Vermutlich kein Lohn am Monatsende

Hallo!

Die Mitarbeiter einer gerade erst eröffneten Gaststätte erfahren, dass die ersten Löhne zum Monatsende voraussichtlich nicht gezahlt werden können. Nur ein Gerücht? Es passt aber ins Bild, weil schon der Gerichtsvollzieher da war und Lieferanten gelieferte Küchengeräte und Waren wieder abholen wollten. Die Mitarbeiter – allesamt vorher ALGII-Empfänger in der strukturschwachen Gegend - arbeiten zunächst weiter, bekochen und bedienen die wenigen Gäste. Ein Mitarbeiter schlägt vor, Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen den Chef zu stellen, damit wenigstens Insolvenzausfallgeld gezahlt wird.

Ein Gast bekommt das Gespräch mit und rät davon ab, als Mitarbeiter und zudem nur aufgrund von Hörensagen solchen Antrag zu stellen. Außerdem könne es Monate bis zur Auszahlung des Insolvenz-Entgelts dauern. Der Gast ärgert sich bereits, überhaupt etwas gesagt zu haben, denn er findet sich plötzlich in der Rolle des Beraters für die verzweifelten Mitarbeiter wieder.

Dem Gast ist gar nicht wohl in seiner Haut. Am liebsten würde er nur in Ruhe seinen Bohneneintopf auslöffeln, zahlen und gehen. Aber er wird weiter befragt, wovon die Mitarbeiter ihre Miete bezahlen sollen und so antwortet er kauend,

  • dass sich die Mitarbeiter umgehend arbeitssuchend melden sollen
  • dass sie schnellstmöglich und vorsorglich Anträge auf Hilfe zum Lebensunterhalt beim Jobcenter stellen sollen.
  • dass die Mitarbeiter auch weiterhin zur Arbeit erscheinen sollen und die Anstellungsverträge auch im Insolvenzfall nicht von alleine erlöschen
  • dass die Mitarbeiter im Fall des Ausbleibens von Lohnzahlungen bis zu 2 Monate Insolvenz-Entgelt auch rückwirkend erhalten und bis dahin das örtliche Jobcenter den Lebensunterhalt, die Miete und die KV-Beiträge sichert.

Der Bohneneintopf war gar nicht so übel. Morgen steht Roulade auf der Mittagstischkarte. Was kann der Gast den Mitarbeitern noch ergänzend raten?

Gruß
Wolfgang

Nichts überstürzen
Hi Wolfgang,

ohne handfeste konkrete Beweise, dass tatsächlich nicht gezahlt wird (im Klartext: Geld kommt nicht), sollten die Mitarbeiter den Ball flach halten!

Es können so viele verschiedene Faktoren da rein spielen (verspätete Investitionshilfen, verspätete Auszahlung von Darlehen, etc. pp.), dass man sich nicht auf Dinge stützen sollte, die ins „Bild passen“.

Wenn es dann wirklich so kommt, hat man immer noch etwas Zeit, das Inso-Ausfallgeld zu beantragen - und die zahlen idR sehr schnell!

VG
Guido

Hallo Guido,

Hi Wolfgang,

ohne handfeste konkrete Beweise, dass tatsächlich nicht
gezahlt wird (im Klartext: Geld kommt nicht), sollten die
Mitarbeiter den Ball flach halten!

Das sollten sie also auch einfach mal so ob ihrer eigenen Situation ?

Es können so viele verschiedene Faktoren da rein spielen
(verspätete Investitionshilfen, verspätete Auszahlung von
Darlehen, etc. pp.), dass man sich nicht auf Dinge stützen
sollte, die ins „Bild passen“.

Dann stelle ich keine Mitarbeiter ein…ich frage auch das beste tascgentuch nicht, warum mein Finger…nicht das Taschentuch meinen Popel aus der Nase zog.

Schlecht, denn ich bekomme gerade Sodbrennen ob nicht bezahlter Arbeitsleistung.

Wenn es dann wirklich so kommt, hat man immer noch etwas Zeit,
das Inso-Ausfallgeld zu beantragen - und die zahlen idR sehr
schnell!

Nicht so flott mein Freund…mal schauen, wie es der AG damit hält…naja…

Ein AUFRICHTIGER AG braucht dabei nicht kommentiert zu werden.
( Dann gäbe es diese Anfrage nicht in definierter Form )

VG
Guido

mfg

nutzlos

Das sollten sie also auch einfach mal so ob ihrer eigenen
Situation ?

So lange nicht ganz konkret ein Nachteil entsteht - und noch ist das nicht der Fall - JA!

Gruß
Guido

1 „Gefällt mir“

Soweit dann im Sinne der Darlegung in der ursprünglichen Anfrage und der bisherigen Antworten.

Hallo,

als Festangestellter mit 30 Jahren in einer Firma eine tolle Aussage…:smile:

Sorry…aber diese Ansicht teile ich nicht…

Viele Möchtegerne-Chefs haben zwar eine große Klappe und halten sich für die Super-Unternehmer…wenn aber schon Lieferanten
Waren nicht liefern,ist das ein Alarmsignal erster Güte…

Geld ist heutzutage überall knapp…und wie will eine Gaststätte ohne
Ware denn weiterbestehen ???..

Hi!

als Festangestellter

gibt es auch lose Angestellte?

mit 30 Jahren in einer Firma

dafür bin ich viel zu jung

Sorry…aber diese Ansicht teile ich nicht…

Deine Ansicht interessiert keinen. Es geht darum, dass in einem Expertenforum für Arbeitsrecht jemand nacht Dingen fragt, die sinnvoll sind.

Viele Möchtegerne-Chefs

Ja nee, is klar.
Kann ja nicht jeder ein solch toller Hecht sein wie du und als Betriebssanitäter seit Jahrzehnten die betriebswirtschaftliche Verantwortung nicht nur für seinen Bereich sondern für gleich ein ganzes Unternehmen inne haben.

wenn aber schon
Lieferanten
Waren nicht liefern,ist das ein Alarmsignal erster Güte…

Und welche Konsequenzen arbeitsrechtlicher Natur sind daraus im beschriebenen Fall konkret entstanden?

Geld ist heutzutage überall knapp…und wie will eine
Gaststätte ohne
Ware denn weiterbestehen ???..

Du solltest lernen, Gelesenes erst zu verarbeiten, dann den Versuch unternehmen, das zu verstehen, dann darüber nachdenken, dann irgendwelche wilden Interpretationen zu unterlassen und dann zu antworten!
Dann kommt auch nicht immer solch ein Mist dabei raus.

PLONK