Vernunft & Alkohol

Hallo an alle!

Es gibt das Gerücht, dass wenn man unter Alkoholeinfluss steht das macht, was man eigentlich will bzw. was man sich davor einfach nicht traut.

Ich persönlich halte nichts davon, ich denke, dass wenn man knüppeldicht herumhängt man einfach nicht mehr weiß was man tut und ob es richtig oder falsch ist.

Leider ist eine Freundin von mir anderer Ansicht und macht sich erhebliche Vorwürfe wieso „so etwas“ passieren hat können. Sie denkt, dass sie es im Inneren wollte. Jetzt hat sie Zweifel an der Beziehung mit ihrem Freund.

Bitte sagt was dazu… danke,
Luggi

In geringen Dosen…
… wirkt Alkohol enthemmend.

D.h. man tut nichts, was man nicht aus sonst täte, wenn man sich trauen würde.

Bei höheren Dosen sieht es anders aus, da jetzt das Hirn anders läuft. Man verliert die Fähigkeit der Selbstkontrolle/-einschätzung.

Dann ist es möglich, dass durch „Fremdeinwirkung“ oder starke Eigenphantasie (allerdings wohl meist auch von Außen ausgelöst - Äthanol ist ja im Allgemeinen keine halluzinogene Droge) Antriebe/Bedürftnisse/Wünsche ausgelöst werden, die nicht in der Veranlagung sind. Und die jetzt nicht mehr durch die „normale“ Hemmung unbewusst gefiltert bzw. bewusst gebremst werden.

Soviel von mir als Vulgärpsychologen.

Gruß

Stefan

?
Hi Luggi,

bitte stell klar, was du wissen willst. Dein Beitrag hat wenig Aussagekraft. Man kann nichts wirklich dazu sagen, weil das Problem nicht ganz klar ist.

Irgendwer hat wohl was getrunken und irgendwas ist passiert. Mehr kann ich nicht entnehmen.

Viele grüße,

Hilmar

Hi Hilmar!

bitte stell klar, was du wissen willst.

Angenommen man hat eine Beziehung, die super ist. Auf einer Feier trinkt man sehr! viel. Man wird auf der Feier angemacht (NICHT vom Lebensgefährten) und es kommt zu mehr.

Am nächsten Tag redet man sich ein, dass es einen Grund gibt, warum man das alles gemacht hat… dass die Beziehung eigentlich nicht gut ist, obwohl man sich für das was man gemacht hat Vorwürfe macht und den Partner liebt.

Tut man unter reichlichen! Alkoholeinfluss das, was man im Unterbewusstsein will oder hat man sich nicht mehr unter Kontrolle?

LG,
Luggi

Shit happens

Tut man unter reichlichen! Alkoholeinfluss das, was man im
Unterbewusstsein will oder hat man sich nicht mehr unter
Kontrolle?

Je mehr Äthanol im Blut, desto weniger sachliche/vernüftige/intellllllenzbasierte Kontrolle.

Gericht sind da durchaus auch der Meinung, dass man nach viel Äthanol nicht mehr zurechnungsfähig ist. Deshalb hat man auch Tätigkeiten mit Fremdgefährlichkeit/Allgemeingefährlichkeit zu unterlassen. Wie z.B.:

  • Autofahren
  • Flugzeug steuern
  • also Verkehr im Allgemeinen (mittels Fahrzeugen)

Gruß

Stefan

Hab noch was vergessen…
… wenn der Schw…z steht
ist der Verstand im Ar…h.

Und mit erkenntnishemmenden Rauschmitteln erst recht.

Gruß

Stefan

Hi luggi,

Tut man unter reichlichen! Alkoholeinfluss das, was man im
Unterbewusstsein will oder hat man sich nicht mehr unter
Kontrolle?

Er enthemmt, aber das ist eine Frage von Moral. Existenziell lässt sich eine solche Frage kaum beantworten, weil jede/r Dinge für sich selbst entscheiden muss. Auf jeden Fall ist Alkohol kein Mittel um sich seine unbewussten Wünsche zu erfüllen und auf lange Hinsicht glücklich zu werden. Ich frage mich aber, warum du da nach einer Erklärung suchst. Wenn sie ihre bisherige beziehung beenden will, dann wird sie sowieso irgendwelche Gründe dafür finden. das muss sie aber selbst wissen.

