Versetzung in die Registratur

Hallo zusammen,

die Bedeutung der Wörter kenne ich, aber der Satz macht trotzdem keinen Sinn: Versetzung in die Registratur. Kann das sein?

Danke

Die Folge kann ein
Disziplinarverfahren sein, das mit der Versetzung
in die Registratur enden könnte.

Registratur ist altmodisch, bedeutete in diesem Zusammenhang soviel wie Archiv. Wenn ein Beamter wirklichen Mist gebaut hat, dann wird er dahin versetzt, wo er am wenigsten Schaden anrichten kann, also in das Archiv (Registratur).

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Danke! Ich habe es jetzt verstanden.

Servus,

war zu Zeiten der Papierformulare noch zu toppen durch die Planstelle, die ziemlich flächendeckend mit Leuten besetzt war, die schon auf Lebenszeit verbeamtet waren, wenn sie z.B. das erste Mal im Delirium am Schreibtisch gefunden wurden oder ihr erstes auffälliges manisches Hoch hatten: Die Formularausgabe!

Schöne Grüße

MM

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Höchstens noch zu toppen durch die Grundsteuerstelle! :grin:

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In Rheinland-Pfalz schon: Da beschäftigt sich das Finanzamt Kusel-Landstuhl (diese Orte sind so, wie die Namen klingen) zentral mit ErbSt für das ganze Land. Der glücklichste Mitarbeiter dort ist vermutlich der LuF-Mensch, der irgendwo im Keller zwischen Archiv und Heizung sitzt…

Schöne Grüße

MM

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… kann man sich dahin bewerben ?! Ich bräuchte grad mal was ruhigeres…

Gruß H.

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Wird nicht gut gehen - ich schätze, es gibt genug Kandidaten für eine Versetzung an solche Stellen ohne ihre eigene Zustimmung…

Aber wenn wir grade dabei sind: Ich werde den Rest meines Lebens den Stoffeln von der „Berufsberatung“ gram sein, die mir nicht verraten haben, dass es für Leute mit wenigstens normaler Intelligenz, aber wenig Disziplin und einer ausgesprochenen Abneigung gegen jede Form von Hektik die Wasserwirtschaftsämter gibt: Zwei Laufbahnprüfungen, die nicht harmlos sind und für die man sich schon ein bissele auf die Hinterfüße stellen muss, und dann ungefähr vierzig Jahre lang die einzige Aufgabe, dass die Dinge, mit denen man sich während der Anwesenheit abgesehen von der Pflege der Grünlilie und dem parallelen Ausrichten der Schreibutensilien zur Schreibunterlage beschäftigt, nicht gar so deutlich sichtbar sein sollten: Schachspielen gegen sich selber im Kopf ist ok, davon sieht keiner was; auch Primzahlen suchen oder Sudokus ausdenken geht, solange man nichts dabei notiert - aber Buddelschiffe bauen sollte man besser unterlassen, solange man „im Dienst“ ist…

Schade. Im nächsten Leben vielleicht…

Schöne Grüße

MM

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Hallo Aprilfisch!

Was bedeutet dies:

Danke und viele Grüße

Hallo Nadja,

da hast Du wieder ein paar hübsche Funde herausgepickt -

  • jemandem gram sein ist ziemlich veraltet, etwa: jemandem Vorwürfe machen - jemandem böse sein - jemandem etwas verargen (das ist ungefähr gleich veraltet), vielleicht auch am Rande jemandem etwas nachtragen

  • ein Stoffel (pejorativ) ist ein tumber, ungeschickter Mensch, in seinem Ungeschick etwas lächerlich wirkend

  • „Berufsberatung“ war für uns, vom einem der geburtenstärksten Jahrgänge überhaupt (1961), eine rituelle Veranstaltung, mit der sogenannte „Berufsberater“ vom Arbeitsamt versuchten, uns als Schüler und später Studenten auf unsere zukünftige Laufbahn als Überzählige, zu spät auf die Warteliste Gekommene, gleichzeitig Unter- und Überqualifizierte, eben irgendwie am „wirklichen“ Berufsleben Vorbeigestolperte vorzubereiten.

Et me voilà ce soir … (Jacques Brel)

Sudoku ist eine (woher sollte es sonst kommen) japanische Technik, auf den ersten Blick immer einfach aussehende, teils aber sehr komplexe Zahlenrätsel aufzubauen und zu gestalten. Der Plural von so einem Zahlenrätsel wird mit angehängtem s gebildet, wie bei fast allen solcher Lehnworte aus anderen Sprachen. So wie man im Deutschen auch durchaus sagen könnte „Vladimir Putin und seine Towarischtschs aus seiner früheren Laufbahn“, obwohl sich dieser Plural aus der Sicht eines Russischsprechenden vollkommen krank anhört.

In diesem Sinne

MM

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