Problem:
Man fragt eine Krankenschwester:
Sind Sie keine Krankenschwester?
Was ist die grammatikalisch korrekte Antwort?
Ja oder Nein.
Oder man fragt eine Krankenschwester:
Sind Sie keine Lehrerin?
Ja oder Nein.
Die Logik sagt mir im ersten Fall nein und im zweiten ja.
Aber 90% der Leute würden wohl zumindest im zweiten fall nein antworten.
Aber was ist korrekt?
in beiden Fällen lautet die Antwort: nein.
Die Kurzantwort „ja“ erscheint mir bei Fragen dieser Art überhaupt nicht möglich, denn das würde unweigerlich zu Missverständnissen führen.
Eine Quellenangabe kann ich dir im Moment leider nicht bieten, meine Antwort entspricht meinem Sprachgefühl und meinem Sprachgebrauch…
Problem:
Man fragt eine Krankenschwester:
Sind Sie keine Krankenschwester?
Was ist die grammatikalisch korrekte Antwort?
Ja oder Nein.
Hier gibts einen Ausweg. Die richtige Antwort ist eindeutig „Doch!“.
Und im übrigen wurde in „Was bin ich?“ nicht umsonst die schöne (?) Formulierung erfunden: „Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie keine Krankenschwester sind?“ - eben um die Schwierigkeit dieser verneinten Fragen zu umgehen.
in Helbig / Buscha, Deutsche Grammatik, Ein Handbuch für den Ausländerunterricht, S. 544 (Ich besitze eine DDR-Ausgabe von 1977, wo es in einer neueren Ausgabe steht, müsstest du herausfinden.) steht:
Zitat Anfang
"3.4.2.3. Besondere Frageformen
Die Vergewisserungsfrage
Vergewisserungsfragen sind Entscheidungsfragen mit einem geringen Unsicherheitsgrad. Als Antwort auf die Vergewisserungsfrage wird eine Bestätigung erwartet. Das finite Verb steht wie im Aussagesatz an zweiter Stelle, die Intonation ist dagegen interrogativ (fragend). Als fakultatives Element steht oft die Partikel doch.
Sie sprechen (doch) Deutsch?
(Ergänzung FR) Erwartete Antwort: Natürlich spreche ich Deutsch!
Du gehst (doch) mit ins Theater?
(Ergänzung FR) Erwartete Antwort: Freilich gehe ich mit!
Vergewisserungsfragen sind auch manche Fragen mit nicht. Die Partikel ist in diesen Falle kein Negationselement. Als Antwort wird auch hier eine Bestätigung erwartet.
Sind Sie nicht Lehrer? (= Sie sind doch Lehrer?)
(Ergänzung FR) Erwartete Antwort: Doch, ich bin Lehrer!
Zitat Ende
Demzufolge würde ich nicht mit Ja oder Nein antworten, sondern:
Man fragt eine Krankenschwester:
Sind Sie keine Krankenschwester?
Doch, ich bin eine Krankenschwester!
Oder man fragt eine Krankenschwester:
Sind Sie keine Lehrerin?
Problem:
Man fragt eine Krankenschwester:
Sind Sie keine Krankenschwester?
Was ist die grammatikalisch korrekte Antwort?
Ja oder Nein.
Hier gibts einen Ausweg. Die richtige Antwort ist eindeutig
„Doch!“.
ja, genau diese antwort wollte ich vermeiden
Und im übrigen wurde in „Was bin ich?“ nicht umsonst die
schöne (?) Formulierung erfunden: „Gehe ich recht in der
Annahme, dass Sie keine Krankenschwester sind?“ - eben um die
Schwierigkeit dieser verneinten Fragen zu umgehen.
Genau deshalb bin ich darauf gekommen,weil in dieser Sendung, es bei solchen fragestellungen zu Problemen kommt und der Moderator helfend einreifen muss
Vergewisserungsfragen sind auch manche Fragen mit nicht. Die Partikel ist in diesen Falle kein
Negationselement. Als Antwort wird auch hier eine Bestätigung
erwartet.
ok, aber „ja“ ist eigentlich eine bestaetigung.
Sind Sie nicht Lehrer? (= Sie sind doch Lehrer?)
(Ergänzung FR) Erwartete Antwort: Doch, ich bin Lehrer!
Zitat Ende
„Sind Sie nicht Lehrer“ und „Sind Sie kein Lehrer?“ sind aber unterschiedlich betont, weil sie unterschiedliche antworten erwarten
Demzufolge würde ich nicht mit Ja oder Nein antworten,
sondern:
die grammatikalisch richtige Antwort wäre m.E. „Doch, ich bin eine Krankenschwester“ wobei ich eher die Fragestellung als sprachliche Unart empfinde.