Viele Grüße,

Hilmar

Hello again,

Wenn sie
ihre bisherige beziehung beenden will, dann wird sie sowieso
irgendwelche Gründe dafür finden. das muss sie aber selbst
wissen.

Das Problem ist, sie findet die Beziehung super! Nur ist sie sich nicht mehr sicher, ob da nicht irgendetwas falsch läuft und ob sie wirklich hinter der beziehung steht, aber nur, weil „das“ passiert ist.

:wink:,
Luggi

Hi Luggi,

mit dem problem würde ich sie erst recht alleine lassen.

Viele Grüße,

Hilmar

Hallo,

Es gibt das Gerücht, dass wenn man unter Alkoholeinfluss steht
das macht, was man eigentlich will bzw. was man sich davor
einfach nicht traut.

Man verliert die Selbstkontrolle, d.h. was man macht ist nicht
vom Willen, sondern vom Suff bestimmt. Nicht umsonst wird
Straftätern verminderte Schuldfähigkeit zugesprochen, wenn
sie alkoholisiert waren, oder glaubst du die Gesetzgebung
wäre so blöd, wenn obiges Gerücht stimmen würde?

Ich persönlich halte nichts davon, ich denke, dass wenn man
knüppeldicht herumhängt man einfach nicht mehr weiß was man
tut und ob es richtig oder falsch ist.

Das triffst eher.

Leider ist eine Freundin von mir anderer Ansicht und macht
sich erhebliche Vorwürfe wieso „so etwas“ passieren hat
können. Sie denkt, dass sie es im Inneren wollte. Jetzt hat
sie Zweifel an der Beziehung mit ihrem Freund.

Der Suff wollte etwas, was der klare Verstand nicht will!
Wem von beiden sollte sie wohl eher vertrauen?

Die ganze Sache will lehren, dass sie nicht mehr saufen
soll, das ist alles! Grüß sie schön! :smile:

Gruß
Walden

in vino veritas?
in vino veritas
(im wein liegt oder ist Wahrheit)

Ein Sprichwort, das ursprünglich sinngemäß im alten Griechenland auftauchte. U.a. bei den Dichtern Alkaois (ca. 600 v.Chr.) und Theokrit (ca. 350 v.Chr.)
(„Wein wird auch Wahrheit genannt“)

Später Plinius dem Älteren (Gaius Plinius Secundus,Plinius major)
zugeschrieben und durch Erasmus von Rotterdam weit verbreitet.

Gerne für Verhalten unter alkoholischem Einfluss
zu Rande gezogen. Eine Fehlinterpretation, wenn man mich fragt.
Es meint eher „der Wein (in Maßen) lockere die Zunge.“
(in höherer Dosis beschwert allohool sie bekanntlich)
Von allen anderen Körperteilen war jedoch keine Rede :smile:

Alles weitere wurde bereits erwähnt…
(Enthemmung, Zurechnungsfähigkeit etc.)

P.S. Plinius wird auch „Sutor, ne ultra crepidam“ zugeschrieben.
(Schuster, bleib bei Deinen Leisten)
Wenn schon in der Sprichwortkiste gewühlt, dann lässt sich dies auch wunderbar zweckentfremden- für den genannten Fall *zwinker*

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

…könnte man auch sagen: Das Ich ist in Alkohol löslich, also nein.
Oder, etwas näher an der Gegenwart: wir alle spielen verschiedenste Rollen in verschiedensten situationen, selbst vor uns selbst. Es gibt also gar kein „Wahres Ich“, es gibt nur ganz viele verschiedene Rollen.
Daher, ganz kurz: nö. :wink:
Gruß,
Norah

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Stefan!

… wenn der Schw…z steht
ist der Verstand im Ar…h.

Und mit erkenntnishemmenden Rauschmitteln erst recht.

