Versicherungsmakler/Berater

Hallo Forum,

was ist der Unterschied zwischen eine Versicherungsmakler und einem Versicherungsberater und zwar für mich als Kunden und nicht das Berufsbild.

Anders formuliert (so wie ich es verstehe): Ein Berater kann mir aus allen Angeboten auf dem ein auf mich zugeschnittenes optimales Angebot machen. Ein Makler vermittelt mir aus einer begrenzten Auswahl ein für mich optimales Angebot. Wenn er das gut macht dürfte das Ergebnis für mich annähernd genauso gut ausfallen wie das des Beraters. Wenn aber nicht, dann habe ich Pech gehabt.

Kann also ein Berater ein besseres Angebot erstellen als ein Makler weil er auf ein größeres Angebot zurückgreifen kann ?

Diese Frage ist vielleicht nicht richtig weil sie nicht stimmt aber das versuche ich ja herauszufinden. Ich will keinem Makler oder Berater zu Nahe treten oder ihn abqualifizieren. Ich schätze und akzeptier beide als Berufsbild sehr und möchte lediglich eine Entscheidungshilfe für mich. Wo soll ich hingehen: Berater oder Makler.

Danke.

Hallo Stroppel,

was ist der Unterschied zwischen eine Versicherungsmakler und
einem Versicherungsberater und zwar für mich als Kunden und
nicht das Berufsbild.

Anders formuliert (so wie ich es verstehe): Ein Berater kann
mir aus allen Angeboten auf dem ein auf mich zugeschnittenes
optimales Angebot machen.

Nein, ein Berater (also Versicherungsberater) darf nur Beraten nicht vermitteln. Er kann Ihnen namen möglicher Versicherer nennen und Ihnen sagen wie der Vertrag gestrickt sein müsste!

Ein Makler vermittelt mir aus einer
begrenzten

Falsch - nicht aus einer bergrenzten Auswahl, sondern aus dem Markt! Begrenzte Auswahl ist der Mehrfachagent (z.B. auch AWD oder MLP) oder der Einfirmenvertreter (nicht begrenzte Auswahl, sondern nur eigene Produkte).

Auswahl ein für mich optimales Angebot. Wenn er das
gut macht dürfte das Ergebnis für mich annähernd genauso gut
ausfallen wie das des Beraters.

Im Prinzip dann sogar besser, weil der Makler es auch final umsetzt. Der Berater schickt Sie nach Hause und Sie decken dann Ihre Versicherungen bei den Vericherern ein!

Wenn aber nicht, dann habe ich
Pech gehabt.

Dannn haftet der Makler und muss mithilfe der Dokumentation beweisen könne, dass er Sie auf Ein- und Ausschlüsse hingewiesen und Ihren Bedarf richtig ermittelt hat.

Kann also ein Berater ein besseres Angebot erstellen als ein
Makler weil er auf ein größeres Angebot zurückgreifen kann ?

Ja, weil er Direktversicherer mit einbezieht! Das bekommen Sie gegen Gebühr bei einem Makler aber auch. ich habe Mandanten, die (typisch beamte) alles (außer Kranken- und Leben und BU) bei der HUK haben wollen - ich kümmere mich um die Verwaltung der private sachverträge (Haus, Inhalt, Haftpflicht) und bekomme meine Courtage vom Mandanten! Ist ein möglicher Deal. Sie wollen Cosmos Direkt, ich dokumentiere die Nachteile, Sie unterschreiben, überweisen meine gebühren und ich kümmere mich!

Diese Frage ist vielleicht nicht richtig weil sie nicht stimmt
aber das versuche ich ja herauszufinden. Ich will keinem
Makler oder Berater zu Nahe treten oder ihn abqualifizieren.
Ich schätze und akzeptier beide als Berufsbild sehr und möchte
lediglich eine Entscheidungshilfe für mich. Wo soll ich
hingehen: Berater oder Makler.

Danke.

Na, dann hoffe ich geholfen zu haben!

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

kleine Korrektur…
hallo Thorulf,
ein Mehrfachagent muss nicht unbedingt eine begrenzte Anzahl an Versicherungen anbieten!
Er macht, wenn er sauber arbeitet, genau die gleiche Arbeit wie ein Makler.
Sollte er vom Auftreten einem Makler gleichen, dann haftet er auch genauso wie dieser (Gerichtsurteil!).
Deswergen ist es für den mehrfachagenten genauso angeraten, eine Versicherung abzuschließen (ab 2005 gesetzlich vorgeschrieben).