Es ist grausam wenn jemand in mein Reisebüro kommt und fragt: „Sie haben keinen Katalog über USA oder?“. Daraufhin bin ich des öfteren versucht zurückzufragen: „Und Sie möchten nicht nach USA oder?“
das habe ich mich auch schon gefragt, und ich hab das Problem fuer mich folgendermassen geloest:
Sind Sie keine Krankenschwester? bedeutet: Sind sie nicht eine Krankenschwester? wenn ist eine ist: antwort: JA
Oder man fragt eine Krankenschwester:
Sind Sie keine Lehrerin? also: sind sie nicht eine lehrerin?
und sie ist ja krankenschwester, also: NEIN
so denke ich jedenfalls, dass das zu verstehen ist. korregiert mich, wenn ich falsch liege (hab die vorherigen postings nicht glesen, falls da eine wasserfeste antwort steht ;o)
Sind Sie keine Krankenschwester? bedeutet: Sind sie nicht eine
Krankenschwester? wenn ist eine ist: antwort: JA
Wenn die Frage so zu verstehen ist, ok.
Aber die Frage kann auch durchaus anderes, nämlich nach der Erkundigung, ob sie eben keine Krankenschwester ist, gemeint sein.
(zB liegst du im Krankenhaus und bittest sie um Hilfe, und sie sagt nein, und willst nachfragen, ob sie nein gesagt hat, weil es nicht ihre Aufgabe ist, weil sie keine krankenschwester ist)
Die Logik sagt mir im ersten Fall nein und im zweiten ja.
Aber 90% der Leute würden wohl zumindest im zweiten fall nein
antworten.
Und im ersten Fall mit „doch“. Das ist halt die im Deutschen übliche Antwort.
Kleiner Trost für Dich: Lern Japanisch, da bist Du mit Deiner Logik genau richtig. Da wird im ersten Fall „Nein“, im zweiten „Ja“ geantwortet (auf Japanisch natürlich…)
(zB liegst du im Krankenhaus und bittest sie um Hilfe, und sie
sagt nein, und willst nachfragen, ob sie nein gesagt hat, weil
es nicht ihre Aufgabe ist, weil sie keine krankenschwester
ist)
ok aber in dem Fall geht es dann doch so:
Sind Sie keine Krankenschwester? bedeutet: Sind sie nicht eine
Krankenschwester?
wenn ist KEINE ist: antwort: NEIN (,bin ich nicht.) also wenn sie eine ist, ist die antwort auf diese frage einfach ja und wenn sie keine ist, so muss sie nein sagen.
Sind Sie keine Krankenschwester?
Was ist die grammatikalisch korrekte Antwort?
die frage klingt unnatürlich. ich würde eher fragen (zb. wenn die krankenschwester kompetenzlücken zeigt *g*): „sind sie denn etwa keine krankenschwester, oder doch?“
antwort: „doch doch, das bin ich!“
Oder man fragt eine Krankenschwester:
Sind Sie keine Lehrerin?
dasselbe. eine krankenschwester tritt zusammen mit einem haufen kindern auf zum beispiel.
„sind sie denn keine lehrerin? (ich dachte sie sind lehrerin?“
antwort: „nein, ich bin nicht lehrerin, ich bin krankenschwester!“
Die Logik
tja die logik. mit der verneinung ist das so eine sache. gesprochene sprache ist oft unlogisch, zum beispiel gibt es etliche sprachen, in der die normale verneinung durch doppelte verneinung gebildet wird:
ich habe nicht keinen mantel.
niemand ist nicht hier.
Es ist grausam wenn jemand in mein Reisebüro kommt und fragt:
„Sie haben keinen Katalog über USA oder?“. Daraufhin bin ich
des öfteren versucht zurückzufragen: „Und Sie möchten nicht
nach USA oder?“
Oder die DDR-Version aus alten Zeiten : „Hamse geene Ersaddsdeile?“ „Nee, mir ham geene Schiens. Geene Ersaddsdeile gibbds nehman!“ …
da haben wir schon - im Gegensatz zu den alten Lateinern - die Möglichkeit der kurzen Antwort „ja“ oder „nein“ und stellen dann die Frage so verstrubbelt, daß wieder ein ganzer Satz als Antwort erforderlich ist …
Man fragt eine Krankenschwester:
Sind Sie keine Krankenschwester?
Doch, ich bin eine Krankenschwester!
Ich gehe wohl nicht fehl in der Annahme, daß es keiner Person unmöglich ist, auf eine solche Frage keine unkorrekte Antwort zu verschweigen … ?