bin mir nicht sicher ob das hier das richtige brett ist, hätte eventuell auch zu kultur gepasst.
zu meiner frage:
auf meinen reisen ist mir schon des öfteren aufgefallen dass in den einzelnen ländern immer ein gewisser mainstream herrscht nach dem sich alle kleiden.
die italienerinnen kleiden sich eher elegant, die deutschen eher sportlich schlicht, in england sieht man häufig vintage style.
wie kommt es dazu? ich meine eine italienerin liest doch die selbe vogue wie die holländerin.
es ist mir schon klar dass auch innerhalb des mainstreams unterschiede gibt, aber mir fällt auf dass in einem land immer ein gewisser stil vorherrscht.
und wie bezeichnet man diese stile?
britinnen würde ich als vintage bezeichnen aber ich weiss z.B. nicht wie der stil heisst der in italien vorherrscht.
zu Deiner eigentlichen Frage kann ich Dir leider keine Antwort geben, aber das:
ich meine eine italienerin liest doch die selbe vogue wie die holländerin.
stimmt nicht, die Vogue wird in länderspezifischen Ausgaben veröffentlicht, d.h. der Inhalt einer italienischen Vogue unterscheidet sich nicht nur rein sprachlich von einer deutschen oder russischen Vogue.
ergänzend dazu, dass sich die „Vogues“ schon unterscheiden, wage ich mal zu behaupten, dass der länderspezifische Stil sich nicht aus den Modezeitschriften herausbildet, eher orientieren sich die Zeitschriften am Stil.
Stilprägend sind in erster Linie sehr junge Leute, die glaube ich nicht die Vogue lesen, sondern sich Klamotten von anderen auf der Straße abgucken.
Dann gibt es nicht nur Länder-Stile, sondern auch Städte-Stile. In England trägt man den Vintage-Stil fast nur in London, die anderen Städte sind da viel „prolliger“. In Berlin, Hamburg, Köln und München sind die jungen, „hippen“, also stilprägenden Leute nicht unbedingt sportlich-praktisch angezogen wie in Deutschlands Rest. In den Städten wird ein Stil geprägt durch die Art der Leute die da wohnen (in Berlin ziemlich viele „new bohemians“, Kreative, Gestalter, kommen z.T. aus NY und bringen was von diesem Stil mit), durch eine gewisse Tradition (Paris oder Mailand sind klassische Modemetropolen und behalten ihre (im Vergleich zu Berlin) gewisse Eleganz bei, England ist traditionell ein exzentrisches Land, ein Arbeiterland, das Land der Popmusik, die auch wieder einen gewissen Stil prägt), oder das Klima (in Deutschland, wo man jederzeit vom Regen überrascht werden kann und einen kalten Winter hat, sind wetterpraktische Sachen nun mal wichtiger als in Barcelona).
Und das letzte Stück ist einfach nur Zufall. Sehe ich eine selbstgehäkelte pinke Mütze in London bei jedem dritten Girlie, trau ich mir dort vielleicht eher eine zu tragen als in Bielefeld. Und so werden es in London immer mehr und in Bielefeld kommt der Trend nicht an.
Mittlerweile werden die Unterschiede aber immer geringer von Land und Land, weil es heute in ganz Europa Benetton, Zara und H&M gibt. Und kleine Trendunterschiede fangen einfach in einer Stadt an, in einer anderen Stadt sind das dann andere.