Versagende Glühbirnen

Wie oft kommt es vor, dass man ein Licht anmachen will und in diesem Moment die Glühbirne, mit einem Schlag oder einem Flackern, durchbrennt?

Also mir passiert so etwas eher selten, vielleicht 1-2 Mal im Jahr. Jetzt ist mir das aber in den letzten zwei Tagen schon drei mal passiert! Hat das etwas zu bedeuten oder gibt es dafür vielleicht eine elektrotechnische Erklärung?

Danke schon mal für Eure Antworten!

Hallo,
gute Gleichauslastung *g*. Nein, welche statistische Relevanz hat diese Beobachtung ? Nehmen wir an, daß passiert Dir seit 20 Jahren grundsätzlich (also alle Birnen ziemlich zeitgleich defekt), dann wäre das evtl. ein Grund über Ursachen nachzudenken.

Gruss
Enno

Hi sleepless
Ist mir auch schon in besonders aufregenden Augenblicken passiert!
Als ich z.B. gerade telefonsich erfahren hastte, dass meine Klinik-Zeiten ausreichen, um mich als Arzt niederzulassen und ich das sofort könnte, habe ich völlig aufgeregt die Lampe an- oder ausschalten wollen und KNALL! PUFF! die Birne war durchgeknallt. Ungefähr so durchgeknallt wie ich damals in dem Moment gewesen bin.
Ein anderes Mal versagt die Zündung beim Starten des Autos, als ich ähnlich erregt war.
Könnte also was dran sein…ch beobachte das seit Jahrzehnten!
Gruss, Branden

Ganz einfach
Hi,

Wie oft kommt es vor, dass man ein Licht anmachen will und in
diesem Moment die Glühbirne, mit einem Schlag oder einem
Flackern, durchbrennt?

Glühbirnen sterben fast immer genau beim Einschalten, das ist die Regel.

Also mir passiert so etwas eher selten, vielleicht 1-2 Mal im
Jahr. Jetzt ist mir das aber in den letzten zwei Tagen schon
drei mal passiert! Hat das etwas zu bedeuten oder gibt es
dafür vielleicht eine elektrotechnische Erklärung?

Vielleicht ist die Netzspannung ein paar Volt höher, und/oder:
Die Birnen sind ähnlich alt und neigen sich nun ihrem Lebensende zu.
(Weibullverteilung)
Gruss,

Meiner Meinung nach liegt das daran, daß man eine nervliche Energie ausströmt, die eben im Fall von gewaltsamen Gefühlen, zerstörerisch wirkt.

Das kann man auch am Computer gut beobachten.

Also, seit lieb zu den Dingen…

rolf

Meiner Meinung nach liegt das daran, daß man eine nervliche
Energie ausströmt, die eben im Fall von gewaltsamen Gefühlen,
zerstörerisch wirkt.

Das mit der Energie, die man ausströmt, sehe ich ähnlich, da sind wir d’accord, Rolf.
Aber gewaltsam war meine Energie in den besagten Fällen ja nicht - es war sogar eine freudige Aufregung. Das scheint mir auch eine zu moralische Interpretation. Ich würd erstmal beim ersten Schritt bleiben. Energie ist möglicherweise nicht gut oder böse, sondern vielleicht ja wie Strom, wie Elektrizität, eben schwächer oder stärker.
Gruss, Branden

Das mit der Energie, die man ausströmt, sehe ich ähnlich, da
sind wir d’accord, Rolf.
Aber gewaltsam war meine Energie in den besagten Fällen ja
nicht - es war sogar eine freudige Aufregung. Das scheint mir
auch eine zu moralische Interpretation. Ich würd erstmal beim
ersten Schritt bleiben. Energie ist möglicherweise nicht gut
oder böse, sondern vielleicht ja wie Strom, wie Elektrizität,
eben schwächer oder stärker.
Gruss, Branden

Dann könnte man vielleicht schließen:
Nervliche Erregung = Starker Energieausstoß
und eine ausgeglichene Haltung = Schwacher Energieausstoß.

Aber das wäre nur ein erster Schluß. Die gleiche Energie läßt sich nämlich auch zu Heilzwecken einsetzen.
Das ist ja genau das, was hinter Hypnose steckt. Ein suggestiver Energieausstoß, mit dem Willen zu heilen.

