Verständnisfrage - Hilfeaufrufe im Radio

Hallo Ihr Wissenden,

leider kommen hier die Bretter „Ämter und Behörden“, „Medizin“ und „Versicherungen“ in Frage, erstmal versuch ich es hier, ich hoff, daß das ok ist?

derzeit läuft z.B. in NRW die Aktion Lichtblicke, in denen täglich Menschen vorgestellt werden, denen es schlecht geht.

Ich hab irgendwie ein Verständnisproblem und möchte das gerne gelöst haben.

Wenn z.B. ein Vater seinen Sohn (unter 18) aufzieht, welche Arzt- und Medikamentkosten für den Sohn können das sein, die sein Geld auffressen könnten? Naturheilsachen? Kommt es bei Kassenleistungen auf die Krankheit an?

Wenn ein Kind aus einem außereuropäischen Land an der „Lichtkrankheit“ erkrankt, hier in Deutschland von einer Familie aufgenommen wird… wer kommt für die Kosten der Behandlung und z.B. Salbe gegen schon vorhandener Narbenbildung und auch ggf. sicherer Kleidung auf? Kann dieses Kind in die Familienversicherung aufgenommen werden oder sind da alle Kosten privat zu tragen?

Bekommt man als hochgradig Hausstaub-Allergiker nicht eventuell Hilfe beim Kauf von antiallergischer Bettwäsche oder muß man die in jedem Fall immer komplett selbst zahlen?

Man wird doch nicht jemanden aus der gesetzlichen Krankenkasse werfen, nur weil man „zu teuer“ ist?

Kann man hier - für welchen Fall auch immer - nicht staatliche Zuschüsse beantragen? Gibt es keine Stellen, die helfen können? Muß man bei so schweren Sachen die Kosten der Medikamente selbst zahlen?

Ich habe selbst keine Kinder, aber es wird doch immer gesagt, daß Kinder unsere Zukunft sind und daher dachte ich (ist glückssache, ich weiß), daß da mehr getan wird? Ist ja auch richtig. Wenn man es alleine nicht schafft und es Hilfe gibt, warum sollte man die nicht annehmen wollen/können? Grad für Kinder. Sie können sich nicht selbst helfen und wenn die Eltern mit einem kranken Kind finanziell überfordert sind, kann man sie doch nicht ihrem Schicksal überlassen.

Ich denke schon, daß es hier teilweise um große Summen geht, sonst würden sie sich nicht an die Aktion gewandt haben. Aber ich bin halt etwas irritiert und würd mich freuen, wenn jemand da was konstruktives zu sagen kann.

Vielleicht auch ob es auch z.B. Hausratversicherungen für sozial Schwache gibt, die quasi nur ein Minimum abdecken - so daß bei z.B. Wohnungsbrand wenigstens wichtige Möbel neu/gebraucht angeschafft werden können? - ok, dafür wäre das Brett Versicherungen sinnvoller, aber vielleicht weiß trotzdem jemand was?

Wir sind seit einigere Zeit finanziell auch sehr am Rand, aber das Geld für einige für uns wichtige Versicherungen haben wir immer zusammenbekommen (wollen)

Schönen Gruß
Silvia

Hi,

Wenn z.B. ein Vater seinen Sohn (unter 18) aufzieht, welche
Arzt- und Medikamentkosten für den Sohn können das sein, die
sein Geld auffressen könnten? Naturheilsachen? Kommt es bei
Kassenleistungen auf die Krankheit an?

Es gibt auch Medikamente, die nicht verschrieben werden, aber trotzdem helfen können.

Wenn ein Kind aus einem außereuropäischen Land an der
„Lichtkrankheit“ erkrankt, hier in Deutschland von einer
Familie aufgenommen wird… wer kommt für die Kosten der
Behandlung und z.B. Salbe gegen schon vorhandener
Narbenbildung und auch ggf. sicherer Kleidung auf? Kann dieses
Kind in die Familienversicherung aufgenommen werden oder sind
da alle Kosten privat zu tragen?

Betrifft: Familienversicherung
"Als Kinder gelten auch Stiefkinder und Enkel, die das Mitglied überwiegend unterhält, sowie Pflegekinder.

Kinder sind nicht beitragsfrei versichert, wenn nur ein Elternteil Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist, der andere mit den Kindern verwandte Elternteil und Ehegatte des Mitglieds aber mit seinem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt und sein Gesamteinkommen regelmäßig höher ist als das Gesamteinkommen des Mitglieds."

Das Kind müsste also offiziell ein Pflegekind sein, um familienversichert werden zu können, und beide Pflegeeltern müssen gesetzlich versichert sein bzw. der nicht versicherte darf kein höheres Einkommen haben als der andere.

Bekommt man als hochgradig Hausstaub-Allergiker nicht
eventuell Hilfe beim Kauf von antiallergischer Bettwäsche oder
muß man die in jedem Fall immer komplett selbst zahlen?

Ich hab schon davon gehört, dass Kassen das bezahlen, aber ob das immer und in jedem Fall so ist, weiß ich nicht.

Gruß
Nelly

Hallo,

ich verfolge schon seit Jahren die Artikel in unserer (leider Konkurrenzlosen) Tageszeitung, auch so ein Hilfe Aufruf, es heißt „Licht im Advent“.

Nun hatte ich das eher zweifelhafte Vergnügen, den einen oder anderen „armen“ Betroffenen persönlich zu kennen. Ich behaupte mal, zu 80 % waren die Spenden zu Fenster rausgeworfen, bei Geldspenden dürfte das meiste Geld versoffen worden sein.

Ich habe auch Schwierigkeiten damit, wenn es immer wieder heißt „Frau X hat 3 Kionder groß gezogen und kann sich nicht einmal Fleisch zum Festtag leisten“. Wenn man nachfragt, dann hat Frau X auf ihr zustehende staatliche Unterstützung verzichtet, weil die Kinder dann Unterhalt zahlen müssten. Was sie ihnen nicht zumuten will. Dann ist das aber ihre eigene Entscheidung, und ich finde es nicht ehrlich, sich dann als so arm hinzustellen. Darüber kann man bestimmt streiten, aber es bleibt zumindest ein komisches Gefühl.

Gruss

Andreas