Es mag noch mehrfachagenten geben, die nur eine begrenzte Anzahl an Versicherungen anbieten.
Ich kenne keinen.
Grüße
Raimund

Verbraucherzentrale
Hallo Stroppel,

der von Dir angeführte Vergleich zielt auf die mengenmäßige Verfügbarkeit von Produkten des jeweiligen Beraters / Maklers ab.

Ein großes Angebot bedeutet nicht, dass eine objektive Beratung durchgeführt wird.

Eine objektive Beratung bekommst Du z.B. von den Verbraucherzentralen. Diese überprüfen mit Dir gemeinsam Deinen eigentlichen Bedarf, also die auf Deine Bedürfnisse passenden bzw. notwendigen Produkte. Also erstmal ohne einen Anbieter im Hinterkopf.

Grundsätzlich sehe ich für den Kunden von Berater/Makler die Gefahr,
dass nicht die Ziele des Kunden sondern die ( monetären ) Ziele des
Berater/Makler im Vordergrund der Kundenbeziehung stehen. Dies ist
natürlich nachvollziehbar, bedeutet für Dich aber dass Du Angebote genau prüfen und gründlich hinterfragen solltest !

Also wenn die Angebotsvielfalt im Vordergrund steht ab zum Makler und den Maklervertrag ( UND DIE KOSTEN !!! ) genau prüfen.

Ciao
Strauch

Hallo Stroppel,

wenn Du perfekten Versicherungsschutz suchst, dann geh zum Versicherungsmakler. Der haftet auch für seine Perfektionalität.
Wenn es um Vermögensaufbau oder Vermögensverwaltung geht, dann geh zu einem unabhängigen Finanzberater mit Zulassung nach §2, Abs. 10 KWG. Nur dieser hat die Möglichkeit, aus wirklich allen Produkten und Strategien auszuwählen. Und die Haftungsfrage ist auch hierbei klar. Und zwei Partner zu haben ist bestimmt hierbei kein Nachteil.

Freundliche Grüße
Boris

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Hallo Boris,

völlig richtig! Kann ich nur unterschreiben.

Versicherungsmakler macht die Versicherungen.

Der, mit der Genehmigung nach KWG, den Vermögensaufbau!

Striitig wäre nur noch, wo die Kompetenz für die Altersversorgung liegt. Solange wir von Riester, Rürup und bAV sprechen, beim Versicherungsmakler - und dann beginnen die Grenzstreitigkeiten.

Der Kunde sollte also im grenzbereich beide an einen Tisch holen oder mit beiden offen kommunizieren!

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

P.S.: Der die Finger von Geldanlagen lässt, solange es nicht mit Versicherungen zu tun hat!!

Hallo zusammen !

Das war sehr aufschlussreich - danke !

Ich möchte mich nämlich über eine Absicherung im Alter informieren. Dabei bin ich a) völlig flexibel was die Anlageform betrifft und b) habe ich offen zugegeben fast keine Ahnung, so dass ich die Wahl eines geeigneten Konzeptes in die Hände eines anderen geben will.

Es gibt doch sicherlich auch andere Dinge außer Rürup, Riester, pivate Rente, Kapitallebensversicherung etc… Die Frage, welche ich in einem Gespräch klären möchte ist also wie ich für die Zukunft vorsorgen kann. Ist für so etwas ein Makler der richtige Ansprechparnter oder muss ich da eher zu einem Anlageberater oder zu wem ? Ok kompliziert und verwirrend erklärt ich hoffe ich versteht was ich meine.

Danke.

Hallo Stroppel,

Versicherungsmakler - weil es überwiegend um versicherungsgebundene Produkte geht.

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

Hallo Stroppel,

Hallo Thorulf,

Versicherungsmakler - weil es überwiegend um
versicherungsgebundene Produkte geht.

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

Und kennt sich ein Makler (z.B. du) auch bei nicht versicherungsgebundenen Produkten aus ? Sind Geldanlagen wirklich überwiegend Versicherungsgebunden ? Ich dachte die sind eher an Banken oder Fondgesellschaften gekoppelt. Na ja vermutlich benötige ich in diesem Bereich prof. Hilfe.

Hallo Stroppel,

eine fondsgebundene Riester Rente oder auch jedes andere fondsgebundene Produkt ist Versicherungstechnik!

