Verstäker mit Eigenrauschen

Hallo!
Ich habe hier einen über 30 Jahre alten Mono-Amp (alte Transistor-Schaltung), mit dem ich Musikintrumente verstärke und der einwandfrei funktioniert. Er hat aber ein sehr hohes Eigenrauschen, was halt stört. Woran kann das liegen und wie kann man das beseitigen? (Ich bin zwar gelernter Elektroniker, aber ich habe Zentrifugen und andere Laborgeräte repaiert und mit Verstärkern wenig zu tun gehabt.) Danke für die Hilfe!
Christoph Gergen

Widerstandsrauschen
Hallo Christoph,

abgesehen davon, das es vor 30 Jahren kaum wirklich rauscharme Transistoren gab, rauschen immer noch die Widerstände in den Schaltungen am meisten. Schau doch mal rein. Potis mit 250 kOhm sind nicht mehr zeitgemäß!

Ich hab vor kurzem einen ca. 20 Jahren alten Verstärker repariert, da hat der Vorverstärker (nur Transistoren) auch kräftig gerauscht.

Ein aktuelles Mischpult z.b. mit dem Begriff Low-Z = niedrige Impedanz, niederohmig arbeitet mit maximal 22 kOhm bei Potis!

Ist ja auch klar, einfache Transistorschaltungen, die mit gerade mal 2 Stufen > 100 kOhm Eingangswiderstand bringen sollen, sind vergleichsweise hochohmig aufgebaut => Rauschen.

Das ist leider normal.

Gruß

Stefan

Hallo
Früher waren zum Beispiel Germanium-Transistoren im Einsatz. Diese und allgemein die Teile von früher rauschten eben mehr.
Man könnte da die einzelnen Stufen untersuchen, wahrscheinlich ist es aber die Eingangsstufe, wie schon bereits angeschnitten.
Dafür würde ich die Stufen eingangsseitig beginnend an den Kopplungskondensatoren trennen und die Eingänge mit einer passenden Impedanz belasten. Die Impedanz kann man Dir aber so nicht genau sagen. Mit etwas Glück brauchst du nur eine einzelne Eingangsstufe durch einen Selbstbau auswechseln.
Dafür würde ich mir aber zuerst einen Schaltplan besorgen und eventuell jemand mit Ahnung befragen.
Ich glaube aber auch, so ein Verstärker als neu ist nicht so teuer wie ein eventuell mißglückter Eigenbau.
Aus meinen Hobbykenntnissen.
Mfg

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Hallo Christoph,

abgesehen davon, das es vor 30 Jahren kaum wirklich rauscharme
Transistoren gab, rauschen immer noch die Widerstände in den
Schaltungen am meisten. Schau doch mal rein. Potis mit 250
kOhm sind nicht mehr zeitgemäß!

Also, diese Aussage ist aber schon ein bisschen verallgemeinert, um es vorsichtig auszudrücken. Und vor 30 Jahren gabe es sicher schon rauscharme Transistoren. Siehe z. B. BC109 oder BC172, die gabe es bereits vor 1970. Und Potis mit 250k sind nicht mehr zeitgemäß – kommt immer drauf an, wie und wo. Und die Aussage, Widerstände rauschen immer am meisten, also na ja.

Ich hab vor kurzem einen ca. 20 Jahren alten Verstärker
repariert, da hat der Vorverstärker (nur Transistoren) auch
kräftig gerauscht.

Ein aktuelles Mischpult z.b. mit dem Begriff Low-Z = niedrige
Impedanz, niederohmig arbeitet mit maximal 22 kOhm bei Potis!

Ist ja auch klar, einfache Transistorschaltungen, die mit
gerade mal 2 Stufen > 100 kOhm Eingangswiderstand bringen
sollen, sind vergleichsweise hochohmig aufgebaut =>
Rauschen.

Absoluter Quatsch. Hast Du denn Ahnung von Schaltungstrechnik? Mit einer einzigen Stufe eines herkömmlichen Bipolar-Transistors mache ich Dir locker >1 MOhm Eingangswiderstand. Der hochohmige Eingangswiderstand einer Stufe lässt vor allem dann größeres Rauschen zu, wenn keine Signalquelle angeschlossen ist.

Das ist leider normal.

Erst mal sollte festgestellt werden, ob das Rauschen nicht durch falsche Wahl von Anschlussimpedanzen bzw. -pegel in den Vordergrund tritt.

Dieter