eingeforderte Dankbarkeit, Aufrechnungen
Hallo!
Schwieriges Thema. Wohl dem, in dessen Familie alles in Butter ist und der ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern hat. Da läuft das dann wohl viel selbstverständlicher ab.
erbe (beträchtlich) unter den kindern verteilt.
Hm, das verstehe ich nicht. Die Mutter lebt noch und das Erbe ist schon aufgeteilt? Oder nur auf dem Papier?
also folgende meinungen standen im raum: ich kann ja nix
dafür, das ich auf der welt bin. warum soll ich jetzt dafür
zahlen?
Das hat hier ja viel Empörung hervorgerufen. Ich kann das Argument als solches aber gut verstehen. Wenn man Zeit seines Lebens bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit vorgehalten bekommt, dass einen seine Eltern als Kind versorgt haben, fragt man sich schon irgendwann, wessen Entscheidung es denn war, das man geboren wurde. Wenn es so schlimm ist, die eigenen Kinder zu versorgen, dann bekomme ich eben keine. Wenn ich die Versorgung meines Kindes nur übernehme, damit ich später Dankbarkeit und Pflegeleistung zurückbekomme, dann läuft da in meinen Augen irgendwas falsch. Es ist eine Portion Trotz in dem Argument, aber ich kann das gut nachvollziehen.
Aber der Denkfehler ist ein anderer: Die Aufrechnerei, im Sinne von: ich gebe zurück, was ich einmal bekommen habe finde ich schon verkehrt. Dann müsste ich ja auch die Schläge zurückgeben, die ich bekommen habe und das völlig zerstörte Selbstbewusstsein. Da ich ja aber moralisch besser handeln möchte als meine Eltern, werde ich dies nicht tun, sondern meinen eigenen Weg suchen.
du verdienst viel mehr als ich. also muß dein anteil
viel größer sein als meiner!
das widerum finde ich in Ordnung. Die Aufrechnerei führt ja wohl regelmäßig zum Streit (selbst schon zig mal erlebt). Wer sich wie (Geld oder Zeit) und in welchem Maße um die Eltern kümmert, lässt sich eben nur schwer vergleichen.
also, ich war einigermaßen geschockt. für mich persönlich ist
es keine frage für meine mutter so aufzukommen, dass es ihr im
alter gut geht.
Wenn Du selber finanziell in der Lage bist, dies zu leisten, dann kann man Dir gratulieren. Ich finde das schwer zu entscheiden, ich kenne die hohen Erwartungen meiner Eltern diesbezüglich und meine (schlechten) Vorsätze und bösen Wünsche, was das Alter von ihnen angeht. Aber ich bin auch ein gutmütiger Mensch und gar nicht so nachtragend, wie ich es gerne wäre. Man muss sich natürlich auch überlegen, wie man sich fühlen wird, wenn man nicht geholfen hat, dem eigenen Seelenfrieden zuliebe. " A guter Mensch is ma"
aber ich hab da nix zu sagen.
Warum nicht?
Grüße
kernig