ich werde ab Oktober ein Studium aufnehmen, weshalb ich schon fleißig meine Finanzen durchrechne. Jetzt bin ich beim Punkt „Versicherungen“ angelangt und schaue als versicherungstechnisch unbeleckter Mensch im ganzen Versicherungsdschungel nicht mehr durch. Die Informationen, die ich im Internet erhalten habe, helfen wir nicht viel weiter, zumal es für mich den Anschein hat, dass das Gros der Webseiten einseitig zugunsten eines Versicherers berät.
Klarheit habe ich bisher nur über die Krankenversicherung und studentische Krankenversicherung ab dem 25. Lebensjahr plus neun Monate Zivildienstzeit erlangen können.
Was die private Haftpflicht angeht, konnte ich recherchieren, dass eine Einbindung in den Vertrag der Eltern möglich ist.
Aber hier fangen die Probleme schon an: Nimmt jede private Haftpflicht die studierenden Sprösslinge ihrer Versicherungsnehmer auf bzw. ist sie dazu vom Gesetzgeber verpflichtet? Falls nein, wie viel wird eine private Haftpflicht für mich alleine kosten? Welche Deckungshöhe ist sinnvoll?
Und: Welche weiteren Versicherungen sind für einen Medizin-Studenten (12 Semester Regelstudienzeit) ein klares Muss, auf welche kann verzichtet werden?
Letztendlich will ich ja Geld sparen und nicht für Versicherungen bezahlen, die ich gar nicht brauche. So fallen alle Kfz-bezogenen Versicherungen schon mal raus.
Aber was brauche ich noch?
Ich hoffe, ihr könnt mir bei der Zielfindung helfen!
Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank für jede Antwort
jaZoo
Aber hier fangen die Probleme schon an: Nimmt jede private
Haftpflicht die studierenden Sprösslinge ihrer
Nein, nur wenn die Bedingungen des Vertrages der Eltern das so festlegen.
Versicherungsnehmer auf bzw. ist sie dazu vom Gesetzgeber
verpflichtet?
Nein.
Haftpflicht für mich alleine kosten? Welche Deckungshöhe ist
sinnvoll?
Ab 30 € aufwärts pro Jahr.
Und: Welche weiteren Versicherungen sind für einen
Medizin-Studenten (12 Semester Regelstudienzeit) ein klares
Muss, auf welche kann verzichtet werden?
Wenn der Student nicht im Hause seiner Eltern wohnt, würde ich noch zu einer Hausratversicherung raten. Im Laufe des Studiums kommt einiges an Werten im Bücherregal und an sonstiger Ausrüstung zusammen.
Aber was brauche ich noch?
Das ist meiner Meinung nach die Minimalausstattung. Der Rest kann warten, bis Du selber verdienst.
Das ist meiner Meinung nach die Minimalausstattung. Der Rest
kann warten, bis Du selber verdienst.
Ich stimme dir zu mit einer Ausnahme! Auch wenn es paradox nun klingt, aber zwischenzeitlich empfehle ich jedem, schon in sehr(!) jungen Jahren eine Pflegeversicherung abzuschließen. Der Grund:
Die Beiträge sind extrem günstig! Schon für eine Tasse Kaffee im Monat kann man sich eine fette Absicherung leisten.
Die gestellten Gesundheitsfragen stören nicht, da man diese ohne Probleme meistert!
Später haben die meisten das Problem, dass eine einigermaßen gute Absicherung mehrere Hundert Euro im Monat kostet und man aufgrund der Gesundheitsfragen noch einen Zuschlag zahlen darf.
Ich werde heute gleich mal meinen Vater zum Thema Haftpflicht fragen, was seine Police für Optionen offen hält.
Ansonsten sind 30 € im Jahr, also 2,50 € im Monat ja nicht so wild.
Ich denke, die Pflegeversicherung werde ich auch abschließen, nach den angeführten Argumenten scheint es nur klug zu sein, möglichst früh damit anzufangen.
Wie schaut es mit einer Unfallversicherung aus? Notwendig? Sinnvoll?
Und gibt es Versicherungen, die auch speziell auf die Bedürfnisse der Studenten zugeschnittene Pakete anbieten?
in der Regel wird es so sein, daß die Haftpflicht deiner Eltern ausreicht, da hier gewöhnlich die Kinder bis zur Vollendung ihrer Ausbildung auch als volljährige mitversichert sind.
In der Hausrat deiner Eltern wird ebenso (hoffentlich) die Studentenbude mitversichert sein - also auch hier kein eigener Vertrag notwendig.
Ggf. solltest du über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenken, die auch für Studenten angeboten wird.
Alles andere halte ich für aufschiebbar bis zur Aufnahme einer Berufstätigkeit.
PS
das gilt auch für eine private Unfallversicherung
Danke für den Rat, dazu werde ich auch mal meinen Vater befragen.
