Ich möchte für eine Immobilie in Thüringen eine Wohngebäudeversicherung abschliessen.
Laut einem Gutachten beträgt der Baupreis 1914 DM 21.700. Wenn ich das zur Grundlage für die Wohngebäudeversicherung mache, ist das Gebäude aber wahrscheinlich überversichert. Denn Aufgrund des Alters und dem Reparaturrückstau ist das Gebäude zur Zeit höchstens EUR 40.000 Wert.
Was soll ich also als Versicherungssumme wählen?
Gruß,
Markus
Hallo Markus !
Bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften gibt es z.T. völlig unterschiedliche Verfahren bzw. Möglichkeiten, die „richtige“ Versicherungssumme zu ermitteln. So z.B. nach Gutachten, nach Wertermittlungsbogen der Versicherung in verschiedenen Varianten oder bei einigen Gesellschaften nach Angabe der Quadratmeter Wohnfläche ohne gesonderte Ermittlung einer 1914er-Summe. Ein Haus mit sehr großen Raumhöhen hat z.B. mit Versicherungssummenermittlung über Kubikmeter umbauten Raum meist eine größere VSS als wenn da die Methode nach Quadratmeter WFl angewendet wird. Trotzdem sind beide VSS „richtig“ und würden von der Versicherung anerkannt, wenn nach deren Maßstäben der Berechnungsbogen richtig ausgefüllt wurde.
Die normale Wohngebäudeversicherung ist eine sogenannte „gleitende Neuwertversicherung“. D.h. im Schadenfall kannst du die Reparaturkosten zu heute üblichen Preisen erstattet bekommen bzw. bei Totalschaden ein neues Haus in gleicher Größe und Ausführung zu heutigen Baupreisen errichten.
Natürlich kannst du auf Wunsch das Haus auch nur zum - geringeren - Zeitwert versichern. Das halte ich allerdings für wenig sinnvoll, weil dann im Schadenfall das Geld bestimmt nicht ausreicht, um Reparatur oder Neuaufbau abzudecken.
Versicherungswert, rechnerischer Zeitwert und Marktwert bei Verkauf können durchaus sehr unterschiedlich sein.
Hoffe, dir damit geholfen zu haben.
Viele Grüße
Uwe