Hallo,
folgender Fall: ich bin seit Mai 2008 privat versichert. Im November 2008 bekam ich plötzlich Knieprobleme. Diagnose: Kreuzbandriss. Kreuzband-Plastik-OP im Februar 2009. Nach der OP hat sich herausgestellt, dass die Kasse zwar die Kosten für die OP, aber nicht für die Wiederherstellung des Kniegelenks zahlt. Laut meines Tarifs zahlt sie nur 175 Euro/Jahr für Heilmittel (also auch Physio und Reha). Ich kann nicht glauben, dass ich jetzt auf so vielen Kosten sitzenbleibe, obwohl ich privat vesichert bin. Was mache ich, wenn ich nicht zahlen kann? Es kann doch nicht sein, dass ich jetzt das Risiko tragen muss, dass mein Knie nie wieder richtig in Ordnung kommt, oder? Danke für eure Antworten!
alex
Tja, Alex, auch auf die Werbung „nur 59€ für PKV für Selbständige“ reingefallen?
Aber Zynismus hilft Dir nicht weiter. Um es kurz zu machen: Du hast eine Chance: wenn Dich Dein Versicherungsvermittler nicht auf dieses Manko aufmerksam gemacht hat (Protokoll), dann könntest Du Dir vielleicht bei ihm das Geld holen.
Ansonsten gilt wie immer: gute Beratung ist teuer. Wer war es denn?
Gruß,
Andreas
Heilmittel (also auch Physio und Reha). Ich kann nicht
glauben, dass ich jetzt auf so vielen Kosten sitzenbleibe,
obwohl ich privat vesichert bin.
Da hast Du wohl einen Billig-Tarif. In der PKV zahlt die Versicherung nur dass, was man an Leistungen auch abgeschlossen hat und wofür Du Prämie bezahlst.
Was mache ich, wenn ich nicht zahlen kann?
Dann mußt Du die Behandlung ausfallen lassen.
Es kann doch nicht sein, dass ich jetzt das Risiko tragen muss,
Warum kann das nicht sein ? Du hattest die Wahl, Dir Deinen Versicherungsschutz nach Deinen Wünschen zusammenszustellen. Offenbar hast Du beid er Auswahl zu sehr auf die Prämie geachtet und zu wenig auf die Leistungen.
Hallo,
Nach der OP hat sich herausgestellt, dass die Kasse zwar die Kosten
für die OP, aber nicht für die Wiederherstellung des Kniegelenks zahlt.
Das steht doch aber alles schwarz auf weiß in den Versicherungsbedingungen! Eine gute Brille kostet nur 40€: http://www.kerner.de/erfahrungen%20mit%2035%20euro-%…
Ich kann nicht glauben, dass ich jetzt auf so vielen Kosten
sitzenbleibe, obwohl ich privat vesichert bin.
Du hast doch selber den Versicherungsvertrag unterschrieben und Dich vorher über die Leistungen informiert?!
Was mache ich, wenn ich nicht zahlen kann? Es kann doch nicht sein,
dass ich jetzt das Risiko tragen muss, dass mein Knie nie wieder
richtig in Ordnung kommt
Du hast doch sicherlich das Geld, was Du Monat für Monat bei der billigen PKV (http://www.finanz-lexikon.de/private%20krankenversic…im) Vergleich zur GKV gespart hast, auf die hohe Kante gelegt. Wo ist das Problem, jetzt damit die Physio- Kosten zu bezahlen?
Wenn Du aber das Geld für Klingeltöne oder Urlaub verballert hast, dann bleibt Dir nichts anderes übrig, als Dich jetzt sofort drastisch einzuschränken (z.B. WG- Zimmer statt Dachterassen- Wohnung), um das Geld für die Physio zu haben. Mit dem Physiotherapeut kannst Du übrigens auch Preise verhandeln! Gesundheit geht vor Jamba- Abos!
Hallo Alex,
auch wenn die anderen Kollegen hier sagen, selber schuld, so darf der Versicherer auch nicht einfach machen was er will, wenn er eine GKV-ersetzende Vollversicherung anbieten will.
Ich würde Dir deshalb raten, sich an BaFin zu wenden, mit der Anfrage, ob die maximale betragsmäßige Auswirkung der vereinbarten absoluten und prozentualen Selbstbehalte des Tarifs konform im Sinne des GKV-WSG ist. (d.h., ob alle Selbstbehalte in der Regel keine Eigenbeteiligung von über ca. 5.000.- €/Jahr erzeugen können.)
Man kann natürlich auch den Versicherer selbst dazu befragen, vielleicht zeigt er sich dann ja kulanter^^.
Grüße, Bernhard