Was wird wohl eine Aufnahme in die elterliche Haftpflicht- bzw. Hausratversicherung an Mehrkosten bringen?
wenn es schon Bestandteil sein sollte natürlich nichts - ansonsten müssen die Verträge neu geordnet werden - da sollten sich die Mehrbeiträge in Grenzen halten; ggf. einfach mal zwei oder drei Mitbewerber anfragen. Spätestens dann wird auch der derzeitige Versicherer ein attraktives Angebot auf den Tisch legen, evtl sogar ohne Mehrbeitrag
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ich gehe davon aus, Du meinst eine PflegeZUSATZversicheurng. Alle Versicherungen „nach Art der Lebensversicherung“ sind mit früheren Versicherungsbeginn günstiger. Ob aber ein Student dafür sein Geld ausgeben sollte, glaube ich nicht. In einer BU ist es wohl sinnvoller aufgehoben.
Natürlich meine ich eine private Pflegezusatzversicherung, die mit 25 deutlich günstiger ist als mit 45 oder 50 Jahren.
Ob der Beitrag in einer BU besser aufgehoben ist, ist natürlich Ansichtssache und sollte individuell abgewägt werden. Wobei ich davon ausgehe, dass das Risiko, irgendwann einmal Pflegefall zu werden deutlich höher ist, als BU. Und selbst wenn es nicht so ist: eine Pflegezusatzversicherung kostet dich als 25-Jähriger nur ein Appel und ein Ei mehr!
ist halt Geschmackssache! Ich habe aber noch nie das Gefühl gehabt, dass dies für einen Studenten ein sinnvolles Produkte wäre. Ich denke jeder Kollege stimmt mir da zu.
Mutige Worte aus (d)einer Glaskugel, in welcher du jeden Kollegens Meinung erforschen kannst!
Glaubst du etwas Fr. Schmidts Worten, dass die Pflegereform eine tolle Sache ist? Glaubst du, dass die gesetzl. Pflegeversicherung für die Zukunft ausreicht? Ab welchem Lebensjahr empfiehlst du jemanden eine Pflegeversicherung. Dann wenn sie für die meisten Bundesbürger schlicht zu teuer wird und sie aufgrund von Gesundheitsfragen nicht genommen werden oder nur mit Aufschlägen willkommen sind?
ich habe keine Lust auf eine endlos Privatdiskussion. Theoretisch sollte jeder ab 16 eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Kranken- und Pflegezusatzversicherung, eine suffiziente Altersvorsorge, einene Bausparer für die Wohnungsbauprämie, eine Versicherung für die 80’er zur Verbesserung der SF-Klasse fürs Auto ab 18 und was weiß ich noch abschließen.
Was davon wirklich sinnvoll und bezahlbar ist, ist die andere Frage. Wenn Du die Pflegezusatzversicherung für Dich als elemantar ansiehst ist das okay. Es ist aber nur eine von vielen Baustellen und mit Sicherheit nicht die Elementarste (das ist die BU!).
ich habe keine Lust auf eine endlos Privatdiskussion.
Dann mach einen Vorschlag, wo dieses Thema „öffentlich“ diskutiert werden kann.
Was davon wirklich sinnvoll und bezahlbar ist, ist die andere
Frage. Wenn Du die Pflegezusatzversicherung für Dich als
elemantar ansiehst ist das okay.
Danke! Zum Glück geht diese Meinung mit der diverser Vorstände großer dt. Versicherer sowie der Meinung vieler Experten auf dem Pflegekongress in Berlin konform. Alles Typen, die keine Ahnung haben! Richtig?
Es ist aber nur eine von vielen Baustellen
Richtig!
und mit Sicherheit nicht die Elementarste (das ist die BU!).
Was davon wirklich sinnvoll und bezahlbar ist, ist die andere
Frage. Wenn Du die Pflegezusatzversicherung für Dich als
elemantar ansiehst ist das okay.
Danke! Zum Glück geht diese Meinung mit der diverser Vorstände
großer dt. Versicherer sowie der Meinung vieler Experten auf
dem Pflegekongress in Berlin konform. Alles Typen, die keine
Ahnung haben! Richtig?
Nö, alles Personen, die sich mit Pflegeversicherung beschäftigen und dies deshalb an wichtig ansehen. Ähnlich die Grünen, die Abschaltung von Kernkraftwerken als wichtig ansehen oder der AStA, die Abschaffung der Studiengebühren als wichtig ansehen. Jeder hat aus seiner Sicht sicher recht. Neutral betrachtet scheint manches anders zu sein!
Nur, als letztes Argument, was bringt mir die Pflegezusatzversichertung, die ich mit 85 evtl. brauche, wenn ich Sie mit 30 durch eine BU oder HarzIV im Alter nicht mehr bezahlen kann? Ja, ich habe auch eine Pflegezusatzversicherung, das ist nicht der Punkt!
Es ist aber nur eine von vielen Baustellen
Richtig!
und mit Sicherheit nicht die Elementarste (das ist die BU!).
Möglich! Dann setze ich die Pflege auf Platz 2.
Du kannst Deine Prioritäten selbstverständlich einteile wie Du magst.