Und professionelle Hilfe bekommst Du bei einem Versicherungsberater.

Wenn es um geldanlagen im Sinne von vermögensaufbau betreiben willst - als Wertpapiere direkt, etc. dann ist sicherlich die Bank der bessere Ansprechpartner oder ein „Vermögensberater“ mit entsprechenden Genehmigungen nach KWG!

Du sprachst von Versicherungsprodukten - Altersversorgung!

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

Danke Boris,

wie finde ich einen unabhängigen Finanzberater mit Zulassung ?

Stroppel

Thorulf danke für die Antwort.

Eine letzte Frage dann lass ich dich/Euch in Ruhe:

Eventuell verwechsle ich etwas: Bis jetzt ging ich davon aus, dass ich kein Versicherungprodukt für die spätere Alterversorgung brauche. Anstelle eines Versicherungsproduktes kann ich doch eine Geldanlage in welcher Form auch immer wählen. Da kann ich dann monaltich einen flexiblen Betrag einzahlen und im Rentenalter davon zehren - also auch eine Art der Altersversorgung. Deshalb brauche ich alse einen Vermögensberater und keinen Versicherungsmakler. Ist das falsch gedacht ? Ich habe irgendwie das Gefühl durch eine gute Geldanlage später in der Rente mehr zu haben als wenn ich das Geld in eine Versicherung stecke. Auch falsch ?

Danke

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Stroppel,

Eine letzte Frage dann lass ich dich/Euch in Ruhe:

Trau schau wem - oder versprochen ist versporchen, weil jeder kann sich versprechen!

Eventuell verwechsle ich etwas: Bis jetzt ging ich davon aus,
dass ich kein Versicherungprodukt für die spätere
Alterversorgung brauche. Anstelle eines Versicherungsproduktes
kann ich doch eine Geldanlage in welcher Form auch immer
wählen. Da kann ich dann monaltich einen flexiblen Betrag
einzahlen und im Rentenalter davon zehren - also auch eine Art
der Altersversorgung. Deshalb brauche ich alse einen
Vermögensberater und keinen Versicherungsmakler. Ist das
falsch gedacht ? Ich habe irgendwie das Gefühl durch eine gute
Geldanlage später in der Rente mehr zu haben als wenn ich das
Geld in eine Versicherung stecke. Auch falsch ?

Rürup, Riester und bAV - also alle steuerlich geförderten Möglichkeiten - sind Versicherungsprodukte, ggf. fondsgebunden!

Wenn Du aus Netto sparen willst - dann brauchst Du keinen Vermögensberater, weil Du kein Vermögen hast! Vermögensberater - mit Ausnahme der Strukkis von der DVAG - beraten vermögende Privatpersonen!

Wenn Du aber gefördert sparen willst - dann geh zu einem Versicherungsmakler!

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

Hallo Raimund,

AWD, DVAG etc. die haben nur einen begrenzten Basket :smile:

Gruß
Marco

Hallo Knallerbsenstrauch,

Ein großes Angebot bedeutet nicht, dass eine objektive
Beratung durchgeführt wird.

richtig…

Eine objektive Beratung bekommst Du z.B. von den
Verbraucherzentralen.

Wenn da jemand sitzt, der Ahnung vom Fach hat, dann gebe ich dir recht. Aber dies ist leider im eher seltenen Fall vorhanden.
Weil das Erkennen von Bedürfnissen bietet dem Kunden keine Lösung. Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Bedarf Privathaftpflicht erkannt… nur welche verschiedenen Deckungskombinationen wären wichtig?

Grundsätzlich sehe ich für den Kunden von Berater/Makler die
Gefahr, dass nicht die Ziele des Kunden sondern die ( monetären )
Ziele des Berater/Makler im Vordergrund der Kundenbeziehung stehen.
Dies ist natürlich nachvollziehbar, bedeutet für Dich aber dass Du
Angebote genau prüfen und gründlich hinterfragen solltest !

nicht nachvollziehbar, da der Makler für genau diesen monetären Verlust gerade stehen muss und haftet. Klar will auch der Makler verdienen, daher wird er bei identischen Sachverträgen und Bedingungen denjenigen Anbieter wählen, der mehr Courtage bringt. aber Vorsicht: Nur dann. nicht generell… Daher evtl. die Grundeinstellung etwas ändern…

Also wenn die Angebotsvielfalt im Vordergrund steht ab zum
Makler und den Maklervertrag ( UND DIE KOSTEN !!! ) genau
prüfen.