Dann kommt man zu dem Schluß, daß hinter diesen Phänomenen ein Wille steckt, einmal um zu zerstören und zum anderen, zu heilen. Vermutlich unterbewußt.

Wille ist die Seele des Weltalls, hat glaube ich Schopenhauer gesagt :smile:

Sei’s drum…

rolf

Hallo,

Meiner Meinung nach liegt das daran, daß man eine nervliche
Energie ausströmt, die eben im Fall von gewaltsamen Gefühlen,
zerstörerisch wirkt.
Das kann man auch am Computer gut beobachten.
Also, seit lieb zu den Dingen…

das ist quatsch. Im Gegenteil repariere ich die meisten Dinge, indem ich kräftig mit der Faust draufschlage.
Das ist auch der Grund dafür, daß mein Werkzeugkasten nur einen Rohrzange, zwei Schraubendreher und ein Abbrechmesser, aber vier verschieden große Hämmer enthält.
Und damit komme ich auch bei den meisten PCs aus.
Gruß
Axel

Hi,

aus der Sicht der Physik und Chemie brennen Glühbirnen
eher beim Einschalten durch als im Betrieb (es sei denn,
Du schaltest sie nie wieder aus).
Das hängt mit der termischen Belastung der Bauteile
beim Einschalten und damit beim Erwärmen zusammen.
Dann wie schon hier erwähnt wurde, können auch Schwankungen
im Stromnetz die Lebensdauer einer Glühbirne verkürzen.
Aber auch dann knallt sie beim nächsten Einschalten durch
und kaum im Betrieb selbst.

Um die Spekulationen, dass das durch geistige Spannungen oder
andere übersinnliche Phänomene verursacht wird, zu erhärten,
müsste man anhand eines ausreichenden Versuchsaufbaus
eindeutige Abweichungen von der normalen statistischen Verteilung
von Glühbirnenausfällen nachweisen.

Ob dafür die normale Glühbirnenanzahl in einem Haushalt ausreichen,
wage ich zu bezweifeln.

Gruß

Christian

Hi,

Wie oft kommt es vor, dass man ein Licht anmachen will und in
diesem Moment die Glühbirne, mit einem Schlag oder einem
Flackern, durchbrennt?

Wie schon im Thread erwähnt, der Faden brennt am ehesten
dann durch, wenn ein sehr starker Temperaturgradient
auftritt. Das geschieht beim Einschalten. Die un-
gleichmässige und starke Erhitzung erzeugt zusätzliche
mechanische Spannungen im Faden, der ja sowieso schon
eingespannt ist.

Also mir passiert so etwas eher selten, vielleicht 1-2 Mal im
Jahr. Jetzt ist mir das aber in den letzten zwei Tagen schon
drei mal passiert! Hat das etwas zu bedeuten oder gibt es
dafür vielleicht eine elektrotechnische Erklärung?

Je nach persönlichem Erregungszustand ändert sich auch Dein
„persönliches Tempo“, also Dein „Schwung“, etwas zu tun.
Dadurch betätigst Du den (mechanischen?) Lichtschalter
(etwas) schneller. Je schneller die Spannung von 0 auf Maximal
geht, desto stärker der resultierende Temperaturgradient
im Glühfaden. Ein paar Mikrosekunden dürften da einiges
ausmachen :wink:

Grüße

Euer CMБ

Danke schon mal für Eure Antworten!

Hallo Fragewurm,
Wie schon geschrieben wurde ist es normal, dass Glühbirnen meist beim einschalten durchbrennen, vorausgesetzt, dass im Betrieb keine wesentlichen Erschütterungen auftreten, wobei dies oft auch erst zu einem Ausfall beim nächsten Einschalten führt, dazu aber später mehr.

Heutige Glühwendel bestehen aus Wolfram, einem, bei Zimmertemperatur, sehr harten und sprödem Metall mit einem sehr hohen Schmelzpunkt.
Desweiteren ist Wolfram, wie alle Metalle, ein Kaltleiter, d.h. das der Widerstand mit der Temperatur zunimmt, bzw. der Strom im kalten Zustand wesentlich häher ist als wenn der Glühfaden leuchtet.
Der Einschaltstrom einer durchschnittlichen Glühbirne ist etwa 10-15 so hoch wie der Betriebsstrom, also deine 100W-Glühbirne nimmt für Sekundenbruchteile eine Laistung von 1000-1500W auf.

