Hallo,
ich habe eine grundsätzliche Verständnisfrage zum Aktienhandel und zur Börse.
Der Preis wird ja durch Angebot und Nachfrage bestimmt, also wieviel jemand für eine Aktie bereit ist zu zahlen und wieviel jemand defintiv dafür haben möchte. Soweit so gut.
Als Kleinanleger hat man vom Besitz der Aktien allein nicht viel. Die Dividenden fallen bei kleinen Aktienmengen nicht ins Gewicht. Man hofft also, dass die Aktie steigt und man sie irgendwann mit Gewinn verkaufen kann. Man spekuliert also auf die Wertentwicklung.
Warum steigt nun eine Aktie? Allgemein sagt man, wenn es einem Unternehmen gut geht, dürfte auch der Aktienkurs steigen. Die Leute sind also bereit, mehr für eine Aktie dieses Unternehmens zu zahlen, als vielleicht noch vor einem halben Jahr. Aber warum eigentlich? Warum kaufe ich mir eine Aktie eines Unternehmens, dem es wirtschaftlich gut geht, wenn die Dividendenausschüttung für mich doch kaum ins Gewicht fällt? Oder sind die meisten „Börsianer“ Großanleger, die von einer hohen Dividende sehr wohl stark profitieren und deshalb auch einen höheren Preis für die Aktie zahlen?
Wenn das so ist, könnte ich es ja verstehen. Wenn allerdings nur alle Welt darauf hofft, dass Kurse steigen, und zwar immer weiter steigen, dann ist dass doch alles ein riesiges Glücksspiel, dass mit der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens überhaupt nichts zu tun hat. Man könnte überspitzt sagen: Einigen wir uns doch darauf, dass die Aktienkurse steigen, wenn es den Unternehmen schlecht geht. Klingt unlogisch, für ein Glücksspiel würde das aber genauso funktionieren.
Die Frage ist also: Gibt es einen anderen Grund, Aktien eines bestimmten Unternehmens zu kaufen, als nur auf steigende Kurse zu hoffen?
Danke schonmal.
