Versicherungen – aufgepasst – folgender Fall:

Im Mai 2004 bekam ich ein Schreiben, darauf stand, ich müsse innerhalb 14 Tagen einen Betrag von € 816,01 bezahlen, weil gegen mich ein Forderung und ein Vollstreckungstitel von der Versicherung XYZ vorliege, betreffs einer PKW Versicherung. Der Titel sei von 1985 bzw. 1986.
Sogleich erhob ich zunächst Einspruch und hatte auch sonst alle Regeln eines Widerspruchs eingehalten, wobei man mir großzügig einen Aufschub gewährte.
Da ich ein vorsichtiger Mensch bin, habe ich mal in meinem unaufgeräumten und alten Akten gestöbert und die Zeit dafür genützt, da der Vorfall immerhin schon fast 20 Jahre her ist, ob ich wohl noch etwas finden würde.
Und ich wurde fündig:
Ich kann alles widerlegen.
Ich habe sogar noch Versicherungsunterlagen aus 1983 – und es war viel Arbeit.

Da ich auch recherchiert habe, ob andere Versicherungen, Landratsämter, Finanzämter etc. noch Unterlagen haben - hier hätte ich sehr wohl Pech gehabt, alles vernichtet.

Wie nun dieser Titel entstand, wird sich wohl nicht mehr ganz klären lassen, jedoch meine Beweise sind lückenlos.

Gerne würde ich nun der Versicherung wegen dem falschen Titel eins auswischen, aber das wird wohl eine Zivilrechtliche Sache werden.

Wer mir jedoch dabei behilflich wäre, ich wäre für jeden Tipp dankbar. Mein EGO hat auch etwas gelitten und wer weiß, was mir durch den Titel alles entgangen ist??

Eine erleichterte Geschädigte

Hallo Marlies,

nunja… hast du denn damals auch schon einen Titel bekommen? Ich meine… 20 Jahre später verhängt doch kein Richter wegen soetwas ein Urteil.

Gruß
Marco

Hallo Marco,
der Titel ist aus 1985 datiert, und die Versicherung hat den Titel wohl zu unrecht damals beantragt und bekommen. Ich kann auf alle Fälle nachweisen, das mein Auto nicht durch diese Versicherung versichert war, da ich alle Belege aufgehoben habe. Ein Titel ist halt 30 Jahre gültig, wahrscheinlich habe ich bereits 1985 alles belegt und der Titel wurde nicht zurückgegeben.
LG Marlies

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Hallo Marlies,

ich möchte Dir ja nicht das Wochenende verderben, aber mir erscheint die Geschichte ein wenig seltsam.

Im Mai 2004 bekam ich ein Schreiben, darauf stand, ich müsse
innerhalb 14 Tagen einen Betrag von € 816,01 bezahlen, weil
gegen mich ein Forderung und ein Vollstreckungstitel von der
Versicherung XYZ vorliege, betreffs einer PKW Versicherung.
Der Titel sei von 1985 bzw. 1986.

Wer hat Dir dieses Schreiben geschickt?

Sogleich erhob ich zunächst Einspruch und hatte auch sonst
alle Regeln eines Widerspruchs eingehalten, wobei man mir
großzügig einen Aufschub gewährte.

Wer gewährte Dir einen Aufschub? Einspruch kann man bei einem Steuerbescheid und Widerspruch bei einem Mahnbescheid machen.

Da ich ein vorsichtiger Mensch bin, habe ich mal in meinem
unaufgeräumten und alten Akten gestöbert und die Zeit dafür
genützt, da der Vorfall immerhin schon fast 20 Jahre her ist,
ob ich wohl noch etwas finden würde.
Und ich wurde fündig:
Ich kann alles widerlegen.
Ich habe sogar noch Versicherungsunterlagen aus 1983 – und es
war viel Arbeit.

Da ich auch recherchiert habe, ob andere Versicherungen,
Landratsämter, Finanzämter etc. noch Unterlagen haben - hier
hätte ich sehr wohl Pech gehabt, alles vernichtet.

Ich würde mal bei der Versicherung XYZ nachfragen, von der die Forderung sein soll, warum die jetzt erst damit ankommen.

Wie nun dieser Titel entstand, wird sich wohl nicht mehr ganz
klären lassen, jedoch meine Beweise sind lückenlos.

Wenn ein vollstreckbarer Titel gegen Dich vorliegt, dann brauchst Du jetzt auch nicht mehr nach den Gründen oder nach der Rechtmäßigkeit des Ganzen zu suchen, denn jetzt wäre es zu spät dafür. Auch wenn die damalige Rechnung nicht korrekt gewesen wäre, hättest Du damals dagegen protestieren müssen und gegebenenfalls Widerspruch gegen einen Mahnbescheid erheben müssen.

Gerne würde ich nun der Versicherung wegen dem falschen Titel
eins auswischen, aber das wird wohl eine Zivilrechtliche Sache
werden.

Wer mir jedoch dabei behilflich wäre, ich wäre für jeden Tipp
dankbar. Mein EGO hat auch etwas gelitten und wer weiß, was
mir durch den Titel alles entgangen ist??

Wenn jemand einen Titel hat gilt der glaube ich 30 Jahre. Sollte also jemand Geld von Dir haben wollen, soll er sagen von welchem Amtsgericht der Titel sein soll. Ruf bei diesem Amtsgericht an und frage nach.

So nun hast Du meine Meinung zu dem Thema, wie ich erstmal vorgehen würde.

Gruß
Ralf

Hallo Marlies,

hattest du denn bereits früher mal etwas von diesem Titel gehört oder ist dir der gänzlich neu?

Und wenn nicht neu: welche Schritte hattest denn damals vollzogen?

Weil das du da nicht versichert warst, bedeutet nicht, dass die Versicherung keinen Anspruch auf die Prämie gehabt hätte. Möglicherweise hatte nämlich die Versicherung, bei der du versichert warst keinen Anspruch darauf.

Gruß
Marco

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Hallo Marco,
eine Forderung kann nur als Titel umgewndelt werden, wenn dem entsprechenden Amtsgericht der Beweis für die Rechtmäßigkeit gegeben worden ist. Dies wird damals gemacht worden sein. Ich (wie du wahrscheinlich auch) vermute hier eher den Fall der doppelten Versicherung und beim falschen Unternehmen den Beitrag bezahlt. Bin mal gespannt wie das weitergeht. Ich denke das erstmal die Frage geklärt sein sollte, wer hat das KFZ lt. Stva versichert und wo sind die Beiträge hingeflossen.

Weitere Möglichkeit kann auch sein, das erst mit z. Bsp. 80% gerechnet wurde und der VN aber 120% bekam. Also Nachträge zu dem Versicherungsschein raussuchen.

Gruß
Martin

Hallo Martin,
ich erinnere mich nur schwach an einen unrechtmässigen Titel, der auch nicht zurückgegeben wurde, ob das jedoch dieser war, weiss ich nun wirklich nicht mehr.
Auch sind auf diesem Titel hier sehr suspekte Daten.
Es wird nachprüfbar sein, da ich alle alten Belege fand. Eigentlich wollte ich wohl wirklich darauf aufmerksam machen, nicht unbedingt nach 10 Jahren auszumisten…
Bis jetzt habe ich von dem Inkassounternehemen nichts gehört bzw- gelesen, ich werde es jedoch bekanntgeben.
LG Marlies

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