Üblicherweise ist ein Maklervertrag mit keinen weiteren Kosten verbunden. Ausnahme: Honorarvereinbarung.

Gruß
Marco

schon richtig,
Hallo Marco,
doch hier ging´s um die Aussage, dass Mehrfachagenten eine begrenzte Auswahl anzubieten haben, also so was ähnliches wie Ausschließlichkeitsvertreter.
Ein Mehrfachagent der auf sich hält macht genau die gleiche Arbeit wie ein Makler. Und umgekehrt gibt´s Makler, die, aus welchen Gründen auch immer, eine beschränkte Anzahl von Versicherungen anbieten.
Ich habe schon einen Makler erwischt, der Vergleiche erstellte, in denen die Namen der Versicherungen und die Tarifbezeichnungen verschlüsselt waren. Der wusste gar nicht, dass er was gesetzwidriges macht.
Jeder Vergleich, jede Beratung, von wem auch immer (Makler, Mehrfachagent, Versicherungsberater) ist immer von den Vorlieben und Erfahrungen der Beratenden gefärbt. Das ist gar nicht anders möglich. Nur Maschinen sind neutral. Für mich ist z.B. die DeBeKa ein rotes Tuch. Nicht deshalb, weil sie keine Provision bezahlt (ich habe die Möglichkeit, von denen Provision zu bekommen), sondern von deren Geschäftsgebaren her (teilweise persönliche Erfahrung).

AWD, DVAG etc. die haben nur einen begrenzten Basket :smile:

Wer denen Ihre Sprüche glaubt, ist selber schuld.

Übrigens: hast Du Kapitalmarktintern 44 gelesen?
Da geht´s um die „betrügerische“ Werbung der Commerzbank im Fernsehen (mit dem TÜV-Siegel.
Ein echter Hammer! Da wird der Kunde für strohdumm verkauft! So nach der Methode: wohl dem der nur ein Bein hat: der TÜV hat festgestellt, dass Einbeinige weniger Sohlenverbrauch haben. Die bieten doch tatsächlich den ADIG Investment als Super und TÜV-geprüft an, der die „irre hohe Rendite“ von 1,85 % hat! Da ist jedes mittlere Sparbuch besser.
Grüße
raimund

Gruß
Marco

Hi !

Also diese Pauschalisierungen kann ich nicht unterschreiben. Nach einigen Tests die ich anonymisiert durchführen sollte waren die Ergebnisse erschreckend.

Vergleiche einfach einige Anbieter. Stelle Dir einen Fragenkatalog zusammen und überlege Dir was Dir wichtig ist.

Geht der Vermittler auf Deine Wünsche ein ?
Was ist für Dich wichtig ? Sicherheit ? Ertrag ?
Welche ergänzenden Informationen gibt Dir der Vermittler bzgl. seines Angebotes ? (Kostenquote, Sicherheit des Unternehmens, Vergangenheitsbetrachtung, Kundenzufriedenheit usw. usw. )

Gruss
Frank

Den Gang zur Verbraucherzentrale und die gut 100 Euro die man da hinblättern muss kann man sich sparen.
Die Herren und Damen sind leider selten korrekt informiert, geben Infos nach Fragenkatalog und verlassen sich leider all zu sehr auf einige Tests. Diese wiederum sind nicht immer aussagekräftig, vor allem wenn sie Prognosen bewerten.

hallo Stroppel
google mal!
Versichrungsberater, und klicke auf Suche in Deutschland
Grüße
Raimund

Ich schätze und akzeptier beide als Berufsbild sehr und möchte
lediglich eine Entscheidungshilfe für mich. Wo soll ich
hingehen: Berater oder Makler.

Danke.

Die Frage ist, ob Du lediglich die Beratung für den Moment benötigst (ggf. bereit bist, dafür zu bezahlen)und Dich um den weiteren Fortgang selber kümmern möchtest oder ob Du eine weiterführende Betreuung Deiner Versicherungsangelegenheiten bis hin zum ‚Schadenmanagment‘ wünschst. Die Verantwortung das Maklers (auch Mehrfachagenten) endet ja nicht mit der umfassenden Beratung und auch nicht mit dem Abschluß.

Gruß Maid