Versicherter Versand

Hallo,

mal folgender fiktiver Fall:
Käufer K erwirbt über einen Internetshop einen Artikel. Der Verkäufer (gewerblich) V versendet aus der Europ. Union ist aber scheinbar in den USA ansässig. Ein Impressum, AGB oder ähnliches gibt es nicht, nur eine email-Addy. Der komplette Shop sowie die Artikelbeschreibung ist in deutscher Sprache.

Wie schaut es in diesem Fall mit der Haftung des Verkäufers V für das ankommen der Artikel aus? V bietet den unversicherten Versand als kostenlosen Service an, jedoch unter Haftungsausschluss bei Verlust.

Muss sich nicht auch V trotz Geschäftssitz in den USA an unsere Spielregeln halten?

fragt
Julia

Hallo,

mal folgender fiktiver Fall:
Käufer K erwirbt über einen Internetshop einen Artikel. Der
Verkäufer (gewerblich) V versendet aus der Europ. Union ist
aber scheinbar in den USA ansässig.

Reden wir von einem fiktiven „normalen“ Internetshop? Oder ein fiktiver Shop bei Ebay Deutschland?
Bei letzterem müßte sich der Verkäufer an das dt. Recht halten, d.h. er muß bei Verlust des Artikels nochmal verschicken und Geld erstatten.

Ein Impressum, AGB oder
ähnliches gibt es nicht, nur eine email-Addy.

Wer kauft da?

Wie schaut es in diesem Fall mit der Haftung des Verkäufers V
für das ankommen der Artikel aus? V bietet den unversicherten
Versand als kostenlosen Service an, jedoch unter
Haftungsausschluss bei Verlust.

UNVERSICHERTER Versand gibt es nicht.
Siehe hier: http://www.versandhandelsrecht.de/?url=news&gl%5Bdet…

Muss sich nicht auch V trotz Geschäftssitz in den USA an
unsere Spielregeln halten?

Jepp

Grüßlis ANGi

Hi,

danke für die Antwort. Dieser Fall ist aus den abenteuerlichsten Beispielen zusammengebaut und kommt hoffentlich in der Realität nicht vor :smile: So was passiert wohl nur, wenn 3 Einkäufer abends nach 3 Bier zuviel anfangen rumzuspinnen :wink:

Käufer K erwirbt über einen Internetshop einen Artikel. Der
Verkäufer (gewerblich) V versendet aus der Europ. Union ist
aber scheinbar in den USA ansässig.

Reden wir von einem fiktiven „normalen“ Internetshop? Oder ein
fiktiver Shop bei Ebay Deutschland?
Bei letzterem müßte sich der Verkäufer an das dt. Recht
halten, d.h. er muß bei Verlust des Artikels nochmal
verschicken und Geld erstatten.

Wo liegt da der Unterschied? Shop ist doch shop oder nicht? Angesprochen wird nur der deutschsprachige Markt, da alles auf dt. gehalten ist. Wo ist der Unterschied zwischen einem normalen Shop und einem Shop via i-bäh?

Ein Impressum, AGB oder
ähnliches gibt es nicht, nur eine email-Addy.

Wer kauft da?

Sagen wir mal Endverbraucher mit Sitz in Deutschland. Eine Shopseite, egal ob normaler Shop oder i-bäh muss doch ein Impressum haben, oder gibt es da Ausnahmen?

Wie schaut es in diesem Fall mit der Haftung des Verkäufers V
für das ankommen der Artikel aus? V bietet den unversicherten
Versand als kostenlosen Service an, jedoch unter
Haftungsausschluss bei Verlust.

UNVERSICHERTER Versand gibt es nicht.
Siehe hier:
http://www.versandhandelsrecht.de/?url=news&gl%5Bdet…

Ok, dann verweigert V bei kostenloser Lieferung die Haftung bei Verlust (er möchte dann nicht noch einmal liefern und was man nicht bezahlt bekommt man nicht). Nur wenn K für den Versand löhnt, soll er bei Verlust einen Ersatzartikel bekommen.

Muss sich nicht auch V trotz Geschäftssitz in den USA an
unsere Spielregeln halten?

Jepp

Wusste ich doch :wink:

Grüßlis ANGi

Bei letzterem müßte sich der Verkäufer an das dt. Recht
halten, d.h. er muß bei Verlust des Artikels nochmal
verschicken und Geld erstatten.

Wie jetzt? Er muss den Artikel noch mal schicken *und* das Geld erstatten? Ehrlich gesagt: Er muss nur das Geld erstatten.

Levay

Bei letzterem müßte sich der Verkäufer an das dt. Recht
halten, d.h. er muß bei Verlust des Artikels nochmal
verschicken und Geld erstatten.

Wie jetzt? Er muss den Artikel noch mal schicken *und* das
Geld erstatten? Ehrlich gesagt: Er muss nur das Geld
erstatten.

Na doppelt hält besser… :smile:
Natürlich ODER… also, nochmal verschicken, oder wenn Verkäufer halt diesen Artikel nicht mehr hat, weil der letzte schon verkauft wurde, dann eben Geld erstatten…

Grüßlis ANGI

Ein Impressum, AGB oder
ähnliches gibt es nicht, nur eine email-Addy.

Wer kauft da?

Sagen wir mal Endverbraucher mit Sitz in Deutschland. Eine
Shopseite, egal ob normaler Shop oder i-bäh muss doch ein
Impressum haben, oder gibt es da Ausnahmen?

Nein, keine Ausnahmen. Impressum mit Name, Adresse, Steuernummer.

Ok, dann verweigert V bei kostenloser Lieferung die Haftung
bei Verlust (er möchte dann nicht noch einmal liefern und was
man nicht bezahlt bekommt man nicht). Nur wenn K für den
Versand löhnt, soll er bei Verlust einen Ersatzartikel
bekommen.

V KANN die Haftung nicht verweigern. EGAL, ob er Versandkosten nimmt, oder nicht!!

Grüßlis ANGi