißt du was du verdienen mußt um Kostendeckend zu arbeiten. Nun willst du ja noch was verdienen, oder?? Aufbauphase für einen Kundenstamm der ein entsprechendes Einkommen ermöglicht wird bei 3-5 Jahren sein (eher länger). Zeitaufwand für Termine, Beratungen, Schulungen, Betreuung (Fragen vom Kunden, Schadenmeldungen, etc.) schätze ich auf mind. 20 Stunden die Woche im Schnitt. Bei Teamleiterfunktionen eher mehr.
Ich werde am Samstag trotzdem mal auf die Info-Veranstaltung
gehen.
Viel Spaß. Tuhe dir einen Gefallen, unterschreibe nix und verschaffe dir einen Überblick.
Viele Grüße sendet
Martin