Versorgung der 'alten'

Selbstverständlichkeiten
Hallo,
eine Gesellschaft kann sich nur so bezeichnen, wenn die, die es können, denen unter die Arme greifen, die es noch nicht oder nicht mehr selbst schaffen.

Dass sich da um ein Erbe gestritten wird ist mir unverständlich, denn ein Erbe gibt es erst dann, wenn der Erblasser verblichen ist.

Aus meiner eigenen Erfahrung (ich lebe in einer funktionierenden 3-Generationen-Familie) gibt es da überhaupt keinen Anlass zu einer Diskussion. Wer krank ist wird gepflegt, wer gesund ist pflegt. Wer hat, gibt und wer wenig hat, bekommt. Punktum und Ende der Debatte.

Als unser Sohn klein war und wir beide arbeiten mussten, haben selbstverständlich die Großeltern den Kleinen versorgt. Wenn wir klamm waren, haben selbstverständlich die Eltern ausgeholfen. und jetzt, wo sie selbst Hilfe brauchen, wird diese Hilfe ebenso selbstverständlich von uns geleistet. Da gibt es kein Aufrechnen. Was erforderlich ist wird einfach getan.

Gruß
Eckard
Da ist es müßig, aufzurechnen wer warum und wieviel zur Versorgung der Eltern oder Kinder beiträgt.

hallo eklastic,
das ist in diesem fall völlig irrelevant.

hallo liebe leute,

vielen, vielen dank für eure rege diskussion.

seute

moin moin

erbe (beträchtlich) unter den kindern verteilt. alle gut
versorgt. nun, treffen der kinder, zwecks haushaltauflösung,
der eltern und versorgung der mutter. wer zahlt was!!!

Ich würde auf das Erbe verzichten und die Alte pflegen lassen. Damit muss ich nichts zahlen. Bis das Erbe verbraucht ist, ist die Alte eh über den Jordan…

just my thoughts
Andreas

Hallo,

das ist in diesem fall völlig irrelevant.

Ist es nicht.
Egal wie reich ich bin, wenn meine Mutter noch mehr als genug Geld auf dem Bankkonto hat, dann wird meiner Meinung nach erstmal das Geld für ihre Bedürfnisse ausgegeben, egal ob sie dement ist oder nicht.
Das hat nichts mit der Unterstützung und dem „Da-Sein“ zu tun.

Wenn es tatsächlich so irrelvant wäre, warum hast du dann die Erbschaft überhaupt erwähnt?

ebenfalls grußlos

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Das habe ich dann mal für dich erledigt.

lg
Kate

Hallo seute deern,

folgender fall: vater verstorben. mutter mit demenz im
pflegeheim.
erbe (beträchtlich) unter den kindern verteilt.

hier ist der einzige Punkt, der mich auch stutzen lässt: Das „Erbe“ gehört zunächst mal für den Bedarf der dementen Mutter eingesetzt. Sie hat mit Sicherheit auch dazu beigetragen, dass das Geld erwirtschaftet werden konnte.

also folgende meinungen standen im raum: ich kann ja nix
dafür, das ich auf der welt bin. warum soll ich jetzt dafür
zahlen?

Wenn die Kindheit danach war, dass dieses Gefühl aufkommen konnte, sehe ich auch keine moralische Verpflichtung etwas zu leisten.

oder. du verdienst viel mehr als ich. also muß dein anteil
viel größer sein als meiner!

Naja, das findet ja auch der Staat schon bei den Steuern.

also, ich war einigermaßen geschockt. für mich persönlich ist
es keine frage für meine mutter so aufzukommen, dass es ihr im
alter gut geht.

Schön, wenn es Dir Deiner Mutter gegenüber so selbstverständlich erscheint. Ich als Mutter (Elterngeneration bereits verstorben) sehe es so: Meine Tochter hat das Recht, alle staatlichen finanziellen Hilfen vor Einsatz eigener Mittel auszuschöpfen. Immerhin sind wir beide Steuerzahler, also warum im Bedarfsfall nicht zurückerhalten, was z.B. heute Bedürftige (gerne!) auch von meine Steuern an Nutzen ziehen. (Ich weiß, dass das Finanzamt keine Sparkasse ist, aber in dem Sinne funktioniert ja Solidarität ein wenig auch auf Staatsebene).

Wenn sie dann noch gerne (!) mehr für mich einbringt, dann freue ich mich. Aber ich bin sehr wohl der Ansicht, dass ICH ein Kind wollte, und von meiner Tochter keinen Anspruch auf Liebe, Zuneigung und dergleichen mehr habe, es sei denn, ich habe in durch persönlichen Einsatz erworben.

Gruß, Karin

@PMURK

Uups, wie böse! Denkst Du im Ernst auch so über Deine Eltern???
Dann hast Du mein ganzes z.Zt. verfügbares Mitleid, denn dann muß Deine Kindheit einfach gruselig gewesen sein. Sollte dem nicht so sein, dann bleiben mir für Dich nur noch Ausdrücke, die ein Löschen des Beitrages zur Folge hätten…

Inge

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Hi Inge,

Uups, wie böse! Denkst Du im Ernst auch so über Deine
Eltern???

jepp

Dann hast Du mein ganzes z.Zt. verfügbares Mitleid, denn dann
muß Deine Kindheit einfach gruselig gewesen sein.

Danke.
Meine Kindheit war soweit (für ein Kriegskinderkind)ok.Die bösen Umstände fingen erst an als ich meine zukünftige kennenlernte: vollkommene Ablehnung und erst recht als später Kinder da waren.
Wir haben dann den Kontakt abgebrochen.Deswegen auch diese Reaktion

LG
Andreas

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hu,

Von den paar 10.000 EURonen oder damals noch DEM, die seine
Eltern da in seine Zukunft investiert haben, kann er jetzt
ruhig was zurückzahlen.

vor rund 20 jahren sagte man, dass es insgesamt etwa 300.000 DM kostet ein kind großzuziehen. das ist zwar kein feststehender wert und geht von … bis …, verdeutlicht aber mal die größenordnung.

schöne grüße
ann