Wärend dem Betrieb verdampft immer etwas Material des Wendels (deshalb haben alte Glühbirnen im Glaskolben einen dunklen Belag, das ist das verdampfte Materiel des Wendels).
Dummerweise wird am meisten Materiel an den heissesten Stellen verdampft und das sind genau die Stellen an denen der Wendel schon etwas dünner ist, somit wird er an dieser Stelle noch etwas dünner und noch etwas heisser …

Der Glühwendel ist, aus technischen Gründen, wie eine Spiralfeder gestaltet und wirk somit auch noch etwas als Elektromagnet. Beim Einschalten, bedingt durch den hohen Einschaltstrom und das dadurch erzeugte Magnetfeld, versucht sich der noch kalte und spröde Wendel etwas zusammenzuziehen, gleichzeitig heizen sich die dünnsten Stellen des Wendels schneller und stärker auf als der Rest… und der Wendel brennt durch.

Nun noch was zu den Erschütterungen.
Der leuchtende Wendel ist relativ weich und bei Schlägen verhaken dann meist einige Windungen und der Wendel leuchtet wesentlich heller, d.h. der Wendel wird wesentlich heisser, meist überlebt ein solcher WEndel das nächste Einschalten dann nicht mehr, weil der Einschaltstrom dann wesentlich höher ist als normal und auch mehr Material verdampft.
Als Glühbirnen, welche dauernd Erschütterungen ausgesetzt sind, z.B. bei Fahrgeschäften auf den Jahrmarkt, verwendet man normalerweise solche mit Betriebspannungen für 24V oder 48V, weil hier der Glühwendel einiges dicker und somit mechanisch stabiler ist.

MfG Peter(TOO)

preiswerte Abhilfe mit NTC
Hallo,

eine sehr preiswerte Möglichkeit, die Glühbirne vor dem hohen Einschaltstrom zu schützen ist, einen NTC-Widerstand vorzuschalten, um den hohen Einschaltstrom zu begrenzen.

Funktionsweise: im kalten Zustand hat der NTC (NTC bedeutet Negativer Temperatur Coeffizient, d.h. sein Widerstand nimmt mit zunehmender Erwärmung ab) einen hohen Widerstand (2 - 40 Ohm, je nach Typ), so dass im Einschaltmoment fast die gesamte Netzspannung an ihm abfällt.
Dadurch wird der NTC sehr schnell heiss, verringert seinen Widerstand (auf 0,03 - 0,6 Ohm) und die Glühbirne leuchtet auf.

Nachteile: Der NTC bleibt heiss (65°C) solange die Lampe eingeschaltet ist. Er muss auf den Glühlampenstrom ausgelegt sein, sonst brennt er durch.

Rechenbeispiel:
Gegeben:
Glühlampe mit 100Watt,
Netzspannung = 230Volt/50Hz

gesucht: Nennstrom der Glühlampe (I)

Lösungsansatz: P = U x I
-> 100W = 230V x XA /:230V
-> 100/230 = X
-> I = 0,43A

Ergebnis: ein NTC, der einer 100Watt-Glühlampe vorgeschaltet werden soll, muss für einen Strom von 0,43A ausgelegt sein.

Warnhinweise: Wer sowas vor seine Glühbirne schalten will, dem sei gesagt, dass es im Prinzip nur elektrotechnischen Fachkräften erlaubt ist, an Netz-Installationen herumzubasteln. Ein Stromschlag kann lebensgefährlich sein. Jedwedes hitzeempfindliche Material muss vom NTC mindestens 3cm entfernt sein.
Zur Montage empfehlen sich Lüsterklemmen. Über die blanken Anschlussdrähte des NTC´s möglichst temperaturfeste Silikonschläuche schieben (als Isolation und Berührschutz).

Zu kaufen gibt es diese Dinger z.B. bei diversen Elektronik-Distributoren Conrad, Farnell für ca. 2,50EUR das Stück.
Im Fachhandel heissen diese Dinger auch „Thermistoren“, „Surge-Guard“ oder „Einschaltstrombegrenzer“.
Die Typenbezeichnung solcher Exemplare des Herstellers „Rhopoint Components“ ist z.B.: SG230, SG240, (entnommen aus Farnell-Katalog Band 2, Seite 735). Web: www.farnellinone.de. Alle dort aufgeführten Typen vertragen zwischen 1,75 - 15Ampere.

Gruß, Alexander