…sie hat aber keinen Schwanz :wink:

Schönen Tag noch,
Luggi

ich weiss nicht, ob das prinzipiell so ist, aber wenn ich betrunken bin und auch noch und noecher, weiss ich immer noch, was ich tue. nur ist meine hemmschwelle sehr, sehr weit unten.

eine bekannte warf sich meinem kumpel total betrunken an den hals und meinte: ach, ich bin ja so betrunken…

jaja…alles klar.

also wenn ich etwas mache, was unbewusst von statten geht, sollte es nicht zu irgendeinem paarungsritual gehoeren oder in gewalt ausarten.

wenn man unbewusst was macht, dann macht man es, weil man nicht denkt…nicht, nicht nachdenkt, sondern nicht denkt…instinktiv handelt.
z.b. bin ich, als ich klein war, nachts des oefteren waehrend des allnaechtlichen toilettenganges in die falsche richtung gegangen, als ich zurueck ins bett wollte.
das war dann aber wie schlafwandel…einen komplexen vorgang, wie z.b. abwaschen, haette ich nicht wirklich durchfuehren koennen…nicht mal normal reden…

es gibt ja menschen, die erinnern sich anschliessend nicht mehr an das,w as sie taten.
deine bekannte tut das aber.
jetzt hat sie zweifel an ihrer beziehung???

nun, ich wuerde sagen, die scheint sie schon laenger zu haben, sonst wuerde sie nicht sowas denken.

also ich meine, wenn ich jemanden liebe, aber einen seitensprung mache, dann ist das zwar alles andere als vernuenftig und ein grund zum verlassen, aber wenn ich mich danch auch noch frage, ob das vielleicht ein zeichen ist…na dann ist wohl alles klar:wink:

mfg:smile:
rene

Hallo,

Es gibt das Gerücht, dass wenn man unter Alkoholeinfluss steht
das macht, was man eigentlich will bzw. was man sich davor
einfach nicht traut.

Man verliert die Selbstkontrolle, d.h. was man macht ist nicht
vom Willen, sondern vom Suff bestimmt. Nicht umsonst wird
Straftätern verminderte Schuldfähigkeit zugesprochen, wenn
sie alkoholisiert waren, oder glaubst du die Gesetzgebung
wäre so blöd, wenn obiges Gerücht stimmen würde?

vermindert…weil die hemmschwelle faellt.
nicht: vermindert, weil es es nicht machen wollte.
.:smile:
mfg:smile:
rene

Bei höheren Dosen sieht es anders aus, da jetzt das Hirn
anders läuft. Man verliert die Fähigkeit der
Selbstkontrolle/-einschätzung.

Dann ist es möglich, dass durch „Fremdeinwirkung“ oder starke
Eigenphantasie (allerdings wohl meist auch von Außen ausgelöst

  • Äthanol ist ja im Allgemeinen keine halluzinogene Droge)
    Antriebe/Bedürftnisse/Wünsche ausgelöst werden, die nicht in
    der Veranlagung sind. Und die jetzt nicht mehr durch die
    „normale“ Hemmung unbewusst gefiltert bzw. bewusst gebremst
    werden.

von wem bekomme ich den dann die wuensche in meinen kopf gebeamt?..meinem nachbarn???

also das mit der ueberdosis alkohol passt schon, jedoch laeuft das dann so ab, dass man nichts mehr selbst macht…man liegt noch da…zappelt bisschen rum…stoehnt vielleicht noch…oder plappert wie im schlaf…aber so dicht, dass man nicht mehr denkt und noch handlungen durchfuehren kann, die anders als in der tierwelt ablaufen, ist das schon nicht mehr so beduerfnislos:wink:

schliesslich hat der bekannte sie sicher nicht in den hals gebissen und von hinten genommen, als waere sie eine stute:smile:))

das unterbewusstsein bzw. instinktive verhalten fuehrt nicht die zunge eines menschen in den mund eines anderen:wink:

.:smile:
mfg:smile:
rene

Nein,

http://www.alkohol-lexikon.de/schuld.shtml

Gruß