Hallo Sophia,
Hallo,
hat jemand von Euch Erfahrungen in Bezug auf eine
nebenberufliche Tätigkeit als Versicherungs-Vertreter?
Konkret meine ich eine große deutsche
Versicherungsgesellschaft.
Wie schon in einem anderen Posting gesagt: Nenne mal Roß und Reiter. Es gibt da z.T. erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Gesellschaften, wenn es um die Firmen-, Personal- und Vertriebsphilosophie geht.
Hierzu noch eine Anmerkung: es besteht in der Realität ein erheblicher Unterschied zwischen einer Verkaufs- und einer Fachschulung (s. auch unter „verantwortungsvolle Tätigkeit“ weiter unten)!!
Aber auch ich würde von Strukturvertrieben generell abraten (subjektive Meinung).
Die Schulungen dort sind kostenfrei bzw. es gibt sogar
Kostenersatz.
Das SOLLTE eigentlich selbstverständlich sein (Gegenteil: s. tw. Strukturvertriebe).
Immer häufiger gehen Gesellschaften aber dazu über, die Schulungen/Tagungen/Seminare auch für ihre NV verbindlich zu machen. Nehmen nbMA dann (wiederholt) nicht hieran teil, sind Sanktionen bis zur Kündigung des Vertrages die Folge.
Was ist von einem solchen Jobangebot zu halten? Hat jemand was
gehört oder sogar selber erfahren?
Ich kann nur raten, die Angebote GENAU unter die Lupe zu nehmen. Häufige Argumente der Gesellschaten können sein:
„Freie Zeiteinteilung nach Feierabend“
Achtung: die Kunden geben (meist) den Takt vor. Zu bestimmten Zeiten sind Interessenten/Kunden gar nicht erreichbar. Und nur die wenigsten Vertreter verfügen über einen sooooo guten Ruf, dass sich die Kunden gerne freiwillig nach seinen Zeitvorgaben für einen Termin richten. Umgekehrt ist die Regel.
Dazu kommt, dass die NV von hauptberuflichen Kollegen betreut werden (Gesellschaften, die hierauf verzichten, kann man getrost auf den Stapel für die Rundablage legen). Und diese (meist) Angestellten geben natürlich auch vor, wann sie zur Betreuung vorbei kommen. Da ist dann diese Zeit verbindlich freizuhalten (was aber auch ok ist; man muss es halt nur wissen und sich drauf - auch längerfristig - einstellen).
„Unbeschränkte Verdienstmöglichkeiten“
Das bedeutet nicht, dass ich auch unbeschränkt verdiene. Der Markt ist hart umkämpft. Keine Versicherung hat heutzutage noch Alleinstellungsmerkmale oder Monopolstellungen. Treue Kunden wollen gut betreut sein. Der Aufwand ist nicht unerheblich.
Will ich also „gutes“ Geld verdienen, muss ich richtig was tun (Standardaussage vieler Gesellschaften: 5 Std./Woche Aufwand = lachhaft).
„Verantwortungsvolle Beratungstätigkeit zur Verbesserung der Vorsorge der Kunden“
In vielen Fällen sind Nebenberufler im besten Fall Kontaktstelle für die Kunden, häufig aber auch nur Adressen- und Terminlieferanten für den angestellten Aussendienst. Im schlimmsten Fall (z.B. mancher Strukturvertrieb) wird der Bekannten- und Verwandtenkreis systematisch abgegrast, dort dann überteuerte und/oder unnütze Produkte platziert und der NV - wenn er dann nicht mehr die geforderte Terminquote bringt - wieder gegen den Nächsten ausgetauscht.
Also: Klären wie es mit der berüchtigten „Ochsentour“, dem Klinkenputzen aussieht.
Soll ein bestehender Bestand betreut werden oder eine komplett neue Kundenstruktur aufgebaut werden?
usw., usw.
Also: Augen auf und konkret nachfragen. Vielleicht auch mal jmden. vom Fach „drüberschauen“ lassen.
Bin für jeden Hinweis dankbar.
Viele Grüße
Sophia
Viele Grüße
Frank Hackenbruch